Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Innenausschüsse tagen zu Fall Lübcke

Die Bundesanwaltschaft geht von einem "politischen Attentat" aus. Nun kommen auch die Innenausschüsse des Bundes und des Landes Hessen wegen des Mords an Walter Lübcke zusammen.

Das Konterfei von Walter Lübcke (CDU) bei einem Trauergottesdienst in Kassel
Swen Pförtner/DPA

Das Konterfei von Walter Lübcke (CDU) bei einem Trauergottesdienst in Kassel


Innenpolitiker des Bundestags sowie des hessischen Landtags befassen sich in Sondersitzungen mit dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Im Innenausschuss des Bundestags werden Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Generalbundesanwalt Peter Frank erwartet.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt in dem Fall und geht von einem rechtsextremistisch motivierten "politischen Attentat" aus. Die Sitzung ist nicht öffentlich. Auch der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, und der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, werden zu der Ausschusssitzung in Berlin erwartet.

Der CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni mit einer Schussverletzung im Kopf auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen bei Kassel entdeckt worden. Er starb wenig später im Krankenhaus.

Lübcke war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden. Er hatte sich 2015 auf einer Informationsveranstaltung gegen Schmährufe gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen. Der 45-jährige Stephan E. sitzt unter dringendem Tatverdacht in Untersuchungshaft.

Der Innenausschuss im hessischen Landtag trifft sich zu einer Sondersitzung. Laut einem SPD-Sprecher wurde Öffentlichkeit beantragt.

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asa/dpa



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