Bundeswehrreform De Maizière trotzt Kritikern

Die Mehrzahl der Bundeswehr-Führungskräfte ist mit der Streitkräftereform unzufrieden. Doch Verteidigungsminister Thomas de Maizière hält eisern an seiner Neuerung fest.

Verteidigungsminister de Maiziere: "Die Richtung stimmt"
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Verteidigungsminister de Maiziere: "Die Richtung stimmt"


Berlin - Der Bundeswehrverband ist unzufrieden mit der Streitkräftereform von Thomas de Maizière. Dennoch lehnt der Verteidigungsminister einen Kurswechsel ab. "Die Richtung stimmt", sagte er am Montag in Berlin.

Der CDU-Politiker wies eine zentrale Forderung des Bundeswehrverbandes zurück. Die Truppe hatte 10.000 neue Stellen gefordert, um Personalengpässe zu überbrücken. De Maizière sagte, vorübergehende Personallücken würden anderweitig ausgeglichen: Zeitsoldaten sollten länger verpflichtet werden.

Der Bundeswehrverband hatte zuvor eine Studie vorgestellt, nach der drei von vier Führungskräften der Bundeswehr einen großen Nachbesserungsbedarf bei der Reform sehen. Verbandschef Ulrich Kirsch hatte die Unzufriedenheit vor allem auf Personalengpässe zurückgeführt. "Die Bundeswehr steht kurz vor der Implosion", sagte er. Doch wie der Verteidigungsminister lehnt Kirsch eine Reform der Reform grundsätzlich ab.

Die Neuerung gilt als eine der umfassendsten Umstrukturierungen der Bundeswehr seit ihrer Gründung. Die tiefgreifendste Veränderung war die Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011. Die Truppenstärke von einst 250.000 Soldaten soll auf höchstens 185.000 reduziert werden. Die Zahl der Zivilbeschäftigten sinkt von 76.000 auf 55.000.

kha/dpa

insgesamt 7 Beiträge
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george2013 25.06.2013
1. Jetzt lasst ihn doch auch noch...
Jetzt lasst ihn doch auch noch - die schönsten Dinge versprechen. Das tut er im Auftrag seiner Kanzlerin. Die gerade Milliarden unters Volk wirft - die sie nicht hat. Aber darauf hofft, dass die Menschen ihr diese "Versprechen" abnehmen. Da läuft etwas gewaltig schief im Staate Deutschland. Und die SPD ist wie immer zu doof, diese Dinge zu thematisieren. Aber, stopp: Denkfehler !! Die Sozis wollen ja Junior-Partner werden in Merkels neuem Kabinett. Deshalb auch nur eine halblebige Kritik an diesen irrwitzigen Wahlversprechen dervUnion.
Mesi0013 25.06.2013
2. Bundeswehr ineffizienteste Armee Europas
Nach einer Studie der Europäischen Verteidigungagentur ist die Bundeswehr -mit Abstand(!)- die ineffizienteste Armee Europas. Hier gibt es noch gewaltiges Sparpotenzial. Ich habe selbst bei einer Wehrübung vor Kurzem erlebt, es gibt immer noch Soldaten wie den Ballwart, den ganzen Taf warten und rumsitzen, dass vielleicht jemand den Ball abholt- unglaublich. Alleine schon bei den unfähigen Beschaffern im Ministerium und bei der Truppe kann man bedenkenlos Stellen streichen. Die Bundeswehr mit der besten Armee Europas verglichen würde bedeuten, dass man sie auf eine Größe von rund 70.000 Dienstposten reduzieren könnte, ohne merkliche Einbußen. Was hier in den Zahlen nicht auftaucht sind Spiegeldienstposten, also Wehrübende Reservisten; hier haben wir wieder ein aufgeblähtes System, 'verdeckte' und getarnte Stellen durch Wehrübende zu Lasten des Steuerzahlers. Als Demokrat und Steuerzahler sage ich: STOPPT endlich den Wahnsinn!
diplommaurer 25.06.2013
3. Bitte nicht nachgeben
Staatsdiener haben mit die besten Interessensvertreter. In der Verwaltung von Staat und Bundeswehr gibt es jedoch viel Ineffizienz und Viele, die noch Leistungsreserven haben. Jeder Staatsdiener mehr kostet sehr viel Geld, dass in der Realwirtschaft zusätzlich unter härteren Bedingungen erarbeitet werden muss.
xxbigj 25.06.2013
4. optional
Für de Maiziere ist die Richtung noch nicht klar! Rücktritt wird kommen oder die Regierung hat jemanden bestochen weil es zudem rechtwiedrig ist hunderte Millionen zu vernichten!
karuso 25.06.2013
5. optional
Umstrukturierungen ist sinnvoller als Neueinstellungen. Aus 6 mach 2. Hat sich in der der normalen Arbeitswelt auch rentiert. Fragt sich nur für wen. Aber,wir sind auf dem besten Weg, weiter so!
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