Flüchtlingskrise Von der Leyen versetzt 4000 Soldaten in Rufbereitschaft

Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise sollen vermehrt Soldaten der Bundeswehr helfen. Verteidigungsministerin von der Leyen versetzte nach Informationen des SPIEGEL Tausende Soldaten in Bereitschaft.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: "Wir haben noch Luft nach oben"

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: "Wir haben noch Luft nach oben"

Foto: Kay Nietfeld/ picture alliance / dpa

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat eine Ausweitung des Bundeswehrengagements zur Bewältigung der Flüchtlingskrise angekündigt. "Wir haben allein für dieses Wochenende rund 4000 Soldaten in Rufbereitschaft versetzt", sagte von der Leyen dem SPIEGEL. (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Die Soldaten sollten "im Notfall mit anpacken können", so die Ministerin. "Was personelle Hilfe angeht, haben wir noch Luft nach oben." Das Motto lautet maximale Kulanz. Man helfe, wo man könne. "Das Land kann darauf zählen, dass die Bundeswehr unterstützt", sagte von der Leyen dem SPIEGEL weiter.

Auf Kasernengelände sollten künftig zudem weitere Flüchtlinge gemeinsam mit Soldaten untergebracht werden. "In 27 Liegenschaften ist das bereits so, da findet eine Mitbenutzung statt", erläuterte die CDU-Politikerin. Die Bereiche seien durch Sicherheitszäune voneinander getrennt.

In Deutschland wurden laut Bundesregierung seit Anfang des Jahres etwa 450.000 Flüchtlinge registriert. Allein vom 1. bis zum 8. September waren es demnach 37.000 Menschen. Für das gesamte Jahr rechnet die Regierung mit etwa 800.000 neuen Flüchtlingen.