Hochrechnungen bei Landtagswahlen CDU gewinnt in Sachsen, SPD in Brandenburg vorn

Die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg galten als Richtungsentscheidungen. Nach ersten Hochrechnungen gelingt es der AfD nicht, an den Regierungsparteien CDU und SPD vorbeizuziehen.
Bisherige Amtsinhaber: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (l., CDU), Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (r., SPD)

Bisherige Amtsinhaber: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (l., CDU), Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (r., SPD)

Foto: Robert Michael/ DPA

Die Parteien der Ministerpräsidenten in Sachsen und Brandenburg sind ersten Hochrechnungen zufolge auch weiterhin stärkste Kraft. In Sachsen erhielt die CDU um den bisherigen Amtsinhaber Michael Kretschmer laut ZDF 33,1 Prozent (Stand: 19.26 Uhr). Die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke liegt nach aktueller ZDF-Hochrechnung in Brandenburg bei 26,4 Prozent (Stand: 19.28 Uhr).

Beide Parteien mussten in ihren Ländern laut der ersten Prognose aber deutliche Verluste hinnehmen. Die AfD legte dagegen in Sachsen und Brandenburg zu.

In Sachsen konnten die Rechtspopulisten mit 28,1 Prozent ihr bislang bestes Resultat bei einer Landtagswahl erzielen, wie die jüngste ZDF-Hochrechnung zeigt. Die bisher mit der CDU regierende SPD rutschte mit 7,6 Prozent auf ein Rekordtief bei einer Landtagswahl, Grüne erhalten 8,3 und die Linkspartei 9,9 Prozent. Die FDP muss um den Einzug in den Dresdner Landtag zittern (mehr zu den ersten Prognosen für Sachsen lesen Sie hier).

Koalitionen ohne Mehrheit

In Brandenburg ist die AfD laut ARD-Hochrechnung mit 24,4 Prozent zweitstärkste Partei. Die CDU landete mit Abstand auf Platz drei und kommt demnach auf 15,5 Prozent. Die mit der SPD regierende Linke rutschte auf 10,4 Prozent ab. Die Grünen legen auf 9,9 Prozent zu. Die FDP und die BVB/Freien Wähler müssen um den Einzug in den Potsdamer Landtag bangen (mehr zu den ersten Prognosen für Brandenburg lesen Sie hier).

In Sachsen müsste sich CDU-Ministerpräsident Kretschmer nach derzeitigem Stand gemeinsam mit dem bisherigen Koalitionspartner SPD eine dritte Partei suchen, um mit einer Mehrheit regieren zu können.

Ähnlich sieht es in Brandenburg aus: Aktuell würde es für das bisherige rot-rote Bündnis um Ministerpräsident Woidke (SPD) nicht für eine Mehrheit reichen. Sie müssten sich ebenfalls um einen dritten Koalitionspartner bemühen.

In beiden Bundesländern stieg die Wahlbeteiligung: In Sachsen stimmten 65 Prozent der Wahlberechtigen ab (2014: 49,1 Prozent), in Brandenburg waren es 59 Prozent (2014: 47 Prozent).

mho/jat/dpa
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