Unions-Fraktion Spitzenposten auch für Austermann und Hasselfeldt


Berlin - Die künftige Unions-Fraktionsspitze ist nun offenbar komplett. Die Landesgruppenchefs einigten sich nach dpa-Informationen mit Fraktionschefin Angela Merkel (CDU). Es wird davon ausgegangen, dass es bei der Wahl in der Fraktion an diesem Mittwoch keine Kampfkandidaturen um die noch offenen Stellvertreter- und Sprecher-Posten geben wird.

Klar sei nun auch, dass die CSU neben Landesgruppenchef Michael Glos und dem ehemaligen Gesundheitsminister Horst Seehofer einen dritten Vizeposten in der Fraktion erhalten wird, hieß es am Dienstag. Er werde an die ehemalige Bundesbauministerin Gerda Hasselfeldt gehen, die für Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Tourismus und Kultur zuständig sein soll.

Auch der Norden erhält in der Fraktionsspitze stärkeres Gewicht. So soll der haushaltspolitische Sprecher und schleswig-holsteinische Landesgruppenchef Dietrich Austermann (CDU) Mitglied des geschäftsführenden Fraktionsvorstands werden - dem engsten Führungsgremium in der Fraktion. Außerdem verständigten sich die Teilnehmer angeblich auf eine Änderung der Fraktionssatzung, da normalerweise Sprecher darin nicht vertreten sind. Die norddeutschen Unionsabgeordneten hatten zuletzt beklagt, bei den bisherigen Personalüberlegungen von Fraktionschefin Merkel zu wenig berücksichtigt worden zu sein.

Die Liste der Stellvertreter Merkels umfasst neben Glos, Hasselfeldt und Seehofer weitere sechs Namen: Wolfgang Schäuble (Außen, Sicherheit, Europa), Friedrich Merz (Wirtschaft, Arbeit, Finanzen), Wolfgang Bosbach (Innen), Klaus Lippold (Verkehr, Bau, Umwelt), Maria Böhmer (Frauen, Familie, Forschung) und Arnold Vaatz (Aufbau Ost).



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