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Frauen Unterbezahlte Beraterinnen

aus DER SPIEGEL 34/2021

Die Beraterinnen des Hilfetelefons »Gewalt gegen Frauen« haben allesamt Studienabschlüsse, eine hohe psychische Belastung durch den Job – und fordern deshalb mehr Gehalt. Seit einem Jahr führen die Mitarbeiterinnen Gespräche mit dem Bundesfamilienministerium und dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, dem sie zugeordnet sind. Sie haben für ihr Anliegen gestreikt.

Die etwa 100 Mitarbeiterinnen verdienen im gesamten Referat am wenigsten und verlangen, im Tarifsystem hochgestuft zu werden. Eine Vollzeitkraft bekäme dann 400 bis 500 Euro brutto mehr pro Monat. Nach SPIEGEL-Berichterstattung über die Forderungen hatte sich im Oktober die damalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) eingeschaltet und zugesichert, an der Seite der Mitarbeiterinnen zu stehen. Doch in einem Brief an die Leitung des Hilfetelefons von Mitte Juni beschweren sich diese, die Verhandlungen in den Arbeitsgruppen des Bundesamts würden torpediert. Auch ein Gespräch in der vergangenen Woche mit der Amtsleitung brachte keinen Fortschritt, wie ein von Teilnehmerinnen angefertigtes Protokoll zeigt. Das Ministerium spricht auf Anfrage von einem »konsensualen Prozess«, zu dem man keine Stellung nehme, da er noch laufe.

akm

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