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31. August 2019, 10:41 Uhr

Wahl-O-Mat 2019

Wen Sie in Brandenburg wählen wollen

Brandenburg entscheidet am 1. September über die künftigen Machtverhältnisse im Landtag. Der Wahl-O-Mat sagt Ihnen, welche Partei am ehesten Ihre Ansichten vertritt.

Verlieren Ministerpräsident Dietmar Woidke und seine SPD in Brandenburg womöglich doch nicht ganz so viele Stimmen wie zwischenzeitlich prognostiziert? Die Umfragedaten des SPON-Wahltrends haben vor der Landtagswahl am Sonntag zuletzt jedenfalls einen Aufwärtstrend des Amtsinhabers verzeichnet.

Die Sozialdemokraten lagen in den vergangenen Tagen erstmals seit Mitte Juni wieder mit der AfD gleichauf - und könnten mit rund 20 Prozent wieder stärkste Kraft werden. Über AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz hatte zudem zuletzt der SPIEGEL aufgedeckt, dass er 2007 an einer rechtsextremen Demonstration in Athen teilnahm. Woidke sagte, Kalbitz stecke "tief im braunen Sumpf".

Seit 1990 ist die SPD in Brandenburg stärkste Kraft und stellt immer den Regierungschef. Die inzwischen zehnjährige Kooperation mit der Linken als Koalitionspartner würde Woidke dabei gerne fortsetzen. "Es war eine sehr angenehme und sehr gute Zusammenarbeit", bilanzierte er jüngst. Die mitregierende Linke lag mit 15,5 Prozent zuletzt vor den Grünen, die auf knapp 15 Prozent abrutschten.

Dass es wieder zu einem rot-roten Bündnis reicht, darf trotz Aufholjagd bezweifelt werden. Schließlich war die SPD bei der Wahl 2014 noch auf mehr als 31 Prozent gekommen, die Linke auf mehr als 20. Um den dritten Platz wird bei der Wahl neben Linken und Grünen nun auch die CDU konkurrieren - hinter AfD und SPD. Ebenfalls gute Chancen auf einen Einzug in den neuen Landtag haben Freie Wähler und die FDP, wobei letztere im SPON-Wahltrend bei etwa fünf Prozent landete.

Gut möglich, dass SPD und Linke nach der Wahl versuchen werden, ein Dreierbündnis mit den Grünen zu schmieden. Hierfür stellte die Partei zuletzt bereits Bedingungen auf. "Keine neuen Tagebaue, das ist unsere rote Linie", sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock beim Wahlkampfabschluss ihrer Partei in Potsdam. Mit der SPD, so Baerbock, könnte es beim Klimaschutz "massiv schwer" werden. Auch über andere Bündnisse wie eine Simbabwe-Koalition aus SPD, CDU, Grünen und FDP wird bereits diskutiert.

Die Parteien streiten außer über den Zeitpunkt des Kohleausstiegs auch über Bildung, Grenzkontrollen an der polnischen Grenze, die finanzielle Beteiligung am Flughafen BER und das bedingungslose Grundeinkommen. Sie buhlen um die Gunst von rund zwei Millionen Wähler.

Sie können testen, welche der elf zur Wahl zugelassenen Parteien am ehesten Ihre politischen Ansichten vertritt: mit dem Wahl-O-Mat des SPIEGEL sowie der Bundeszentrale und der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

Zu insgesamt 38 Thesen können Sie sich positionieren, per Klick können Sie zustimmen, ablehnen oder passen. Am Ende können Sie Antworten auch noch gewichten, wenn Ihnen eine Frage besonders wichtig ist. Dann zeigt der Wahl-O-Mat, welche Parteien Ihrer Position am nächsten stehen.

Machen Sie den Test und vergleichen Sie Ihre Standpunkte mit den Antworten der Parteien:

mho/apr

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