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23. Juli 2001, 17:56 Uhr

Verbale Entgleisung

Berliner CDU-Generalsekretär Schmitt tritt zurück

Eine "Polit-Nutte" hatte der Berliner CDU-Generalsekretär Ingo Schmitt den SPD-Schulsenator Klaus Böger genannt. Das kostete Schmitt jetzt seinen Posten.

Zurückgetreten: Der Berliner CDU-Generalsekretär Ingo Schmitt
DPA

Zurückgetreten: Der Berliner CDU-Generalsekretär Ingo Schmitt

Berlin - Wie CDU-Landesgeschäftsführer Matthias Wambach mitteilte, erklärte Schmitt nach Rücksprache mit CDU-Spitzenkandidat Frank Steffel und im Einvernehmen mit CDU-Landeschef Eberhard Diepgen seinen Rücktritt.

Schmitt habe damit die persönliche Verantwortung für seine Äußerungen über Böger übernommen. Bis zur Benennung eines kommissarischen Nachfolgers übernehme Wambach die Aufgaben des Generalsekretärs.

Schmitt hatte Böger unter anderem als "größte Polit-Nutte, die ich je gesehen habe" bezeichnet. Böger hatte auch dem im Juni gestürzten CDU/SPD-Senat angehört. Schmitt warf Böger vor, sein Senatorengehalt sei ihm wichtiger als persönliche Überzeugungen. Deswegen habe er sich nicht gegen den Bruch der Koalition mit der CDU gestellt. Diese persönliche Attacke war auch CDU-intern auf heftige Kritik gestoßen.



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