Wilde Ehe im Schloss Bellevue CSU-Politiker empfiehlt Gauck zu heiraten

Seit zwölf Jahren sind Joachim Gauck und Daniela Schadt ein Paar - ohne Trauschein. Der Präsidentschaftskandidat lebt zwar getrennt von seiner Ehefrau, geschieden ist er aber nicht. Das sorgt für Unmut: CSU-Familienpolitiker Norbert Geis fordert Gauck auf, seine Lebensverhältnisse zu ordnen.
Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela: Wochenendbeziehung ohne Trauschein

Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela: Wochenendbeziehung ohne Trauschein

Foto: dapd

Berlin - Wilde Ehe im Schloss Bellevue? Das ist eine Vorstellung, die nicht jedem in der CSU gefällt: Der CSU-Familienpolitiker Norbert Geis hat den Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, Joachim Gauck, aufgefordert, seine persönlichen Beziehungen zu klären. "Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird", sagte der Bundestagsabgeordnete der "Passauer Neuen Presse".

Gauck ist seit zwölf Jahren mit der Politik-Journalistin Daniela Schadt liiert. Sie lebt in Nürnberg. Die beiden führen eine Wochenendbeziehung. Die Dienstvilla des Bundespräsidenten in Berlin-Dahlem wird Schadt wohl zusammen mit Gauck beziehen. Seine Wahl am 18. März gilt als sicher, er ist der Konsens-Kandidat von Union, FDP, SPD und Grünen.

Vor zwei Jahren, im Wahlkampf um das Bundespräsidentamt gegen Christian Wulff (CDU), hatte Gauck eine schnelle Heirat ausgeschlossen, "eine spätere nicht unbedingt". Nach Bekanntwerden seiner Kandidatur wird nun wieder über eine Hochzeit von Gauck und Schadt spekuliert. Dazu müsste Gauck sich allerdings erst von der Mutter seiner vier Kinder scheiden lassen. Von ihr lebt er seit 1991 getrennt.

heb/dpa
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