Wahl-Umfrage Union in Hessen und Niedersachsen weiter in Führung

Zweieinhalb Wochen vor den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen liegt die Union in beiden Bundesländern in den Meinungsumfragen vorn. Obwohl die SPD leicht zulegen konnte, würde es derzeit sowohl in Hessen als auch in Niedersachsen zu einer schwarz-gelben Regierung reichen.


Spitzenkandidat Christian Wulff, Niedersachsen: Wechsel nach 13 Jahren SPD-Regierung?
DPA

Spitzenkandidat Christian Wulff, Niedersachsen: Wechsel nach 13 Jahren SPD-Regierung?

Hannover - Nach Angaben des Forsa-Instituts käme die FDP momentan in beide Landtage, so dass die CDU in Niedersachsen zusammen mit den Liberalen die Regierung von Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) ablösen würde. In Hessen hätte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) mit der FDP die absolute Mehrheit im Parlament. In der zwischen dem 6. und 10. Januar unter 1003 befragten Menschen in Hessen und 1027 Befragten in Niedersachsen erhobenen und im "Stern" veröffentlichten Umfrage legte die SPD zwar sowohl in Hessen als auch in Niedersachsen leicht zu, doch diese Gewinne wurden durch Verluste bei den Grünen kompensiert.

In Hessen legte die CDU im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 48 Prozent zu. Die Sozialdemokraten liegen derzeit bei 33 Prozent und legten damit ebenfalls einen Prozentpunkt zu. Die Grünen fielen dagegen um zwei Punkte auf zehn Prozent. Die FDP würde fünf Prozent der Wählerstimmen erhalten. CDU und Liberale könnten mit zusammen 53 Prozent ihre derzeitige Koalition fortsetzen.

In Niedersachsen steht die Regierung von Ministerpräsident Sigmar Gabriel weiterhin auf der Kippe: Wäre jetzt Wahl käme die CDU Forsa zufolge unverändert auf 46 Prozent, die SPD verbesserte sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 37 Prozent. Die Grünen verschlechtern sich um einen Prozentpunkt auf neun Prozent. Die FDP, die 1998 den Einzug in den Landtag knapp verfehlte, würde diesen mit unverändert fünf Prozent diesmal gerade schaffen.

Die Grünen sinken auch auf Bundesebene in der Wählergunst. Wäre jetzt Bundestagswahl, würden sich zehn Prozent der Wähler für die Grünen entscheiden. Vergangene Woche waren es noch elf Prozent. Die Union bliebe unverändert bei 47 Prozent, die SPD bei 31 Prozent und die FDP bei fünf Prozent. Die PDS verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf vier Prozent.



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