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30. Januar 2014, 18:30 Uhr

Tagesvorschau

Was Freitag wichtig wird

US-Außenminister Kerry trifft in Berlin mit Kanzlerin Merkel zusammen, Joachim Gauck eröffnet mit einer Grundsatzrede die 50. Münchner Sicherheitskonferenz, und Borussia Dortmund hofft in der Liga auf ein Ende der Negativserie - diese Themen werden am Freitag wichtig.

Kerry kommt

John Kerry ist auf dem Weg zur Münchner Sicherheitskonferenz, am Freitag legt er einen Zwischenstopp in Berlin ein. Dort wird er mit Kanzlerin Angela Merkel und seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier zusammentreffen. Die Visite ist seit langem geplant, Kerry wollte nur abwarten, bis sich die neue Bundesregierung gefunden hatte. Eine formelle Entschuldigung wegen der NSA-Spähaktionen darf die Kanzlerin allerdings auch diesmal nicht erwarten. Und der Wunsch der Deutschen nach einem förmlichen No-Spy-Abkommen mit den USA ist ebenfalls so gut wie aussichtslos.

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Sicherheitskonferenz in München: Kriege, Krisen und Konflikte

Zuerst spricht der Bundespräsident. Joachim Gauck eröffnet mit einer Grundsatzrede die Münchner Sicherheitskonferenz. Zum 50. Mal treffen sich dort Staats- und Regierungschef, Top-Militärs, Wissenschaftler und Manager. Unter Leitung des ehemaligen deutschen Diplomaten Wolfgang Ischinger diskutieren sie bis Sonntag über Krisenherde wie Syrien und Iran. Außerdem wird der Machtkampf in der Ukraine und der NSA-Spionageskandal eine wichtige Rolle spielen. Die Konferenz soll helfen, zerrüttetes Vertrauen zwischen den USA und den bespitzelten Verbündeten wieder herzustellen.

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Verbraucherpreise in der Euro-Zone

Zunehmend schwächer entwickeln sich die Preise für Waren und Dienstleistungen in der Euro-Zone - die Furcht vor der Deflation geht um. So schlimm wird es nicht kommen. Das Europäische Statistikamt gibt die vorläufigen Inflationszahlen für Januar bekannt. Experten rechnen mit einer Rate unter einem Prozent.

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Raketenpakt im Pub

Der britische Premierminister David Cameron mag mit dem EU-Ausstieg drohen, doch zugleich vertieft er die Zusammenarbeit mit dem alten Erzrivalen Frankreich: Auf einem bilateralen Gipfel in der englischen Grafschaft Oxfordshire werden Cameron und Frankreichs Staatspräsident François Hollande konkrete Details eines neuen Militärpakts bekanntgeben. Die beiden Atommächte wollen erstmals gemeinsam ein neues Raketenmodell für Kampfhubschrauber entwickeln. Beim Mittagessen in einem Pub wollen Cameron und Hollande zudem die Misstöne der vergangenen Monate vergessen machen: Im Unterhaus hatte der Tory den Sozialisten aus Paris mehrfach als abschreckendes Beispiel angeführt, um vor einer Labour-Regierung zu warnen.

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Dortmund unter Druck

Zum Auftakt des 19. Bundesliga-Spieltags muss Borussia Dortmund beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig antreten. Der BVB befindet sich in der Krise und wartet seit vier Ligaspielen auf einen Sieg. Im Kampf um die Champions League darf sich das Team von Trainer Jürgen Klopp eigentlich keinen Ausrutscher leisten, doch schon im Hinspiel (2:1) verlangte der Aufsteiger der Borussia alles ab. SPIEGEL ONLINE berichtet ab 20.30 Uhr live.

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Urteil gegen Badener Neonazi erwartet

Der Neonazi Florian S. fuhr im Oktober 2011 mit seinem Auto in eine Gruppe vermummter Antifa-Aktivisten, verletzte einen jungen Mann schwer. Vor dem Landgericht Freiburg wird am Freitag das Urteil in dem Fall erwartet. S., damals Mitglied der "Kameradschaft Südsturm Baden", beruft sich auf Notwehr. In einem ersten Prozess war er freigesprochen worden, der Bundesgerichtshof hatte die Entscheidung jedoch aufgehoben.

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Die Debatte des Tages: Motorola verkauft - eine gute Google-Entscheidung?

Ein Ausstieg nach kurzer Zeit: Erst 2011 hatte Google den Handy-Hersteller Motorola gekauft, jetzt verkaufte der Konzern seine Erwerbung an den chinesischen Konzern Lenovo. Google hatte für Motorola Mobility seinerzeit satte 12,5 Milliarden Dollar bezahlt, jetzt kamen dafür nur magere 2,91 Milliarden in die Kasse. Ein herber Verlust und eine teure Fehlspekulation oder aufgrund der gehaltenen Patente dennoch ein solider Coup? Fragen, die von der Userrunde im SPIEGEL-ONLINE-Forum lebhaft diskutiert werden.

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