Statt Rückzug US-Army behält jetzt doch mehrere Standorte in Deutschland

US-Präsident Biden hatte die Abzugspläne seines Vorgängers Trump für Deutschland bereits gestoppt. Jetzt gab das amerikanische Militär auch bekannt, welche Standorte nicht zurückgegeben werden.
Militärfahrzeug auf dem Gelände der Coleman Barracks in Mannheim

Militärfahrzeug auf dem Gelände der Coleman Barracks in Mannheim

Foto: Uwe Anspach / dpa

Die US-Army behält nun doch mehrere Standorte, die eigentlich an Deutschland zurückgegeben werden sollten. Als Grund wurde vom europäischen Hauptquartier der wachsende Bedarf an Einrichtungen auf dem Kontinent angegeben.

Betroffen seien das Amelia Earhart Center in Wiesbaden, die Pulaski Barracks in Kaiserslautern, die Barton Barracks im bayerischen Ansbach, die Coleman Barracks in Mannheim sowie Weilimdorf Warehouse in Stuttgart. Außerdem soll die Husterhohe Kaserne in Pirmasens von der US-Army zur U.S. Air Force wechseln.

Die Schließung der Coleman Barracks wurde den Angaben zufolge 2010 angekündigt, die Pläne für die anderen Standorte wurden 2015 im Rahmen der Konsolidierung der europäischen Infrastruktur des Verteidigungsministeriums öffentlich.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Sommer kurz vor seiner Abwahl den Abzug von 12.000 der rund 35.000 US-Soldaten in Deutschland als Strafaktion für die aus seiner Sicht mangelnden deutschen Militärausgaben angekündigt. Sein Nachfolger Joe Biden hatte diesen Truppenabzug bereits gestoppt.

Im April war dann bekannt geworden, dass die USA ihre Truppen in Deutschland um 500 Soldaten aufstocken wollen. Die Männer und Frauen sollen im Herbst im Raum Wiesbaden stationiert werden. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte erklärt, die Stationierung sei auch als Bekenntnis der USA zum Verbündeten Deutschland zu verstehen.

als/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.