Anti-Islam-Bewegung Schäuble bezeichnet Pegida als Phänomen der alternden Gesellschaft

Wolfgang Schäuble erklärt sich Pegida mit der demografischen Entwicklung Deutschlands: Die Anti-Islam-Bewegung habe auch entstehen können, weil es immer mehr Ältere ohne finanzielle Sorgen gebe, sagte der Finanzminister dem SPIEGEL.
Legida-Demonstrant in Leipzig: Zu viel Zeit und Geld?

Legida-Demonstrant in Leipzig: Zu viel Zeit und Geld?

Foto: Jens Schlueter/ Getty Images

Hamburg - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht eine Ursache für die Pegida-Bewegung in der Alterung der deutschen Gesellschaft. "Eine wachsende Zahl der Älteren ist heute mehr oder weniger frei von materiellen Sorgen, und darum machen sich manche eben andere Sorgen," sagte Schäuble im Gespräch mit dem SPIEGEL. (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Immer, wenn es den Menschen gut gehe, wollten sie festhalten an dem, was ihnen gefalle. "Und sie sind leichter ansprechbar für Populisten, die ihnen versprechen, alles könnte von nun an so bleiben, wie es ist."

Neu erscheine ihm, dass "solche Gruppen viel härter für ihre Interessen kämpfen und sich manchmal dabei auch nicht um demokratische Mehrheitsentscheidungen oder Gerichtsurteile scheren", so Schäuble.

In zahlreichen deutschen Städten protestieren derzeit regelmäßig Anhänger der Bewegung Pegida und ihrer lokalen Ableger gegen eine von ihnen empfundene "Islamisierung des Abendlandes". Die Gruppierung Pegida hat in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden ihren Ursprung und kann vor allem dort immer wieder Tausende Demonstranten mobilisieren.

SPIEGEL ONLINE

Das komplette Gespräch finden Sie im neuen SPIEGEL. Den digitalen SPIEGEL gibt es für das iPhone , iPad , Android  und Windows 8  sowie als Web-App.

Mehr zum neuen Erscheinungstag des SPIEGEL lesen Sie hier.

nik, rei
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.