Winterchaos auf den Straßen NRW fordert nationale Streusalzreserve

Glatte Straßen, anhaltender Schneefall - wie steht es um die Verkehrssicherheit in Deutschland? Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Voigtsberger macht sich jetzt für eine nationale Streusalzreserve stark. Viele Städte und Kommunen seien bereits in einer "verzweifelten Lage".

NRW-Verkehrsminister Voigtsberger: Ruf nach nationaler Streusalzreserve
dapd

NRW-Verkehrsminister Voigtsberger: Ruf nach nationaler Streusalzreserve


Düsseldorf - Harry Voigtsberger sorgt sich angesichts des Winterwetters um die Sicherheit auf den Straßen. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister fordert eine nationale Streusalzreserve. Wenn jetzt eine längere Frostperiode komme, sei "in vielen finanzschwachen Kommunen die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet", begründet der SPD-Politiker seinen Vorstoß. "Nur eine Salzreserve des Bundes kann sicherstellen, dass auch bei einem langen Winter überall in Deutschland Straßen und Wege gestreut werden können", sagte er SPIEGEL ONLINE.

Viele klamme Kommunen hätten zu wenig Streusalz eingelagert, die Bestände seien schon jetzt fast aufgebraucht. Diese Städte und Gemeinden seien nun in einer "verzweifelten Lage", so Voigtsberger, da die Hersteller aufgrund von Produktionsengpässen kaum noch Verträge für Nachbestellungen abschlössen.

Der Minister will das Problem am 17. Januar in Düsseldorf bei einem Forum zum Thema "Wintermobilität" mit Verkehrsexperten diskutieren. Die Ergebnisse möchte er noch im Januar Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vortragen.

Ramsauer hat sich in der Vergangenheit zurückhaltend zu einer Streusalzreserve geäußert. "Ich habe das prüfen lassen. Eine nationale Streusalzreserve wäre ausgesprochen teuer - man müsste Hallen mieten und Personal einstellen", hatte der CSU-Politiker im März gesagt.



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