Wahlkampf Merkel zu weiterem TV-Streitgespräch bereit

Auf ein zweites TV-Duell mit Kanzler Schröder hat Angela Merkel zwar keine Lust. Die Unions-Kandidatin willigte aber in ein Fernseh-Streitgespräch der Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien ein. Dort wird allerdings Schröder fehlen.


Berlin - Die Gesprächsrunde soll am 25. August stattfinden und im ZDF ausgestrahlt werden. Merkel habe bereits zugesagt, dass sie für eine Diskussion "in größerer Runde" zur Verfügung stehe, sagte ZDF-Sprecher Walter Kehr. Neben Merkel haben demnach auch der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber, Grünen-Spitzenkandidat Joschka Fischer und FDP-Chef Guido Westerwelle ihre Teilnahme an der "Berliner Runde" bestätigt.

Für die SPD werde nicht Schröder, sondern Fraktionschef und Parteivorsitzender Franz Müntefering kommen, sagte SPD-Sprecher Lars Kühn.

Das TV-Duell zwischen Merkel und Schröder findet am 4. September statt. Es dauert 90 Minuten und wird zeitgleich von ARD, ZDF, RTL, und Sat.1 ab 20.30 Uhr übertragen. Merkel hatte ein zweites Duell mit dem Hinweis auf Zeitnot in dem anstehenden kurzen Wahlkampf abgelehnt.

Die privaten Hörfunksender wollen bundesweit einen "Radio-Gipfel" zwischen Schröder und Merkel ausstrahlen. Man habe den Wahlkampfbüros der beiden ein entsprechendes Angebot unterbreitet, sagte Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Organisation Radiozentrale, der "Süddeutschen Zeitung". Man sei "sehr optimistisch", dass es zu einem Duell via Radio komme. Die Konzeptpapiere würden "wohlwollend geprüft", sagte Kuckuck. Nach den derzeitigen Planungen sollen zwei Journalisten an einem Sonntagvormittag die zwei Politiker befragen.



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