US-Depeschen Botschafter Murphy schmeichelt Westerwelle

Der amerikanische Botschafter Philip Murphy startet eine Charme-Offensive: In geheimen Berichten an das US-Ministerium war Außenminister Guido Westerwelle als "eitel" und "inkompetent" beschrieben worden - jetzt gab es ein Lob vom Abgesandten.

Außenminister Westerwelle: "Er ist ein echter Freund"
dpa

Außenminister Westerwelle: "Er ist ein echter Freund"


München - Nach den WikiLeaks-Enthüllungen werden nun die Scherben aufgekehrt: Der US-Botschafter in Deutschland, Philip Murphy, hält trotz der veröffentlichten, wenig schmeichelhaften US-Dokumente über Außenminister Guido Westerwelle (FDP) das Verhältnis für nicht beschädigt. "Er ist ein echter Freund. Ich habe großen Respekt vor ihm", sagte Murphy der Illustrierten "Bunte" über Westerwelle.

In den von der Enthüllungsplattform veröffentlichten Dokumenten von US-Diplomaten wurde der Außenminister als "eitel" und "inkompetent" bezeichnet. "Diese Kommentare sind nur Momentaufnahmen und lassen das Gesamtbild, den großen deutsch-amerikanischen Film, außer Acht. Guido Westerwelle weiß das", sagte Murphy nun. Dem US-Botschafter sind die WikiLeaks-Enthüllungen dennoch "peinlich und zutiefst unangenehm". Diese geheimen Korrespondenzen gehörten nicht offengelegt, sagte Murphy der Zeitschrift.

Schuldig fühle er sich aber nicht: "Wir machen hier alle einen großartigen Job." Die meisten Auslandsvertretungen auf der Welt arbeiteten ähnlich. "Deshalb erfahren wir auch viel Zuspruch und Verständnis."

ore/dapd/AFP

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Phoeni, 07.12.2010
1. ...
Interessanter wäre die Frage, wie es mit Assange weitergeht. Wird er nur ausgeliefert an die USA oder wird er einen merkwürdigen Unfall haben? Oder gar Suicid unter mysteriösen Umständen. Man weiß es nicht, aber es werden wohl genug sein, die ihm nach dem Leben trachten, nur weil zu Tage gefördert wurde, was die halbe Welt eh vermutet hat...
roterschwadron 07.12.2010
2.
Zitat von sysopJulian Assange ist im Gewahrsam der britischen Polizei. Der von Schweden wegen Vergewaltigungsverdachts gesuchte WikiLeaks-Gründer hat sich in London den Beamten gestellt. Wie geht es nun weiter führ WikiLeaks?
Alles sehr spannend, und man weiß einfach nicht, wohin das führt. Das kommt eben davon, wenn der geneigte Leser alles nur aus dritter Hand erfährt...
SaT 07.12.2010
3.
Es ist eigentlich absurd, dass eine Macht wie die USA so lange braucht um jemanden wie Assange zu stoppen. Das dieser so lange sein Unwesen treiben konnte lässt darauf schließen, dass er Unterstützung aus einflussreichen Kreisen erhielt – zumindestens so lange bis er seine Schuldigkeit geleistet hatte: die Veröffentlichungen jener Diplomatenberichte, welche die tief liegenden Rivalitäten zwischen Perser und Araber erneut anheizen. P.S. Die Geschichte mit den zwei Damen hat schon einen langen Bart. Könnte man sich nicht etwas besseres einfallen lassen um jemanden zu kompromittieren?
RUPAW, 07.12.2010
4. Die Zukunft von WIKILEAKS hat mit Assanges Schicksal nichts zu tun
Der Geist ist aus der Flasche. Wikileaks - und bald schon aehnliche Plattformen - werden den Maechtigen auf die Finger schauen, und das ist sehr sehr gut so. Noch versuchen diese mit Assanges Verhaftung potentiellen Nachahmern Angst einzufloessen. Die Anschuldigungen wegen Vergewaltigung sind unter diesen Umstaenden wirklich nicht ernst zu nehmen. Das kann kein Zufall sein. Assange wird zum Maertyrer. Der Sturm ueber seine Verhaftung wird sich noch lange nicht legen, und die Hacker-Community nur ermuntern. Ich bin auf Seite der Wikileak Leute. Keine demokratisch gewaehlte Regierung der Welt sollte fuerchten, dass DAS VOLK die Wahrheit ueber ihre Handlungen erfaehrt.
Borun 07.12.2010
5.
Auf die kommende Verfilmung bin ich sehr gespannt. Dort wird man bestimmt einen besseren Grund finden^^
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