Absage an Rot-Rot-Grün Kretschmann will Grüne als Wirtschaftspartei

Ökologie und digitale Revolution - das funktioniert für Winfried Kretschmann nur mit einer wirtschaftsnahen Politik. Im "Handelsblatt" hat der Ministerpräsident zudem ein Bündnis mit der Linken abgelehnt.
Ministerpräsident Kretschmann: Öko-Themen mit Wirtschaft vereinen

Ministerpräsident Kretschmann: Öko-Themen mit Wirtschaft vereinen

Foto: Felix Kästle/ dpa

Die Grünen sollen nach dem Willen von Winfried Kretschmann künftig einen wirtschaftsnahen Kurs einschlagen. Der baden-württembergische Ministerpräsident hat seine Partei aufgefordert, Öko-Themen stärker mit Wirtschaftsthemen zu vereinen. "Ich verbinde Ökologie mit digitaler Revolution. Das funktioniert nur mit der Wirtschaft", sagte Kretschmann dem "Handelsblatt" - "das empfehle ich auch meiner Partei."

Die Wirtschaft sei der natürliche Verbündete, wenn es darum ginge, Wachstum vom Naturverbrauch zu entkoppeln, so Kretschmann weiter. In dem Interview sprach er unter anderem von "grünen Autos". In Zeiten, in denen "Megastädte im Verkehr ersticken" seien grüne Effizienz und Innovationen die Zukunftsthemen. "Nur wenn wir grüne Hightech-Produkte weltweit verkaufen, erzielen wir globale Wirkung", so der Regierungschef.

Kretschmann schlussfolgerte daraus auch, dass ein Bündnis seiner Partei mit der Linken nicht möglich sei - "zumindest nicht in Baden-Württemberg und auch nicht im Bund". Die Linke verhalte sich noch immer so, als gäbe es eine Nationalökonomie und keine globalisierte Welt, so Kretschmann.

kry/dpa
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