Wahl des Bundespräsidenten Kohl macht sich für FDP stark

Bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten möchte Helmut Kohl ein gewichtiges Wort mitreden. Der Altkanzler unterstütze einen FDP-Kandidaten als Nachfolger von Johannes Rau, meldet die "Passauer Neue Presse".


Helmut Kohl
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Passau - Die Liberalen seien der einzig denkbare Koalitionspartner der Union, wird der CDU-Politiker Kohl in der Zeitung zitiert, die sich auf Informationen aus Kreisen der Unions-Bundestagsfraktion beruft. Es sei daher im Interesse von CDU und CSU, die FDP zu stabilisieren. Die Wahl eines liberalen Bundespräsidenten könne dazu beitragen.

In der CSU-Führung werde eine Zustimmung der Union zu einem FDP-Kandidaten jedoch für unwahrscheinlich gehalten, heißt es weiter in dem Bericht. Zum einen sei die CDU-Vorsitzende Angela Merkel nicht stark genug, um den Verzicht ihrer Partei auf eine derartige Spitzenposition durchzusetzen. Dies würde ihr als Schwäche ausgelegt. Zum anderen sei in der Union unvergessen, dass die FDP im Bundestagswahlkampf 2002 sich bis zum Schluss einer Koalitionsaussage verweigert habe.

In der Union werden bislang Wolfgang Schäuble die besten Chancen für eine Kandidatur eingeräumt.



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