Zwischenfall in Erfurt Sender berichtet über Schüsse am Rande der Papst-Messe

Am Rande der Papst-Messe in Erfurt ist es möglicherweise zu einem Zwischenfall gekommen: Einem MDR-Bericht zufolge sollen an einer Sicherheitsschleuse Schüsse gefallen sein. Ein Security-Mitarbeiter sei verletzt worden. Noch gibt es keine unabhängige Bestätigung.


Erfurt - An einer Sicherheitsschleuse für die Papst-Messe auf dem Erfurter Domplatz sollen Schüsse gefallen sein - das berichtet das Thüringer Regionalstudio des Senders MDR. Demnach sei am Samstagvormittag ein Sicherheitsbeamter verletzt worden. Der Täter soll bereits festgenommen worden sein.

Der Sender beruft sich auf Augenzeugenberichte. Die Polizei bestätigte lediglich einen Vorfall in einer nahen Straße. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Lage sei noch völlig unklar. Er könne noch nicht sagen, ob Sicherheitskräfte betroffen seien.

Die Sicherheitsvorkehrungen in Erfurt waren äußerst streng, wie bei allen Papst-Besuchen gilt die höchste Sicherheitsstufe. Besucher des Domplatzes in Erfurt wurden streng kontrolliert.

Bei Thermosflaschen und den langen Holzstangen der Vatikanfahnen blieb die Polizei hart: Diese Mitbringsel durften die Besucher der Papst-Messe am Samstagmorgen nicht mit auf den Erfurter Domplatz nehmen. Die meisten Besucher des Gottesdiensts nahmen es gelassen hin.

Akribische Kontrollen

Unmutsäußerungen oder Proteste waren an den zehn Einlasskontrollen rund um den Domplatz kaum zu hören. "Wir freuen uns so auf den Papst, da können wir das verschmerzen", sagte eine Pilgerin beim Abgeben der Thermoskanne. Eine andere bot ihre Kanne den Polizisten an: "Sie können meinen Kaffee trinken."

Die ersten Gottesdienstbesucher hatten sich bereits um 4.00 Uhr bei klarem Sternenhimmel und kalten sieben Grad an den Schleusen eingefunden. Auf kleinen Hockern warteten sie geduldig, bis sich die Tore mit teilweise halb- bis einstündiger Verspätung öffneten. Gegen 5.30 Uhr bildeten sich allmählich kleine Schlangen an den Einlasskontrollen.

Trotzdem wurde akribisch jeder Rucksack und jede Tasche nach verbotenen Gegenständen abgesucht. Alles, was als Wurfgeschoss dienen oder splittern könnte, wurde rigoros aussortiert.

An einigen Kontrollpunkten konnten nicht genehmigte Gegenstände in eigens aufgestellten Schließfächern untergebracht werden. Anderswo standen Thermosflaschen und Klappstühle am Straßenrand und warteten dort auf die Rückkehr ihrer Eigentümer.

Kurz nach 6.00 Uhr war das Besucheraufkommen am größten. Der Domplatz füllte sich und über die Zugangsstraßen strömten immer mehr Schaulustige und Gläubige hinzu. Eine Stunde später waren die Einlasskontrollen beendet und alle Pilger auf dem Domplatz versammelt, wo sie dem Gottesdienst mit dem Papst entgegenfieberten.

amz/hda/dpa/dapd

insgesamt 2 Beiträge
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slider 24.09.2011
1. Keiner weis etwas
Zitat von sysopAm Rande der Papstmesse in Erfurt ist es möglicherweise zu einem Zwischenfall gekommen: Einem MDR-Bericht zufolge sollen an einer Sicherheitsschleuse Schüsse gefallen sein.*Ein Security-Mitarbeiter sei verletzt worden.*Noch gibt es keine unabhängige Bestätigung. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,788144,00.html
Ich will schon mal den Kreis der Verdächtigen eingrenzen und teile mit ich war es nicht.
allereber 24.09.2011
2. Vertuscher vom Dienst
Zitat von sliderIch will schon mal den Kreis der Verdächtigen eingrenzen und teile mit ich war es nicht.
könnte ein angehöriger vom bahnunfall von hordorf sein. das bewilligte geld für die sicherheit der bahnstrecke wurde illegal für den papstbesuch verschleudert. z.b. erfurter bahnhof und andere restaurationen. ergebnis 10 tote. der vertuscher vom dienst ist wohl wichtiger.
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