Vor Bundesparteitag Junge Union fordert Erneuerung der CDU

Geht es nach der Jungen Union, muss die CDU offener werden. Es sei heute egal, »wo du geboren wurdest, wo du herkommst«, so Tilman Kuban. Dies müsse die Partei anerkennen, sagte der Chef der Nachwuchsorganisation.
Tilman Kuban und Friedrich Merz

Tilman Kuban und Friedrich Merz

Foto: INA FASSBENDER / AFP

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, hat die CDU vor dem Bundesparteitag zur Erneuerung gemahnt. »Wir werden jetzt wieder Substanz gewinnen müssen«, sagte Kuban dem Redaktionsnetzwerk Deutschland  (RND).

Bei der Bundestagswahl 2025 müsse die Partei konkrete Projekte liefern können. Der Fokus dürfe nicht darauf liegen, lauten Minderheiten in Deutschland das Feld zu überlassen, sondern der klare Fokus müsse auf die Mehrheit gerichtet sein.

»Dass sich diese Mehrheit auch verändert, dass es heute egal ist, wo du geboren wurdest, wo du herkommst, was du glaubst oder auch, wen du liebst – das ist etwas für die CDU, was sie anerkennen muss«, sagte Kuban. »So wie das in Amerika von Barack Obama erkannt worden ist, hat sich auch in Deutschland die Gesellschaft verändert. Das muss die CDU anerkennen, am Ende nicht Politik für laute Minderheiten machen, sondern für eine breite Mehrheit. Das ist Aufgabe einer Volkspartei.«

Erneuerung auch außenpolitisch notwendig

Außen- und wirtschaftspolitisch forderte Kuban ebenfalls neue Akzente von seiner Partei: »Der Dreiklang zu glauben, dass wir unsere Sicherheit aus den USA ziehen können, unsere Energie aus Russland und unsere Maschinen in China verkaufen können – das ist vorbei«, sagte er. Vor diesem Hintergrund wünsche sich Kuban auch »von der CDU ein klares Signal«.

Der CDU-Parteitag findet am Freitag und Samstag in Hannover statt. In Niedersachsen wird Anfang Oktober ein neuer Landtag gewählt.

col/dpa
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