Großer Zapfenstreich Von der Leyen wünscht sich "Wind of Change" von den Scorpions

Ein Klassiker der Band ihrer Heimatregion und ein Stück von Beethoven: Für ihren Abschied von der Bundeswehr suchte Ex-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen genauso Eingängiges wie ihre Vorgänger aus.

Ursula von der Leyen mit Bundeswehrsoldaten (Foto von 2018): Musikauswahl für Großen Zapfenstreich steht
Daniel Reinhardt/DPA

Ursula von der Leyen mit Bundeswehrsoldaten (Foto von 2018): Musikauswahl für Großen Zapfenstreich steht


Die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird am Donnerstag beim großen Zapfenstreich mit "Wind of Change" von den Scorpions verabschiedet. Die künftige EU-Kommissionschefin wünschte sich vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr den Hit aus der Wendezeit. Die Rockband Scorpions stammt aus von der Leyens Heimatregion Hannover.

Außerdem wird das Stabsmusikkorps bei der Zeremonie am Bendlerblock die von Mozart vertonte mittelalterliche Hymne "Ave verum" und die Europahymne "Ode an die Freude" aus der neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens spielen.

Von der Leyen hatte vor drei Wochen ihr Ministeramt an die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer übergeben, nachdem sie zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt worden war. Ihr neues Amt soll sie am 1. November antreten.

Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr, mit dem auch Bundeskanzler und Bundespräsidenten verabschiedet werden. Die Geehrten dürfen sich traditionell drei bis vier Musikstücke wünschen, die dann vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr gespielt werden.

Wegen von der Leyens Abschied hat die ARD ihr Programm geändert und überträgt den Zapfenstreich am Donnerstag ab 21.45 Uhr live, direkt vor den Tagesthemen. Der Große Zapfenstreich steht Bundeskanzlern, Bundespräsidenten und Verteidigungsministern zu.

Von der Leyens Vorgänger Thomas de Maizière hatte sich für "Live Is Life" der österreichischen Popgruppe Opus entschieden. Der CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg verabschiedete sich nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister wegen der Plagiatsaffäre 2011 mit "Smoke on the Water" von Deep Purple.

ulz/mgb/dpa



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