Wiesbadener Landtag Erfahrung in Selbstauflösung


Wiebaden - Der hessische Landtag hat bislang zwei Mal seine Selbstauflösung beschlossen. 1983 zog das Parlament damit die Konsequenz aus dem Ergebnis der Landtagswahl vom September 1982: Die SPD und die erstmals vertretenen Grünen hatten zwar eine rechnerische Mehrheit, konnten sich jedoch nicht auf eine Koalition einigen. Am 23. März 1983 lehnten CDU und Grüne gemeinsam den von der nur noch geschäftsführend amtierenden Regierung unter Holger Börner (SPD) eingebrachten Etat ab. CDU und SPD setzten darauf hin am 4. August 1983 die Selbstauflösung des Landtags durch.

Aus den Neuwahlen vom 25. September 1983 gingen SPD und Grüne als Sieger hervor. Anfangs tolerierten die Grünen die SPD- Minderheitsregierung unter Holger Börner. Zwei Jahre später wurde aus der Allianz eine Koalition, die jedoch nach knapp 15 Monaten am Streit über die Atompolitik zerbrach. Am 17. Februar 1987 löste sich der Landtag - bei nur einer Enthaltung aus der SPD-Fraktion - abermals auf.



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