Zivildienst Mehr Geld für Freiwilligendienste

Das Bundesfamilienministerium plant eine stärkere finanzielle Förderung von Freiwilligendiensten. Nach Informationen des SPIEGEL sollen die 35.000 Stellen des geplanten freiwilligen Zivildienstes mit 300 Millionen Euro aus dem bisherigen Zivildienstetat finanziert werden.


Jugendfreiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr sollen im Haushaltsjahr 2011 rund 55 Millionen Euro mehr bekommen. Bislang hieß es, für die Jugendfreiwilligendienste würden nur rund 35 Millionen Euro aus dem Zivildienstetat gesichert.

Um eine Konkurrenz zwischen den beiden unterschiedlich gut ausgestatteten Diensttypen zu vermeiden, verhandelt das Ministerium mit den Trägerverbänden ein sogenanntes Koppelungsmodell. Demnach soll die Zahl neuer Stellen im freiwilligen Zivildienst an die Stellenzahl bei den bisherigen Freiwilligendiensten gekoppelt werden.



insgesamt 4 Beiträge
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sapere_aude!, 18.09.2010
1. Gute Idee, aber...
Finde ich absolut richtig, wenn (dann) freiwilliges Engagement auch entsprechend vergütet wird. Bei der Gelegenheit sollte aber auch berücksichtigt werden, dass bereits jetzt schon viele "Zivildienststellen" von Arbeitslosen im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten besetzt werden bzw. (Stichwort Betreuungskräfte in Pflegeheimen) besetzt werden sollen. Bei der Berechnung sollte daher in jedem Falle auch eine Berücksichtigung der "Einkommen" dieser Menschen gedacht werden - keiner sollte/dürfte hier finanziell schlechter gestellt werden. Im Optimalfall, damit sich Leistung auch wirklich lohnt bzw. der Bedarf nachhaltig gedeckt wird, sollten richtige und adäquat entlohnte Stellen geschaffen werden. Das würde zwar eventuell einige Kosten verursachen, aber letztendlich hätten alle was davon!
Gabri, 19.09.2010
2. Titel
Im Prinzip richtig, dass Arbeit gleich welcher Art auch angemessen vergütet wird. Nicht richtig ist allerdings, dass diese sogenannten Freiwilligendienste weiter und möglicherweise verstärkt Jugendliche davon abhalten sollen und werden, mit ihrer Ausbildung/ihrem Studium zu beginnen. Sogenannt freiwillig auch schon deshalb, weil ihre Teilnahme zu Konkurrenzvorteilen bei Bewerbungen (z.B. an Hochschulen) führt. Ganz fatale Entwicklung! Für die meisten dieser Tätigkeiten benötigt man keine jungen Leute in ihrer lern- und leistungsfähigsten Lebensphase.
Steve Holmes 19.09.2010
3. Für was?
Zitat von sysopDas Bundesfamilienministerium plant nach SPIEGEL-Informationen eine stärkere finanzielle Förderung von Freiwilligendiensten. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,718265,00.html
Wer ehrenamtlich dient wird nicht bezahlt und wer einen regulären Job im Sozialbereich ausführt sollte regulär verdienen. Was soll also hier gefördert werden?
M. Michaelis 19.09.2010
4. ...
Mit der faktischen Abschaffung der Wehrpflicht bricht der Zivildienst weg und kann nicht durch Freiwilligendienste ausgeglichen werden. Es wäre naiv etwas anderes anzunehmen. Da wird die Gymnasialzeit verkürzt und beim Studium auf Tempo gemacht weil man die Jugend möglichst schnell ins Arbeitsleben bringen will und glaubt auf der anderen Seite viele würden dann ein freiwillig Sozialdienst leisten. Das werden diejenigen überwiegend tun die sich beruflich ohnehin in diese Richtung orientieren wollen.
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