Panne in Berlin Thierse darf nicht den Bundespräsidenten wählen

Er nahm an sechs Bundespräsidentenwahlen teil, im kommenden Jahr wollte Wolfgang Thierse seinen Genossen Steinmeier in das höchste politische Amt wählen. Eigentlich.

Wolfgang Thierse
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Wolfgang Thierse wird nicht an der Wahl des nächsten Bundespräsidenten teilnehmen können. Grund dafür ist eine Panne im Berliner Abgeordnetenhaus.

Dort waren die 26 Berliner Delegierten für die Bundesversammlung am 12. Februar 2017 gewählt worden. Während in geheimer Abstimmung jeder Parlamentarier jeweils die Vorschläge seiner Partei bestätigen sollte, kreuzte ein SPD-Politiker nach Medienberichten vermutlich die Vorschläge aller Parteien der neuen rot-rot-grünen Koalition an. Aufgrund eines komplizierten Verfahrens verlor die SPD daraufhin einen Platz auf ihrer Liste, der dann - nach Auslosung zwischen Linken und Grünen - an die Grünen ging.

Dabei hatten die Sozialdemokraten extra rosa Zettel mit einer Wahlanleitung ausgeteilt, schreibt der "Tagesspiegel."

Jetzt entsenden die CDU-Fraktion und Grüne je fünf Delegierte, Linke und AfD je vier, die FDP zwei, die SPD-Fraktion sechs Delegierte - aber Wolfgang Thierse ist eben nicht dabei.

"Das ist schade", sagte er. "Ich habe seit 1994 an allen sechs Bundespräsidentenwahlen teilgenommen und zwei davon selber geleitet. Nun hätte ich gerne auch an der kommenden teilgenommen und Frank-Walter Steinmeier mit gewählt", so Thierse.

mho/dpa

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