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18. Dezember 2013, 18:12 Uhr

Ministerin von der Leyen

Tagesbefehl mit Drei-Punkte-Plan

Es ist der erste Tagesbefehl der neuen Verteidigungsministerin, und er geriet sehr grundsätzlich. Ursula von der Leyen will die Bundeswehr zu einer modernen und schlagkräftigen Truppe mit breitem Rückhalt in der Bevölkerung machen. Die Bevölkerung zieht noch nicht so richtig mit.

Berlin - Drei Aufgaben definierte die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Mittwoch in ihrem ersten Tagesbefehl als zentrale Ziele: "Wir werden verlässlich unsere sicherheitspolitische Verantwortung erfüllen, die Neuausrichtung der Bundeswehr mit Umsicht und Augenmaß vorantreiben und nicht zuletzt die Bundeswehr breit in der Gesellschaft verankern."

Der Dienst in der Bundeswehr verdiene große Wertschätzung, betonte von der Leyen. "Dafür will ich alles tun, was in meinen Kräften steht." Die Bundeswehrreform, die vor drei Jahren angestoßen wurde, bringe erhebliche Belastungen für die Soldaten und ihre Familien mit sich. "Auch diese Dimension der Neuausrichtung habe ich im Blick", schrieb sie weiter.

Ihrem Vorgänger Thomas de Maizière dankte von der Leyen für seine Arbeit: "Er hat der Bundeswehr in Politik und Gesellschaft ein glaubwürdiges Gesicht gegeben - auch an Orten, wo die Bundeswehr bisher nicht präsent war."

Jeder zweite Befragte ist unzufrieden

In der Gesellschaft genießt von der Leyen in ihrer neuen Rolle nicht allzu großen Zuspruch: Jeder Zweite äußerte sich in einer Umfrage unzufrieden mit dem Wechsel ins Verteidigungsressort. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov halten 48 Prozent diese Wahl für schlecht und nur 30 Prozent für gut. Dass erstmals eine Frau das Kommando über die Bundeswehr übernimmt, findet allerdings nahezu die Hälfte der Befragten (48 Prozent) gut.

Nur 34 Prozent meinen dagegen, den Job sollte wie bisher ein Mann machen. Von den befragten Frauen finden 29 Prozent, die Leitung des Verteidigungsministeriums sollte eine Männerdomäne bleiben. Den Sprung vom Verteidigungsministerium ins Kanzleramt trauen von der Leyen nur 30 Prozent zu. 50 Prozent meinen, der 55-Jährigen fehlen die Fähigkeiten dazu.

Von den 15 Ministern im neuen Kabinett hat Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) das größte Vertrauen der Befragten. Frank-Walter Steinmeier (SPD) kommt auf 60 Prozent Zustimmung. Nur von der Leyen und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) werden von mehr Befragten als ungeeignet für ihren Job eingestuft.

Am Dienstag war von der Leyen in ihrem neuen Amt mit militärischen Ehren begrüßt worden. Sie übernahm das Ministerium am Bendlerblock in Berlin von ihrem Parteifreund Thomas de Maizière.

vek/dpa

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