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Hausmitteilung DFB / Gottschalk / S-Magazin

aus DER SPIEGEL 21/2020
Keller, Curtius, Dahlkamp, Latsch

Keller, Curtius, Dahlkamp, Latsch

Foto: Markus Hintzen / DER SPIEGEL

Mit der Aufdeckung des Skandals um die deutsche Fußball-WM 2006 haben die SPIEGEL-Redakteure Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt dem DFB nicht nur die größte Krise der Verbandsgeschichte eingebrockt. In ihren Artikeln haben sie den Funktionären seitdem auch so einiges vorgeworfen: Arroganz, Machtgier, Prasserei, einen lockeren Umgang mit der Wahrheit. Masochismus im Amt gehörte bisher nicht dazu. Umso überraschter waren Dahlkamp und Latsch, als sie für ein Gespräch mit Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius in der Frankfurter DFB-Zentrale standen. Ein fröhlicher Präsident führte sie im Vorzimmer herum und zeigte ihnen, was dort gerahmt, allein, an einer Wand hängt: das Titelblatt des SPIEGEL von 2015 mit der Enthüllungsgeschichte zum »Sommermärchen«. Ob er das dort habe aufhängen lassen, zur Warnung an alle, dass so etwas nie wieder vorkommen dürfe? Oder zur Traumabekämpfung? Nein, so Keller, das habe schon zu Zeiten seines Vorgängers Reinhard Grindel dort gehangen. Der musste übrigens gehen, weil er sich eine Luxusuhr von einem Oligarchen hatte schenken lassen und heimlich nebenher Geld kassiert hatte. Auch an diesem Abgang war der SPIEGEL beteiligt. zum Artikel 

Als Journalist bei Thomas Gottschalk anzufragen, ob man sich mit ihm treffen könne, ist einfach. Gottschalk beantwortet Mails noch selbst. Schwieriger ist es allerdings, seine Zustimmung zu bekommen, denn er ist wählerisch. SPIEGEL-Redakteur Arno Frank hat sich vor etwa einem Jahr das erste Mal bei ihm gemeldet, es ging um einen Text zu Gottschalks 70. Geburtstag am kommenden Montag. Mal sagte Gottschalk zu, dann sagte er wieder ab. »Er schien unschlüssig«, sagt Frank, »auch weil er den Leuten nicht auf die Nerven gehen will.« In letzter Minute sagte Gottschalk dann zu, Frank traf ihn in seinem neuen Zuhause in Baden-Baden, begleitete ihn zu Auftritten, ging mit ihm wandern. Frank begegnete einem Mann, der nach einem privaten Neubeginn wieder da ist, wo er angefangen hat, beim Radio. Dort scheint er glücklich zu sein.zum Artikel 

Die Coronakrise zwingt den Menschen vieles auf, auch den Verzicht auf Gewohntes und die Suche nach angemessenen Lösungen. Mit diesen Themen beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise das S-Magazin, die vierteljährlich erscheinende Stilbeilage des SPIEGEL, und die aktuelle Ausgabe der SPIEGEL EDITION. Das Team des S-Magazins stellte Prominenten die Frage: »Was assoziieren Sie mit Verzicht?« Persönliche Antworten geben unter anderem der Bergsteiger Reinhold Messner und der Künstler Jonathan Meese, der auch das Titelbild der Beilage schuf. Die Redaktion von SPIEGEL EDITION stellte aktualisierte Texte aus dem SPIEGEL zusammen, die beschreiben, wie die Menschheit gegen Infektionen kämpft, schon seit der Antike. Die Autoren zeigen, dass Handel schon früher die Ausbreitung von Seuchen beschleunigt hat und dass Verschwörungstheorien keine Erfindung der Neuzeit sind. SPIEGEL EDITION »Seuchen« erscheint am Dienstag.

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