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16. September 2013, 12:30 Uhr

Wählerwanderung

CSU nimmt Liberalen 110.000 Stimmen ab

Von und (Grafik)

Die CSU ist wieder da. Ihren Triumph verdanken die Christsozialen Zehntausenden Stimmen von ehemaligen Nichtwählern und FDP-Anhängern. Die Liberalen verlieren nach Analysen von Demoskopen 110.000 Stimmen an die Seehofer-Partei. Die Wählerwanderung im grafischen Überblick.

München/Hamburg - Schon kurz nach den ersten Wahlprognosen ließ sich CSU-Parteichef Horst Seehofer im Landtag feiern. "Jeder zweite Bayer hat uns gewählt", rief er seinen jubelnden Anhängern zu. "Wir sind wieder da", so seine Analyse des Ergebnisses - die CSU hat ihre absolute Mehrheit zurück. Das Ergebnis der Landtagswahl von 2008 sei damit vergessen, sagte der bayerische Ministerpräsident. Er meinte das Debakel der Christsozialen vor fünf Jahren, als sie massive Verluste erlitten. Das ist nun Geschichte: Die CSU kann wieder allein - ohne FDP - regieren.

Ihr starkes Abschneiden bei der Landtagswahl verdanken die Christsozialen insbesondere zwei Faktoren. Das zeigen Analysen der Meinungsforscher von Infratest dimap im Auftrag der ARD auf Grundlage des vorläufigen amtlichen Endergebnisses:

Wohin strömten die Nicht- und Wechselwähler? Welches Lager stimmte für wen? Klicken Sie auf die Grafik, um die Zuwächse und Verluste der Parteien zu sehen.

Dass sich das Lager der Wahlverweigerer in Bayern verkleinert hat, ist ein Erfolg angesichts der seit Jahren sinkenden Wahlbeteiligung in Deutschland. Sie lag im Freistaat mit 64,5 Prozent deutlich höher als vor fünf Jahren, damals waren es nur 57,9 Prozent. An der positiven Entwicklung bei dieser Abstimmung hat auch die SPD ihren Anteil, sie brachte 110.000 ehemalige Nichtwähler zurück an die Urne. SPD-Herausforderer Christian Ude wertete dies als "Trendwende" für seine Partei.

Die SPD erreichte nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 20,6 Prozent - im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl ist das ein Plus von zwei Prozentpunkten. Die CSU lag bei 47,7 Prozent. Das entspricht einem Plus von 4,2 Prozentpunkten. Die FDP verlor dagegen 4,7 Prozentpunkte, sie bekam 3,3 Prozent. Die Liberalen fliegen damit aus dem Landtag.

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