Urlaubsliste des Bundespräsidenten Wulffs spendable Freunde

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3. Teil: Talanx-Aufsichtsrat Wolf-Dieter Baumgartl


Ein weiterer Unternehmer unter Wulffs Gastgebern ist der ehemalige Spitzenmanager der Versicherungsbranche und heutige Talanx-Aufsichtsrat Wolf-Dieter Baumgartl. Im Jahr 2008, kurz nach der Trauung, urlaubten Bettina und Christian Wulff im italienischen Domizil Baumgartls.

Der heute 68-jährige Baumgartl wurde im Jahr 1993 Vorstandschef des Haftpflichtverbands der Deutschen Industrie V.a.G. (HDI) - der Versicherer war angeschlagen, von internen Streitereien belastet. Baumgartl führte den Konzern allen Widrigkeiten zum Trotz zum Erfolg. Aus dem HDI ging 1996 die Versicherungsholding Talanx AG hervor, Baumgartl wurde auch dort Vorstandschef, seit 2006 ist er Talanx-Aufsichtsratsschef.

Die Presse erkannte bei Baumgartl in seiner Zeit als Talanx-Vorstand die Attribute eines Bonvivant: ein Versicherungschef mit Dreitagebart, der Kette raucht, guten Rotwein schätzt und schnelle Autos und Motorräder liebt. Aber nicht alle Schilderungen sind positiv: Die "FAZ" schrieb 2004 über ihn, er trete gelegentlich als "aufgeklärter, aber absolutistischer Monarch" auf.

Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass sich Wulff als Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag für die Interessen von Baumgartls Versicherungsunternehmen eingesetzt und die damalige SPD-Landesregierung gedrängt habe, die Ansiedlung des Baumgartl-Unternehmens in Hannover zu stützen.

Ähnliche Informationen hat die "Hannoversche Allgemeine": Wulff und Baumgartl hätten sich spätestens 1999 kennengelernt, als die mögliche Abwanderung des Versicherungskonzerns nach Bayern gedroht habe und Wulff sich massiv für einen Verbleib des Unternehmens in Hannover starkgemacht habe. "Als Vorsitzender des Aufsichtsrates bei dem hannoverschen Versicherungsunternehmen hatte Baumgartl unbestritten wirtschaftliche Interessen, und beide hatten sich auch durch die landespolitischen Aktivitäten Wulffs kennengelernt", so die Zeitung.

Laut der "Bild"-Zeitung erklärte Wulffs Anwalt, dass es zwischen den beiden Männern in Wulffs Niedersachsen-Zeit Kontakte gegeben habe. Christian Wulff habe diese Kontakte zur Förderung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen im Land Niedersachsen genutzt.

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marcobb 20.12.2011
1. Oberschnorrer..
Zitat von sysopAuch privat bewegt sich Christian Wulff in der Oberklasse - unter den Gastgebern seiner Urlaubsreisen sind millionenschwere Manager und Unternehmer. Wer sind die großzügigen Freunde des Präsidenten, woher kennt er sie? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804581,00.html
Oberschnorrer trifft es doch ganz gut. Die Wulffs -so war von Anfang an mein Eindruck- verstehen das neue Amt vor allem als Gelegenheit, auf Kosten anderer viel zu reisen, und es sich auch sonst gutgehen zu lassen. Das hat jetzt nichts mit Neid zu tun, ich finde nur, ein Bundespräsident hat ganz andere Aufgaben, und sollte ein ganz anderes Amtsverständnis haben. Das ist doch immer noch ein Job, oder? Kein Dauerurlaub.
blob123y 20.12.2011
2. Kann absolut nichts Negatives finden
Zitat von sysopAuch privat bewegt sich Christian Wulff in der Oberklasse - unter den Gastgebern seiner Urlaubsreisen sind millionenschwere Manager und Unternehmer. Wer sind die großzügigen Freunde des Präsidenten, woher kennt er sie? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804581,00.html
wenn man ein paar Leute kennt fährt man eben mal da und dort hin, wo ist das Problem und das einer einen mal Hilft wenn Geldprobleme hat sollte eigentlich zwischen ein paar Freunden total normal sein. Also was wollen die deutschen Neider dem jetzt wieder anghängen, hat man in Deutschland nichts besseres zu tun als in das ansolute Neider - und Schlechtredertum anzugleiten? Man kann nur den Kopf schütteln über rote, grüne und die Medien die hier wieder mal einen kaputtmachen wollen.
Heimatloserlinker 20.12.2011
3.
Zitat von sysopAuch privat bewegt sich Christian Wulff in der Oberklasse - unter den Gastgebern seiner Urlaubsreisen sind millionenschwere Manager und Unternehmer. Wer sind die großzügigen Freunde des Präsidenten, woher kennt er sie? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804581,00.html
Ihre Frage ist berechtigt! Allein, Ihre Wertung vermag ich icht zu teilen. Maschmeyer, Geerkens et al. "Oberklasse" ??? Sage mir, mit wem Du umgehst, und ich sage Dir, wer Du bist!
Halodri73 20.12.2011
4. Ich bin schwer empört!
Zitat von sysopAuch privat bewegt sich Christian Wulff in der Oberklasse - unter den Gastgebern seiner Urlaubsreisen sind millionenschwere Manager und Unternehmer. Wer sind die großzügigen Freunde des Präsidenten, woher kennt er sie? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804581,00.html
Also sowas!! Da hat ein Spitzenpolitiker der CDU doch tatsächlich Kontakte zu Unternehmern. Undeinige sind sogar Freunde der Familie!?!? Unglaublich. Ich dachte immer, die Politiker kommen ohne jedwede Lobby und vor allem ohne Spenden aus. So wie beispielsweise in Amerika. Aber jetzt muss ich erfahren, dass unser Bundespräsident einen Privatkredit aufnahm UND ihn sogar zurückgezahlt hat - von einem jahrzehntelangen Freund der Familie. Furchtbar. Gott sei Dank ist auf der Welt gerade NICHTS los und wir haben die Muße, uns mit solchen weltanschauungsverändernden Dingen auseinanderzusetzten. Dazu passt ja auch der aktuelle Weihnachtskonsum: Wir kaufen die Krise einfach weg, am besten mit 72 Monatsraten und 0%Zinsen. Mutti macht's ja vor! Muss es uns alles gut gehen. Wer rudimentäre satirische Elemente findet, darf sie behalten!
ortibumbum.. 20.12.2011
5.
Zitat von sysopAuch privat bewegt sich Christian Wulff in der Oberklasse - unter den Gastgebern seiner Urlaubsreisen sind millionenschwere Manager und Unternehmer. Wer sind die großzügigen Freunde des Präsidenten, woher kennt er sie? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804581,00.html
Armes Deutschland! Gleichförmige Aussagen der Oppositionspolitiker, gleichförmige Aussagen der Presse; einer recherchiert, die anderen schreiben ab. Es ist, wie stille Post, die Fakten sind nicht mehr wichtig, jeder gibt seinen Senf dazu. Alle Deutschen, außer Wulff, sind jetzt die Moralisten und heben den Zeigefinger. Dabei wird täglich hundertfach das Finanzamt beschissen; die Schwarzarbeit hat ihre Blütezeit, Rechnungen werden ermäßigt (wg. MwSt), der Rest wird schwarz bezahlt (ohne MwSt). Jedermann macht da mit. Aber wulff muss der Übervater sein, basta. Scheinheilige Gesellschaft. Und die Opposition und die Presse wollen nur noch den Sturz von Wulff. ....Griechenland, wir kommen.
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