Social-Media-Auftritt Von der Leyen engagiert Agentur von Ex-"Bild"-Chef Diekmann

Im Ringen um ihre Wahl an die Spitze der EU-Kommission rüstet Ursula von der Leyen medial auf. Ihren neuen Twitteraccount betreut nach SPIEGEL-Informationen die Social-Media-Agentur von Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann.

Ursula von der Leyen
Francois Lenoir / REUTERS

Ursula von der Leyen


Bei ihrer Kampagne für den Posten der EU-Kommissionschefin setzt Ursula von der Leyen, CDU, auf die Hilfe von Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann. Nach SPIEGEL-Informationen lässt von der Leyen ihren neu erstellten Twitteraccount von der Agentur Story Machine managen.

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Heft 29/2019
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Das Beratungsunternehmen für Social-Media-Aktivitäten, das Diekmann mit zwei Kompagnons vor fast zwei Jahren gründete, hatte von der Leyen bereits vor einiger Zeit ein Angebot zur Unterstützung ihrer Selbstdarstellung im Internet gemacht. Als Ministerin hatte sie die Offerte aber abgelehnt.

Nach ihrer Nominierung als Kommissionschefin beauftragte von der Leyen dann die Agentur, einen Twitteraccount für sie zu erstellen. Mittlerweile hat sie bereits mehr als 60.000 Follower.

Die Wahl von der Leyens zur Präsidentin der EU-Kommission ist für Dienstag angesetzt. Von den europafreundlichen Parteien im Europaparlament sperren sich auch Teile der Sozialdemokraten dagegen, die deutsche Kandidatin zu wählen.

"Ich kenne Ursula von der Leyen gut und schätze sie persönlich", sagte Katarina Barley dem SPIEGEL. Die SPD-Spitzenkandidatin bei der Europawahl saß als Justizministerin auf der Kabinettsbank im Bundestag neben von der Leyen. "Aber das Parlament muss jetzt beweisen, dass es so nicht mit sich umspringen lässt."

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pm

insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
franz.v.trotta 12.07.2019
1.
Zitat: "Von den europafreundlichen Parteien im Europaparlament sperren sich auch Teile der Sozialdemokraten dagegen, die deutsche Kandidatin zu wählen." Korrekter wäre es zu sagen, die Sozialdemokraten wollen die CDU-Frau nicht wählen, weil sie deren politische Präferenzen ablehnen. Und die Sozialdemokraten wehren sich überdies dagegen, dass vereinbarte Regeln missachtet wurden. Dass es sich um eine "deutsche Kandidatin" handelt, spielt für die Sozialdemokraten hingegen keine Rolle, obwohl große Teile der Presse diesen Eindruck zu erwecken versuchen.
aras62 13.07.2019
2. EU und U. von der Leyen
..... es ist eine Frage der Demokratie! Die hier missachtet wird! Jeder EU-Bürger soll sein Recht auf demokratische EU-Wahlen wahrnehmen und dann das......! Zwei Staaten herrschen über die EU - F und D.! Eine postkoloniale Falle für arme europöische Staaten - die sich ein "Heil" unter der EU erwünschten. Sie werden enttäuscht - wie Rumänien oder Bulgarien. Diese beiden Staaten sind noch ärmer daran, als vor ihrem EU-Beitritt! Aber wer als armer Staat einmal in der EU ist - hat keine Chance mehr auf einen Austritt - es wäre die Staats-Vernichtung! Die EU ist ein postkoloniales System - einkreisen - Wohlstand versprechen - zappeln lassen - "Erpressen" - war alles erfolgreich - nimmt diese Staaten EU auf!
realist12345 13.07.2019
3. Frau Barley hat sich auch abgesetzt
Auch Frau Barley hat sich nach Brüssel abgesetzt um einem Untergang bei der nächsten Bundestagswahl zu vermeiden. Als amtierende Ministerin sollte sie ihren Auftrag erfüllen und nicht auf das erstbeste lukrativerer Jobangebot anspringen.
franz.v.trotta 13.07.2019
4.
Zitat von realist12345Auch Frau Barley hat sich nach Brüssel abgesetzt um einem Untergang bei der nächsten Bundestagswahl zu vermeiden. Als amtierende Ministerin sollte sie ihren Auftrag erfüllen und nicht auf das erstbeste lukrativerer Jobangebot anspringen.
Was wissen Sie über das lukrative Jobangebot für Frau Barley? - Hat sie vielleicht für das Europa-Parlament kandidiert? (und dafür einen Ministerposten aufgegeben)?
dieter.rodewald 14.07.2019
5. UvdL und Berater
Mit Beratern kennt sich Ursula von der Leyen aus. Kann die Dame keine eigenen Ideen oder Visionen entwickeln, als ständig irgendwelche teuren Berater zu engagieren. Wer bezahlt die eigentlich? Die Frau ist doch gänzlich ungeeignet und zu dem vorbelastet, was ihre seitherige Tätigkeit anbelangt. Es wäre zunächst mal dringend geboten, die Versäumnisse und zweifelhaften Entscheidungen bei der Bundeswehr aufzuklären . Ihre Einlassungen bei der Vorstellung in Brüssel: " Ich werde genau prüfen, es ist nicht einfach, das Ganze anzupacken " läßt erste Zweifel aufkommen, ob diese Person die Richtige für diesen Job ist.
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