Trauer um Ex-Minister Struck erhält Ehrengeleit der Bundeswehr

Mit militärischen Ehren wird die Bundeswehr den verstorbenen Peter Struck verabschieden. Die Truppe plant derzeit mit der Familie des früheren Verteidigungsministers die Beerdigung. Zur Trauerfeier wird neben anderen Top-Politikern auch Kanzlerin Merkel erwartet.

Ex-Verteidigungsminister Struck in Afghanistan (2005): Trauerfeier geplant
REUTERS

Ex-Verteidigungsminister Struck in Afghanistan (2005): Trauerfeier geplant


Berlin - Die Bundeswehr bereitet für den verstorbenen Verteidigungsminister Peter Struck gemeinsam mit der Familie des SPD-Politikers eine Trauerfeier mit militärischen Ehren vor. Vermutlich wird die Zeremonie, die Militärs nennen es ein Ehrengeleit, in der Heimatstadt von Struck im niedersächsischen Uelzen stattfinden. Dies verlautet aus Bundeswehr-Kreisen, ein Termin steht bisher jedoch nicht fest.

Der SPD-Politiker war am Mittwoch im Alter von 69 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Struck hatte das Verteidigungsministerium in der Zeit von 2002 bis 2005 geleitet und galt bei den Vertretern der Truppe als äußerst beliebt.

Erwartet wird, dass zu der Trauerfeier neben vielen Regierungsmitgliedern von Verteidigungsminister Thomas de Maizière bis zu Kanzlerin Angela Merkel auch die Führungsebene der SPD und einige Gäste aus dem Ausland erscheinen werden. Die Bundeswehr unterstützt die Familie bei der Organisation der Feier, ausrichten wird die Zeremonie aber die Familie selbst.

Die Bundeswehr würde für eine Trauerfeier ein sogenanntes Großes Ehrengeleit stellen, bei dem Soldaten den Sarg tragen und eine Bundeswehrkapelle spielen würde. Auf Wunsch der Angehörigen kann der Sarg von Struck auch mit einer deutschen Fahne geschmückt werden, zudem wäre eine Rede des Nachfolgers von Struck oder von ihm nahestehenden SPD-Politikern möglich, hieß es in Berlin.

Traditionell wird bei Trauerfeiern für ehemalige Wehrminister wie auch bei gefallenen Soldaten das Militärlied "Ich hatte einen Kameraden" des Komponisten Friedrich Silcher gespielt. Zusätzlich kann sich die Familie weitere Musikstücke auswählen, die zu Ehren des bei den Soldaten bis heute beliebten Ex-Ministers gespielt würden. Zuletzt hatte die Bundeswehr eine solche Feier für den Ex-Minister Georg Leber ausgerichtet, der im August 2012 verstorben war.

mgb



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zylmann 20.12.2012
1. Ein wahrlich großer Verlust
menschlich und politisch. Es gibt so wenige seines gleichen. Aber gut, daß wir ihn hatten haben dürfen.
autocrator 20.12.2012
2. freiheit
Zitat von zylmannmenschlich und politisch. Es gibt so wenige seines gleichen. Aber gut, daß wir ihn hatten haben dürfen.
Struck - war das nicht der, der unsere deutsche freiheit nicht am hindukusch verteidigen wollte? Der damit mutwillig einen nicht enden wollenden dauerkrieg irgendwo im nirgendwo vom zaun brach, der hunderten von afghanen und dutzenden von deutschen das leben und die gesundheit kostet(e)? - Wofür wieder millionen von steuergeldern verbrannt wurden und werden? Der damit der beschaulichen sandkasten-pfadfinder-"armee" der bonner republik ihren sehnlichsten wunsch erfüllte, wieder mal richtig krieg führen zu können, mit richtigem kriegsgerät, orden und allem militärischem brimborium, den man sich seit dem verlorenen 2. weltkrieg so ungewollt verkneifen musste? Der zu verantworten hat, dass in Afghanistan zwar zwei oder drei brunnen gegraben und zwei oder drei mädchenschulen gegründet wurden - aber gleichzeitig der anbau von haschisch und opium unter den sehenden (!) augen des militärs fröhliche urstände feiert? (wahrscheinlich zur besonderen freude des einfachen soldaten vor ort ...) - und das ganze im namen der bekämpfung eines al'qaida-terrorismus, von dem es inzwischen allgemeingut ist, dass der von der CIA / dem westen selbst künstlich herangezüchtet wurde ... Struck war ein perfider erfüllungsgehilfe eines perfiden systems, das schlicht mörderisch ist. Aber wenn ich mich recht erinnere fiel es auch in seine ministerzeit, dass man hierzulande Tucholski meinung, was soldaten sind, nicht mehr ungestraft wiedergeben darf.
hanswolfgangsieger 20.12.2012
3. Freiheit
Zitat von autocratorStruck - war das nicht der, der unsere deutsche freiheit nicht am hindukusch verteidigen wollte? Der damit mutwillig einen nicht enden wollenden dauerkrieg irgendwo im nirgendwo vom zaun brach, der hunderten von afghanen und dutzenden von deutschen das leben und die gesundheit kostet(e)? - Wofür wieder millionen von steuergeldern verbrannt wurden und werden? Der damit der beschaulichen sandkasten-pfadfinder-"armee" der bonner republik ihren sehnlichsten wunsch erfüllte, wieder mal richtig krieg führen zu können, mit richtigem kriegsgerät, orden und allem militärischem brimborium, den man sich seit dem verlorenen 2. weltkrieg so ungewollt verkneifen musste? Der zu verantworten hat, dass in Afghanistan zwar zwei oder drei brunnen gegraben und zwei oder drei mädchenschulen gegründet wurden - aber gleichzeitig der anbau von haschisch und opium unter den sehenden (!) augen des militärs fröhliche urstände feiert? (wahrscheinlich zur besonderen freude des einfachen soldaten vor ort ...) - und das ganze im namen der bekämpfung eines al'qaida-terrorismus, von dem es inzwischen allgemeingut ist, dass der von der CIA / dem westen selbst künstlich herangezüchtet wurde ... Struck war ein perfider erfüllungsgehilfe eines perfiden systems, das schlicht mörderisch ist. Aber wenn ich mich recht erinnere fiel es auch in seine ministerzeit, dass man hierzulande Tucholski meinung, was soldaten sind, nicht mehr ungestraft wiedergeben darf.
Ich frage mich wie du deinen Kommentar meinst. Der Herr Struck war und wird ein beliebter Politiker oder besser gesagt Mensch bleiben. Dein nebulöser Kommentar sagt sehr viel über deine Gesinnung aus.
wyda31 20.12.2012
4. Ich bitte sehr um Entschuldigung...
Zitat von sysopREUTERSMit militärischen Ehren wird die Bundeswehr den verstorbenen Peter Struck verabschieden. Die Truppe plant derzeit mit der Familie des früheren Verteidigungsministers die Beerdigung. Zur Trauerfeier werden neben anderen Top-Politikern auch Kanzlerin Merkel erwartet. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/verstorbener-ex-minister-struck-erhaelt-ehrengeleit-der-bundeswehr-a-874134.html
aber ich kann nur sehr schwer um jemand trauern, der selbst mehrere Jahre nach erstem Herzinfarkt und Schlaganfall ganz offensichtlich sich schon vor langer Zeit "vom Leben verabschiedet hat", indem er weiter gesundheits- und lebensgefährdend lebte. Ältere Männer auf teuren Böcken, wahrscheinlich alle mit Betablockern und Blutdrucksenkern im Gepäck, wirken doch nur reichlich lächerlich. Und Sprüche wie "'Mögliches Einsatzgebiet für die Bundeswehr ist die ganze Welt" oder "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt" sind einfach nur unterirdisch. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern!
petromax 20.12.2012
5.
Zitat von autocratorStruck - war das nicht der, der unsere deutsche freiheit nicht am hindukusch verteidigen wollte? Der damit mutwillig einen nicht enden wollenden dauerkrieg irgendwo im nirgendwo vom zaun brach, der hunderten von afghanen und dutzenden von deutschen das leben und die gesundheit kostet(e)? - Wofür wieder millionen von steuergeldern verbrannt wurden und werden? Der damit der beschaulichen sandkasten-pfadfinder-"armee" der bonner republik ihren sehnlichsten wunsch erfüllte, wieder mal richtig krieg führen zu können, mit richtigem kriegsgerät, orden und allem militärischem brimborium, den man sich seit dem verlorenen 2. weltkrieg so ungewollt verkneifen musste? Der zu verantworten hat, dass in Afghanistan zwar zwei oder drei brunnen gegraben und zwei oder drei mädchenschulen gegründet wurden - aber gleichzeitig der anbau von haschisch und opium unter den sehenden (!) augen des militärs fröhliche urstände feiert? (wahrscheinlich zur besonderen freude des einfachen soldaten vor ort ...) - und das ganze im namen der bekämpfung eines al'qaida-terrorismus, von dem es inzwischen allgemeingut ist, dass der von der CIA / dem westen selbst künstlich herangezüchtet wurde ... Struck war ein perfider erfüllungsgehilfe eines perfiden systems, das schlicht mörderisch ist. Aber wenn ich mich recht erinnere fiel es auch in seine ministerzeit, dass man hierzulande Tucholski meinung, was soldaten sind, nicht mehr ungestraft wiedergeben darf.
Sie scheinen zu vergessen, wer diesen Krieg eigentlich "vom Zaun gebrochen hat": Krieg in Afghanistan seit 2001: Dazu gingen die USA in Afghanistan ein Bündnis mit der Anti-Taliban-Allianz der Vereinigten Front ein, deren Truppen am 7. Oktober 2001 mit US-Luftunterstützung die Stellungen der Taliban angriffen. Diese Phase des Krieges endete mit der Eroberung der Hauptstadt Kabul und der Provinzhauptstädte Kandahar und Kunduz im November und Dezember 2001 durch die Vereinigte Front. Es folgte die Einsetzung einer Interimsregierung unter Präsident Hamid Karzai auf der parallel stattfindenden ersten Petersberger Afghanistan-Konferenz. Zum Schutz dieser Regierung und zur Unterstützung des Wiederaufbaus wurde durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Dezember 2001 eine von NATO-Staaten und mehreren Partnerländern gestellte Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe (International Security Assistance Force, ISAF) mandatiert... (http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Afghanistan_seit_2001) Deutschland ist NATO-Mitglied. Also hat Struck nur seine Pflicht getan, wie es seine Art war. Ohne großes Tamtam, ohne großes Aufsehen.
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