Statistisches Bundesamt Zahl der Nicht-EU-Bürger als Arbeitskräfte gestiegen

Die Zahl der Nicht-EU-Bürger, die sich zur Arbeit in Deutschland aufhalten, ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Die meisten kamen aus Indien, China, Bosnien und Herzegowina sowie den USA.

Statistisches Bundesamt in Wiesbaden.
Fredrik von Erichsen/dpa

Statistisches Bundesamt in Wiesbaden.


Die Zuwanderung von Menschen mit einer Arbeitserlaubnis aus Staaten außerhalb der EU hat 2018 erneut zugenommen. Bis zum Jahresende 2018 kamen insgesamt 266.000 Menschen als sogenannte Erwerbsmigranten (Vorjahr: 217.000). Das war im dritten Jahr in Folge ein Anstieg von mehr als 20 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählten Indien (12 Prozent), China (9 Prozent), Bosnien-Herzegowina (8 Prozent) sowie die USA (7 Prozent). Diese Menschen - darunter sind auch viele Fachkräfte - waren im Durchschnitt 35 Jahre alt und zumeist männlich (68 Prozent).

Besonders stark gewachsen ist in der Gruppe der Zuwachs aus dem Westbalkan. Ende 2018 stellten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo sowie Mazedonien zusammen fast ein Viertel der Erwerbsmigranten. Dieser Anteil hatte 2015 noch bei rund neun Prozent gelegen.

Zuwanderung erneut gestiegen

Insgesamt stieg die Zahl der ausländischen Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr auf 10,9 Millionen Personen, wie die Wiesbadener Behörde erklärte. Das war ein Anstieg per Saldo um 2,7 Prozent (292.000).

Den 1,303 Millionen Neuankömmlingen standen im Ausländerzentralregister 1,012 Millionen Abwanderer gegenüber. In diesem Register werden Daten von Ausländern gespeichert, die mindestens drei Monate in Deutschland leben oder gelebt haben. Insgesamt zählten die Behörden in Deutschland - zum 30. September 2018 - 82,979 Millionen Menschen.

2017 hatte der Zuwachs der Ausländer sogar 5,7 Prozent betragen. Die Statistiker verweisen jedoch darauf, dass es damals infolge der Flüchtlingskrise große Nachmeldungen bei Zugängen gegeben habe. Im vergangenen Jahr wiederum seien verstärkt Abgänge im Register nacherfasst worden. Daher seien die Zahlen schwer miteinander vergleichbar.

Dem Bundesamt liegen derzeit noch keine Angaben vor, wie hoch die Zahl der Flüchtlinge unter den erfassten Ausländern im vergangenen Jahr war.

mho/dpa/AFP

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