Militärgerät USA wollen Bundeswehr vier "Predator"-Drohnen liefern

Die USA bieten der Bundesregierung vier Drohnen vom Typ "Predator" an. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Fluggeräte sind unbewaffnet, können aber zu Kampfdrohnen aufgerüstet werden.

"Predator"-Drohne: "Noch nicht abschließend bewertbar"
REUTERS/ USAF

"Predator"-Drohne: "Noch nicht abschließend bewertbar"


Hamburg - Die Bundeswehr ist der Beschaffung bewaffneter Drohnen offenbar einen Schritt näher gerückt. Die US-Regierung habe offiziell angeboten, vier Drohnen des Typs "MQ-9A Predator B" samt Bodenstationen zu liefern, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Dies gehe aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.

Das US-Angebot umfasst laut dem Bericht nur die Lieferung unbewaffneter Drohnen - so wie von Deutschland gewünscht. Es sei aber möglich, die Fluggeräte so umzurüsten, dass sie Waffen tragen und abfeuern können. Die USA setzen die bewaffnete Version unter dem Namen "Reaper" ("Sensenmann") ein. Für die Umrüstung müsste allerdings eine erneute Anfrage an die US-Regierung gestellt werden.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich in der Vergangenheit mehrmals dafür ausgesprochen, Kampfdrohnen zu beschaffen, die Entscheidung aber in die nächste Legislaturperiode verschoben. Neben dem nun von der US-Regierung offiziell angebotenen Modell ist auch die israelische Drohne "Heron TP" im Gespräch. Das US-Angebot sei "noch nicht abschließend bewertbar", heißt es im Schreiben des Ministeriums.

cvo/dpa



insgesamt 44 Beiträge
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geromochio 28.08.2013
1. mal
eine Frage, für was benötigen wir Kampfdrohnen. Meines Wissens darf Deutschland keinen Angriffskrieg führen, obwohl wir haben ja noch nicht mal einen Friedensvertrag, den wir brechen könnten. Schöne neue Welt diese DDR 2.0.
NochNeMeinung 28.08.2013
2. Unfähigkeit
Wenn man schon solche vergleichsweise simplen Fluggeräte nicht mehr selber herstellen kann, braucht man sich auch nicht zu wundern, dass Deutschlands Meinung in Sicherheitsfragen keine Bedeutung auf dieser Welt hat. Das einzige von uns wegen seiner psychologisch nervigen Wirkungsweise einsetzbare System heißt Westerwelle. Allerdings scheint man dafür auch schon eine recht einfache Abwehr zu haben: Ohrstöpsel.
michael657 28.08.2013
3. Unvorstellbar
sei es mal dahin gestellt das wir solche systeme benötigen aber erhlich gesagt haben wir doch einen sehr guten maschinenbau im eigenen land wieso müssen wir dann eine solche anschaffung tätigen? ja ich weiß euro hawk hin oder her aber da hat ja nur die politik geschlafen wegen der zulassung..
hartwurzelholz 28.08.2013
4.
Sofort zuschlagen! Die Dinger sind ausgereift und haben sich als erstklassiges Aufklärungsmittel bewährt. Die Option sie zu bewaffnen, macht sie zusätzlich interessant. Vielleicht hat die Bundeswehr dann mal ein Einsatzmittel, dass der modernen Technik nicht 30 Jahre hinterherhinkt...
tailspin 28.08.2013
5. Saubere Sache
Was ist eigentlich aus dem bei ritterlichen Kampfgeist geworden? Mano a mano. Oder wenigstens Mann gegen Mann wie beim Luftkampf mit dem Freiherrn von Richthofen. Da wusste man wenigstens noch, von wem man abgeschossen wurde. Heute ist das der Joystick gegen Weichziele. Anonym und risikolos ausknipsen mit unmittelbarem Feedback und Erfolgserlebnis bei Treffer (engl. instant gratification). Oder auf der Opferseite aus dem heiteren ausgeknipst werden durch Technokraten, deren Hemmschwelle auf die Distanz erniedrigt wurde, weil sie sich die blutigen Details vor Ort nicht an tun muessen. Pech gehabt, wenn man zufaellig im Zielgebiet war und die Rolle des Kollateralschadens zugewiesen bekommen hat. Auf mehr Glueck im naechsten Leben, wenn man es dann schaffen sollte, den Psychopathen aus dem Weg zu gehen. So wie ich die Bundeswehr kenne, bin ich sicher, dass sich genuegend Freiwillige fuer die Bedienung der Knoepfe finden werden.
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