Mecklenburg-Vorpommern Uno-Kommissar nennt Wahlergebnis paradox

Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern löst ein bundespolitisches Beben aus, jetzt meldet sich sogar die Uno zu Wort.

Uno-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi
DPA

Uno-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi


Das Wahlergebnis von Mecklenburg-Vorpommern sorgt selbst bei der Uno für Stirnrunzeln. Flüchtlingskommissar Filippo Grandi hat den Ausgang der Landtagswahl als paradox bezeichnet. "Mit einer Propaganda von bestimmten politischen Seiten, die die Flüchtlingskrise ausnutzt, gewinnt man sicher Stimmen", sagte er der italienischen Zeitung "La Repubblica". Aber "das Bundesland, in dem gewählt wurde, hat die wenigsten Flüchtlinge und das beste Wirtschaftswachstum".

"Es scheint also seltsam, dass es hier funktioniert hat, Flüchtlinge als Feinde darzustellen", wird Grandi weiter zitiert. Kanzlerin Angela Merkel habe bisher einen pragmatischen und humanitären Ansatz in der Flüchtlingskrise gehabt. "Um eine Leitperson zu sein, muss man die Ängste der Bürger anerkennen und in der Lage sein, diese zu steuern, während man an einer größeren Vision festhält", sagte er.

In Mecklenburg-Vorpommern hatte die rechtspopulistische AfD mehr Stimmen als die CDU von Merkel geholt.


Videoanalyse: "AfD-Wähler sind Rassisten"

SPIEGEL ONLINE


als/dpa

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