Straffällige Flüchtlinge Kretschmann will "Männerhorden in die Pampa" schicken

"Das Gefährlichste, was die Evolution hervorgebracht hat, sind junge Männerhorden": Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg will straffällige Flüchtlinge von Großstädten fernhalten - und im Land verteilen.
Winfried Kretschmann

Winfried Kretschmann

Foto: Sebastian Gollnow/ dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will Flüchtlinge, die in Gruppen Straftaten begehen, von Großstädten fernhalten und im Land verteilen.

"Solche Gruppen muss man trennen und an verschiedenen Orten unterbringen", sagte der Grünen-Politiker der "Heilbronner Stimme" und dem "Mannheimer Morgen".

Der Gedanke, einige von ihnen "in die Pampa" zu schicken, sei nicht falsch. "Großstädte sind für solche Leute wegen der Anonymität attraktiv und weil sie dort Gleichgesinnte treffen."

Kretschmann weiter: "Salopp gesagt ist das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat, junge Männerhorden. Solche testosterongesteuerten Gruppen können immer Böses anrichten."

Der bundesweite bekannt gewordene Vergewaltigungsfall in Freiburg sei ein schlimmes Beispiel, sagte Kretschmann. Er bezog sich dabei auf die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18-jährigen Studentin in der Stadt. Acht Männer kamen in Untersuchungshaft: sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher.

In Kretschmanns Partei, den Grünen, dürften die Aussagen des Ministerpräsidenten nicht nur auf Zustimmung stoßen. Auch bleiben Fragen offen. So führte Kretschmann nicht im Detail aus, wie eine Gruppenbildung junger Männer verhindert werden könnte oder wie straffällige Flüchtlinge im Land verteilt werden sollen. Auch juristische Fragen, die ein solches Vorgehen aufwerfen würde, wurden nicht thematisiert.

Kretschmann ist in seiner Partei als Konservativer bekannt. Gerade erst hat er ein Buch veröffentlicht, das man als konservatives Manifest verstehen kann (lesen Sie hier  ein Interview mit ihm darüber).

sth/dpa
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