Wahlkampf in Berlin Piratenpartei erhält Großspende

20.000 Euro hat die Piratenpartei nach SPIEGEL-Informationen als Spende eines IT-Unternehmens erhalten. Es ist die erste Großspende in der Geschichte der Partei.

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am kommenden Sonntag könnte der Piratenpartei erstmals der Einzug in ein Landesparlament gelingen: In einer Umfrage von Infratest dimap erreichte sie vergangene Woche 6,5 Prozent der Wählerstimmen.

Vergangene Woche hat die Piratenpartei als Spende des IT-Unternehmens Jurasoft AG 20.000 Euro erhalten. Die erste Firmengroßspende in der Geschichte der Partei ist für Bundesschatzmeister Rene Brosig der Beleg, "dass neben unseren Mitgliedern und Sympathisanten auch immer mehr Unternehmen die Ziele der Piratenpartei unterstützen".

Der stellvertretende Bundesvorsitzende Bernd Schlömer sieht im allgemein gestiegenen Spendenaufkommen einen Grund für diesen Erfolg: "Weil wir ein höheres Budget haben, konnten wir stärker auf klassische Wahlkampfmittel wie Plakatwerbung und Straßenstände setzen."

Wer sind die Piraten, die ins Parlament einziehen, falls sich die Umfragewerte bestätigen? Der durchschnittliche Pirat ist 31 Jahre alt, männlich, häufig Naturwissenschaftler - wie sehr entsprechen die Berliner Piraten dem Klischee? SPIEGEL ONLINE stellt die Piraten auf den oberen Listenplätzen vor, die sich anschicken, das Berliner Abgeordnetenhaus zu entern.


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