Wahlprognose Forscherteam sagt Große Koalition voraus

Schwarz-Gelb wird nach der Prognose eines deutsch-amerikanischen Forscherteams bei den Bundestagswahlen erneut den Sieg verpassen. Die Wissenschaftler erwarten durch den Einzug der Linkspartei eine Patt-Situation, die die Bildung einer Großen Koalition notwendig mache.

Hamburg - Die Regierungsparteien sieht das Forscherteam bei 42 Prozent der Stimmen. Damit werde Rot-Grün die Mehrheit im Bundestag verlieren. Entgegen den aktuellen Meinungsumfragen erwarten die Wissenschaftler dennoch keine Mehrheit für eine mögliche Koalition aus Union und FDP. In ihrer Prognose, die heute von der Universität Mannheim veröffentlicht wurde, gehen sie davon aus, dass die Linkspartei auf rund acht Prozent der Stimmen kommt. Damit entstünde eine politische Patt-Situation, die eine große Koalition erfordere. Nach Angaben der Universität Mannheim hatten die Wissenschaftler das Ergebnis der Bundestagswahlen 2002 bis auf den Zehntelprozentpunkt genau vorher gesagt. Die aktuelle Prognose haben Thomas Gschwend von der Universität Mannheim und Helmut Norpoth von der Stony Brook University aus den USA aufgestellt. Sie basiert auf einem statistischen Modell, das den langfristigen Wählerrückhalt der Regierungsparteien und die Popularität des Kanzlers einbezieht.

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