Weihnachtsgeld-Kürzungen CDU will differenzieren

Nun ist auch die CDU bereit, bei der geplanten Kürzung des Weihnachtsgeldes für Bundesbeamte Zugeständnisse zu machen. Man könne - je nach Besoldungsgruppe - unterschiedlich kürzen, lautet der Vorschlag. Zuvor hatten SPD-Politiker erklärt, noch sei nichts beschlossen.


Berlin - Von ihrem Sparziel will die Union auf keinen Fall abrücken. Eine Milliarde Euro soll die geplante Kürzung des Weihnachtsgeldes für Bundesbeamte bringen. Nach heftigem Protest der Betroffenen wird jetzt aber doch über Modifikationen des ursprünglichen Plans nachgedacht, wonach das Weihnachtsgeld pauschal halbiert werden sollte. Nun heißt es: "Selbstverständlich kann ich verstehen, dass man sagt, wir könnten noch Differenzierungen vornehmen, den höheren Dienst anders behandeln als den gehobenen oder mittleren", sagte der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach.

Entscheidend sei, dass das von der Koalition vereinbarte Sparziel bei den Verwaltungs- und Personalausgaben des Bundes 2006 erreicht wird. Er ergänzte: "Wir haben noch nicht die Details besprochen, aber wenn die Kürzung nicht im vollen Umfange erfolgt, dann müssen diejenigen, die das verlangen, sagen, wie sie denn mit anderen Mitteln das Sparziel von einer Milliarde Euro erreichen wollen."

Zuvor hatten SPD-Politiker erklärt, die angestrebte Halbierung des Weihnachtsgeldes für die über 450.000 Beamten und Pensionäre des Bundes sei noch nicht beschlossen. Auf die Frage, ob es sich bei den Sparplänen um Diskussionsvorschläge handele, antwortete SPD-Generalsekretär Hubertus Heil im ZDF: "Das ist so." Die Aufstellung des Haushalts 2006 beginne erst. Man müsse sehen, was bei den geplanten Einsparungen machbar sei. Ohne tiefgreifende Reformen werde man aber nicht vorankommen.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ludwig Stiegler hatte gesagt, im unteren Einkommensbereich könne nicht gelten, was für Staatssekretäre "durchaus möglich" erscheine. So sei auch eine Streichung des Weihnachtsgeldes für Wehr- und Zivildienstleistende noch nicht beschlossen.

Am Sonntag hatten Koalitionspolitiker erklärt, alle Beamten und Pensionäre des Bundes müssten ab 2006 auf die Hälfte ihres Weihnachtsgeldes verzichten. Für Zivil- und Wehrdienstleistende sollten Weihnachts- und Entlassungsgeld ganz wegfallen.

Der Deutsche Beamtenbund kündigte daraufhin eine bundesweite Protestaktion. DGB-Chef Michael Sommer kritisierte, mit dem Argument Sicherheit der Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst werde jetzt die "15. Sparrunde" in Deutschland eingeleitet. "Ich glaube, die Regierung ist gut beraten, da noch einmal den Interessenausgleich zu suchen", forderte er.

Der designierte Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) äußerte im ZDF Verständnis für die Proteste der Betroffenen. Er sagte mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung jedoch: "Es geht leider um Milliarden. Die muss man in vielen einzelnen Beträgen zusammensparen."



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SchwarzeMilch, 26.10.2005
1. Sparen
Hallo, ich denke, statt den Kohleabbau zu subventionieren, käme es günstiger die Kumpels mit Rente nach Hause zu schicken. Auch die Förderung regenerativer Energien ist ein Punkt - sicher ist sie wichtig, in ihrer Höhe aber häufig überzogen (über 40 Cent Förderung für eine Kilowattstunde Solarstrom). Neulich habe ich gelesen, dass viele Leute für das gleiche Kind mehrere Male Kindergeld kassieren, auch das könnte eine Quelle für Einsparungen sein. Die staatliche Förderung zur Selbständigkeit sollte als zinsgünstiges Darlehen gezahlt werden. Tabu sollte die Eigenheimzulage sein. Im Falle der Pendlerpauschale schlage ich eine Einzelfallprüfung vor. Übrigens - wer Politik diskussionswürdig findet, sollte diese Seite häufiger besuchen http://www.ideenkartell.de
Jochen Binikowski 26.10.2005
2.
1. Abschaffung der Auszahlung von Vorsteuerguthaben (betrügerische Mwst.-Karussellgeschäfte), macht ca. 5 - 8 Milliarden 2. Abschaffung der Verlustverrechnung zwischen verschiedenen Einkommensarten. 3. Abschaffung der Schiffs- Film und sonstigen Abschreibungs-Fonds. 4. Abschaffung der Abschreibung auf vermietete Immobilien. 5. Abschaffung der Absetzbarkeit von Luxus-Firmenwagen, Business- und First Class Flugtickets, Luxushotel Rechnungen usw. 6. Erhöhung der Einfuhrumsatzsteuer (nicht der Mwst.!) auf 25%. die Mehreinnahmen werden zur Reduzierung der Lohnnebenkosten verwendet. 7. Einführung einer umsatzabhängigen Mindeststeuer für Unternehmen, Vereine, Organisationen, Kirchen, Gewerkschaften, Verbände usw. von 2% der Gesamteinnahmen. Wird gegen die regulär gezahlten Steuern angerechnet. 8. Einführung einer PKW Vignette für alle Strassen in Höhe von 100 EURO pro Jahr oder 1 EURO pro Tag, bei gleichzeitiger Senkung der KFZ-Steuer um 100 EURO pro Jahr. Damit finanziert der ausländische Transitverkehr erstmals teilweise unsere Straßen. 9. Abschaffung des 7% Mwst. Satzes, Einführung eines Luxusgüter Mwst.-Satzes von 25%, die Mehreinnahmen werden zur Reduzierung der Lohnnebenkosten verwendet. So, nun habe ich leider keine Zeit mehr, es gibt da vermutlich noch mindestens 1.000 andere Punkte...
DJ Doena 26.10.2005
3.
Ich finde, wir sollten alle Subventionen - ausnahmslos alle - einfach mal für ein Jahr aussetzen. Natürlich wird jeder in der Bundesrepublik aufschreien, denn jeder bekommt irgendwie Subventionen der einen oder anderen Art. Da die Subventionen eine kalkulierbare größe sind, kann man im gleichen Maße die Steuern senken. Und nach einem oder zwei Jahren schaut man mal, was sich wrklich getan hat. Sicherlich werden mir jetzt einige vorwerfen, dass man in der Politik nichts einfach mal so probieren kann - aber ich sage, doch, kann man, schließlich hat reine Rumdoktorei am System in den letzten 20 Jahren nicht weitergeholfen.
Marian Wendt, 26.10.2005
4. Ausgaben zurück fahren - Einnahmen nicht erhöhen!!!
Hallo miteinander, ich finde es ist vor allem wichtig die Ausgaben strukturell zu senken. Zum Beispiel Senkung der Gehälter und Bezüge im öffwentlichen Dienst und Ämter vom Bundespräsidenten bis zum Sachbearbeiter um 5%. Senkung des Rentenzuschusses um 5%, was einer Rentenkürzung von 1,5% entspräche. 25% des Bundeshaushaltes sind Zuschüsse an die Rentenkasse. Eigenheimzulage nur an Familie mit Kindern. Stopp der Kohlesubevntionen. Wir sollten den Leuten nicht noch nehmen, sondern weniger geben. Bedeutet nämlich weniger Verwaltungsaufwand.
Oberkorn, 26.10.2005
5.
---Zitat von SchwarzeMilch--- Hallo, ich denke, statt den Kohleabbau zu subventionieren, käme es günstiger die Kumpels mit Rente nach Hause zu schicken. Auch die Förderung regenerativer Energien ist ein Punkt - sicher ist sie wichtig, in ihrer Höhe aber häufig überzogen (über 40 Cent Förderung für eine Kilowattstunde Solarstrom). Neulich habe ich gelesen, dass viele Leute für das gleiche Kind mehrere Male ... ---Zitatende--- Ich denke, Sie zielen auf das Richtige ab. Wenn man bestehende Gesetze konsequent zur Anwendung bringt, könnte sich die Einnahmenseite der öffentlichen Hand schon erheblich verbessern. Betriebsprüfungen beispielsweise sind je nach Unternehmensgrösse (fast) immer eine lohnende Sache und die eingesetzten Betriebsprüfer rechnen sich für das Finanzamt. Es gibt derer nur nicht genug, so daß eine GmbH mittlerer Grösse statistisch gesehen nur alle 15 Jahre geprüft werden kann. Ähnlich sieht es bei der Überprüfung von Menschen aus, die Transferleistungen beziehen und gegebenfalls parallel steuerpflichtigen Nebenjobs nachgehen. Bei den Kohlesubventionen sehe ich es ein bisschen anders. Ihre rechnung macht sicher Sinn, denn ein Arbeitsplatz in der STeinkohleindustrie wird derzeit mit rund 70.000 Euro pro Jahr subventioniert. Allerdings ist es für ein Land wie Deutschland, mit sehr wenig eigenen Energieressourcen, nicht unwichtig, sich in eine weitere Abhängigkeit von Engergielieferungen zu begeben. Also in jedem Fall nicht nur eine ökonomische sondern auch eine politische Betrachtung.
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