Wowereit-Nachfolge Auch Senator Müller will Bürgermeister von Berlin werden

Der Kreis der Bewerber für die Nachfolge von Klaus Wowereit wird größer. Senator Michael Müller will nun ebenfalls Regierender Bürgermeister von Berlin werden.
Senator Müller: "Möglicherweise doch Erfahrungen gesammelt"

Senator Müller: "Möglicherweise doch Erfahrungen gesammelt"

Foto: Stephanie Pilick/ dpa

Berlin - Jetzt gibt es drei Kandidaten: Michael Müller, Berliner Stadtentwicklungssenator, tritt ebenfalls im Rennen um das Amt des Regierenden Bürgermeisters an. Dies kündigte der 49-Jährige am Freitag an.

Nach der Rücktrittsankündigung von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ist der Kampf um seine Nachfolge voll entbrannt. Sowohl Fraktionschef Raed Saleh als auch der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß hatten bislang angekündigt, Wowereit beerben zu wollen.

Das letzte Wort über die Nachfolge werden die Berliner Sozialdemokratenhaben: Der Landesvorstand beschloss ein verbindliches Mitgliedervotum. Es soll vor einem Landesparteitag am 8. November abgeschlossen sein.

Müller war schon früher als Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters gehandelt worden. Der jetzige Senator führte als Vertrauter Wowereits von 2004 bis 2012 den Berliner SPD-Landesverband, verlor den Posten dann aber an Stöß.

Die anderen Kandidaten: Fraktionsvorsitzender Saleh (r.), Landeschef Stöß

Die anderen Kandidaten: Fraktionsvorsitzender Saleh (r.), Landeschef Stöß

Foto: Britta Pedersen/ picture alliance / dpa

Müller sagte zu seiner Kandidatur, er habe "möglicherweise doch Erfahrungen gesammelt, die wichtig sind auch in den nächsten Jahren". Er sei "einen langen Weg der politischen Arbeit mit Klaus Wowereit gemeinsam gegangen". Sie hätten gemeinsam führende Aufgaben übernommen und "ein enges Vertrauensverhältnis

Wowereit hatte am Dienstag seinen Rücktritt zum 11. Dezember angekündigt. Er ist mit mehr als 13 Jahren Amtszeit der dienstälteste Regierungschef eines Bundeslandes. Die parteiinterne Diskussion um seine Person habe zuletzt der Regierungsarbeit geschadet, begründete Wowereit seinen Schritt.

Seit November 2011 führt Wowereit eine Koalition mit der CDU. Erstmals war er im Juni 2001 zum Regierenden Bürgermeister der Hauptstadt gewählt worden. Zwei Wahlperioden regierte er mit der Linken. Er sei stolz, seinen Beitrag zur positiven Entwicklung der Hauptstadt geleistet zu haben, sagte er in der Rücktrittsankündigung.

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Klaus Wowereit: Der Dauerregierer von Berlin

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bka/heb/dpa
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