Wulff-Affäre Freie Wähler würden bei Neuwahl für Gauck stimmen

Noch hält sich Christian Wulff als Bundespräsident. Doch bei einer Neuwahl käme die Koalition in Schwierigkeiten, in der Bundesversammlung ihren Wunschkandidaten durchzubringen. Denn die Freien Wähler bevorzugen Joachim Gauck - sofern der wieder für die SPD antritt.

Joachim Gauck: Die freien Wähler setzen auf ihn
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Joachim Gauck: Die freien Wähler setzen auf ihn

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Berlin - Union und FDP können bei einer möglichen Neuwahl des Bundespräsidenten nicht auf die Stimmen der Freien Wähler setzen. "Die Freien Wähler haben bei der letzten Wahl für Joachim Gauck gestimmt. Sollte es zu einer erneuten Wahl des Bundespräsidenten kommen, könnte ich mir gut vorstellen, erneut für Gauck zu stimmen", sagte Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger SPIEGEL ONLINE. "Die Regierungskoalition sollte unsere Stimmen also nicht automatisch einrechnen."

Damit schrumpfen die Hoffnungen für Union und FDP, im bürgerlichen Lager eine Mehrheit für einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten zustande zu bekommen, sollte Christian Wulff wegen der Kreditaffäre nicht zu halten sein. CDU/CSU und FDP haben derzeit in der Bundesversammlung eine Mehrheit von höchstens vier Stimmen. Angesichts des maroden Zustands der FDP will sich darauf in der Union keiner verlassen. Auch die Wahl Wulffs klappte im Mai 2010 erst beim dritten Anlauf - obwohl Schwarz-Gelb damals noch 21 Stimmen mehr als die erforderliche absolute Mehrheit hatte.

Die zehn Wahlmänner der Freien Wähler waren bei der Wahl Horst Köhlers im Jahr 2009 das Zünglein an der Wage, das Union und FDP zur absoluten Mehrheit verhalf. Als Wulff zur Wahl stand, stimmten sie jedoch für seinen Gegner Gauck.

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linksrutsch 21.12.2011
1. Neuwahl? Welche Neuwahl?
weiß SPIEGEL ONLINE irgendwas, was wir nicht wissen? Oder warum wird jetzt schon wieder der arrogante Kapitalismus-Fanboy Gauck hochgeschrieben?
genugistgenug 21.12.2011
2. Der recycelte Kandidat
Zitat von sysopNoch hält sich Christian Wulff als Bundespräsident. Doch bei einer Neuwahl käme die Koalition in Schwierigkeiten, in der Bundesversammlung ihren Wunschkandidaten durchzubringen. Denn die Freien Wähler bevorzugen Joachim Gauck - sofern der wieder für die SPD*antritt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,805125,00.html
nennt man das nicht vom Regen in die Traufe? Wie heisst es immer: es kommt nie was besseres nach (was Wulff bereits bewiesen hat) - oder soll das der Beginn einer Neuauflage der groben Korruption werden?
UnitedEurope 21.12.2011
3. Titellos
Zitat von sysopNoch hält sich Christian Wulff als Bundespräsident. Doch bei einer Neuwahl käme die Koalition in Schwierigkeiten, in der Bundesversammlung ihren Wunschkandidaten durchzubringen. Denn die Freien Wähler bevorzugen Joachim Gauck - sofern der wieder für die SPD*antritt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,805125,00.html
Die Merkel wird alles mögliche tun, um diesen weichgespülten Möchtegern Übervater als BP zu halten. Sie hat ihn ja nur deswegen ins Amt gehieft, um ihn loszuwerden. Weggelobt, wie es so schön heisst. Aber man muss sich auch als CDUler ganz tief im Inneren fragen, ob man bei einem SPD-BP auch so nachsichtig mit solch einer Affäre umgehen würde. Wer sich falsch, egal ob juristisch oder moralisch, verhält muss sich dafür rechtfertigen und gegebenfalls auch Konsequenzen ziehen, egal ob Bundespräsident oder Kneipier um die Ecke. Ich wäre sofort für Herrn Gauck! Der kommt wenigstens nicht aus dem Sumpf der Politik wie Wulff oder Köhler.
Reinhaut 21.12.2011
4. Die Freien
sind uninteressant. Die Linke wird niemals für Gauck stimmen und das zu Recht.
Nonvaio01 21.12.2011
5. Buerger
Zitat von sysopNoch hält sich Christian Wulff als Bundespräsident. Doch bei einer Neuwahl käme die Koalition in Schwierigkeiten, in der Bundesversammlung ihren Wunschkandidaten durchzubringen. Denn die Freien Wähler bevorzugen Joachim Gauck - sofern der wieder für die SPD*antritt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,805125,00.html
Mal eine andere Idee, etwas total abwegiges unglaubliches. Das Volk darf den Presidenten direkt waehlen, jeder der sagen wir einmal 1000 unterschriften hat darf sich auf die liste setzen lassen. Oder uenterstuetung von 10 Landkreisen hat...etc Ein President wie wir Ihn haben (damit meine ich das Amt nicht die person) sollte nicht von einer partei vorgeschlagen werden.
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