Mögliche Regierungsbeteiligung FDP erhebt Anspruch auf Finanzministerium

Bereits vor der Wahl beginnt das Geschacher um Ministerposten. Die FDP will im Fall einer Regierungsbeteiligung den Finanzminister stellen. Die Union lehnt die Forderung ab.
FDP-Chef Christian Lindner

FDP-Chef Christian Lindner

Foto: ODD ANDERSEN/ AFP

Sechs Tage vor der Bundestagswahl kommt aus der FDP die Forderung, im Fall einer Regierungsbeteiligung den Finanzminister zu stellen. Vorstandsmitglied Alexander Hahn sagte der "Bild"-Zeitung: "Die FDP sollte in keine Regierung eintreten, in der sie nicht den Finanzminister stellt. Nur so können zentrale Wahlversprechen wie eine bessere Finanzierung der Bildung und eine Reform des Steuersystems gewährleistet werden."

Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU) sagte der Zeitung zu dem Vorstoß: "Wir haben in Wolfgang Schäuble einen exzellenten Finanzminister. Deshalb sollte er auch nach der Wahl Bundesfinanzminister bleiben."

Die Liberalen haben gute Chancen, nach der Wahl am 24. September wieder in den Bundestag einzuziehen. In Meinungsumfragen liegen sie derzeit bei neun bis zehn Prozent. Als mögliche Regierungsbündnisse erscheinen derzeit Schwarz-Gelb, Schwarz-Gelb-Grün oder eine Fortsetzung der Großen Koalition möglich.

FDP-Chef Christian Lindner hat im Interview mit dem SPIEGEL offengelassen, ob er Minister im Falle einer Koalition würde. Aus der Partei heißt es, Lindner werde kein Minister, sondern Partei- und Fraktionschef sein.

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cte/dpa
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