Zweifel in der CDU Kohls Spender nur eine "Fata Morgana"?

Natürlich gebe es die Spender, es seien ehrbare Leute - das war das Letzte, was Altkanzler Kohl zu den ungeklärten Parteispenden von sich gab. In der CDU-Führung glaubt man offenbar immer weniger daran, dass es diese Spender überhaupt gab.


Frankfurt/Main - Die Kölner Zeitung "Express" berichtet, bei den Beratungen des CDU-Bundesvorstands in Berlin sei von einer "Fata Morgana" die Rede gewesen.

Soll "in der Mitte der CDU" bleiben: Helmut Kohl
AP

Soll "in der Mitte der CDU" bleiben: Helmut Kohl

Dem Blatt zufolge sagte ein Teilnehmer, vieles deute darauf hin, dass auch bei diesen Transaktionen alles so gelaufen sei wie bei der CDU in Hessen, die schwarze Konten in der Schweiz unterhielt und beim Rücktransfer Verschleierungsmethoden anwandte. Der Mann verwies darauf, dass der - inzwischen entlassene - Wirtschaftsprüfer Horst Weyrauch nicht nur bei der Hessen-CDU, sondern auch bei der Bundespartei Spesen für Reisen in die Schweiz abgerechnet habe. Im jetzigen Bericht der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young werde auf eine ungeklärte Bareinzahlung von 900.000 Mark verwiesen. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch habe angemerkt, dass nach diesem Schema auch bei seiner Landespartei Gelder hin und her geschoben worden seien.

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