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30. Januar 2013, 07:13 Uhr

Verkehrspolitik

Bußgelder für Radfahrer sollen steigen

Radfahrer müssen künftig bei Verkehrsverstößen mit höheren Strafen rechnen. Die Bußgelder sollen laut einem Zeitungsbericht um fünf bis zehn Euro angehoben werden. Schon am Freitag soll der Bundesrat die neuen Regeln beschließen.

Berlin - Die Strafzahlungen für Rowdy-Radfahrer sollen massiv angehoben werden. Auf Druck des Bundesrats werde der Bußgeldkatalog angepasst, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Unterlagen aus dem Verkehrsministerium. Bereits am Freitag soll demnach in der Länderkammer über die neuen Strafen abgestimmt werden.

Die geplanten Änderungen:

Mit dem neuen Bußgeldkatalog sollen aber auch Autofahrer, die Radfahrer behindern oder gefährden, künftig stärker zur Kasse gebeten werden:

Eine "Verrohung der Kampf-Radler" hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer im vergangenen Jahr beklagt. Der CSU-Politiker forderte damals ein konsequentes Vorgehen gegen aggressive Radfahrer. Der Minister setzte sich zudem dafür ein, dass die ARD ihre Verkehrserziehungssendung "Der 7. Sinn" wieder ins Programm nimmt, um ein großes Publikum zu erreichen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) wehrt sich gegen Ramsauers Kritik an aggressiven Radfahrern. "Ich kann keine Kampf-Radler erkennen", sagte der ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn. Es gebe bei allen Verkehrsteilnehmern einen "Bodensatz", der sich nicht an die Regeln halte.

als/AFP/dapd

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