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»Die Bussarde kreisen schon«

Nancy Reagan und die Herrschaft der Sterne im Weißen Haus / Von Donald T. Regan *
aus DER SPIEGEL 20/1988

Nancy Reagan stottert leicht, wenn sie aufgeregt ist. Ihre Stimme klang denn auch unsicher, als sie mich am Freitag, dem 12. Juli 1985, nachmittags aus dem Marinekrankenhaus Bethesda anrief, um mir mitzuteilen, daß ihr Mann operiert werden müsse. Ein großer Polyp im Darm des Präsidenten sollte entfernt werden.

Bei Krankheiten dieser Art ist eine sofortige Behandlung sehr wichtig. Ich war deshalb besorgt - oder vielleicht wäre hellhörig das bessere Wort -, als sie mir sagte, die Operation werde vielleicht um anderthalb Tage hinausgeschoben.

»Ich habe da eine bestimmte Vermutung«, sagte ich vorsichtig, denn am Telephon mochte ich nicht so deutlich werden. »Liege ich damit richtig?«

»Das ist durchaus möglich«, antwortete die First Lady.

Ihre Antwort beunruhigte mich. Ich befürchtete zweierlei: erstens, daß der Zustand des Präsidenten womöglich ernster war, als seine Frau mir am Telephon sagen wollte; und zweitens, daß die First Lady den Termin für die Operation nach Rücksprache mit ihrer Astrologin gewählt hatte.

Letzteres schien mir wahrscheinlicher. Praktisch jeder wichtige Schritt oder jede Entscheidung der Reagans während meiner Amtszeit als Stabschef des Weißen Hauses wurde im voraus mit einer Frau in San Francisco abgeklärt, die Horoskope aufstellte, um sicherzustellen, daß die Konstellation der Gestirne für das jeweilige Unternehmen günstig war.

Nancy Reagan schien in die hellseherischen Fähigkeiten dieser Frau absolutes Vertrauen zu haben. Schon kurz bevor der Präsident bei einem Attentat 1981 angeschossen wurde, hatte diese Astrologin prophezeit, daß Ronald Reagan »etwas Schlimmes« zustoßen werde. Die First Lady sprach von der Frau immer als ihrer »Freundin«.

Obwohl ich diese Seherin nie persönlich kennenlernte, wurde sie für meine Arbeit und für die wichtigsten Staatsgeschäfte der Nation zu einem so bedeutsamen Faktor, daß ich auf meinem Schreibtisch schließlich einen farbig markierten Terminkalender liegen hatte: Die Ziffern für die »guten« Tage waren grün, die für die »schlechten« Tage rot und die für die »ungewissen« Tage gelb gefärbt. Ich brauchte diese Gedächtnisstütze, um zu wissen, wann es günstig war, den Präsidenten der Vereinigten Staaten von einem Ort an einen anderen zu bringen, für ihn einen Auftritt in der Öffentlichkeit einzuplanen oder Verhandlungen mit einer ausländischen Macht aufzunehmen.

Doch als der Termin für die Operation mit dem Präsidenten besprochen wurde, traf Reagan die Entscheidung selbst: Warum wollen wir warten, sagte er den Ärzten. Machen Sie Ihre Untersuchungen und dann gleich die Operation. Ich kann meine Aufgaben genausogut aus dem Krankenhaus wahrnehmen wie von zu Hause.

Obwohl der Präsident mich bei Änderungen in der Terminplanung zuweilen warnte, daß bestimmte Tage für einen öffentlichen Auftritt nicht günstig seien, wußte ich nie mit Sicherheit, ob er sich der Rolle bewußt war, welche die Astrologin bei seiner Terminplanung spielte. Aber wenn denn die seherischen Kräfte der »Freundin« auch diesmal beschworen worden waren, so hatte der Präsident offensichtlich beschlossen, sie zu ignorieren. Später erfuhr ich, daß die Freundin die Entdeckung eines bösartigen fünf Zentimeter großen Tumors im Darm des Präsidenten nicht vorausgesagt hatte.

Während seiner Genesung bat der Präsident, die Zahl der Besucher auf ein Minimum zu beschränken. Nie im Traum jedoch hätte ich daran gedacht, daß er überhaupt niemanden sehen wollte.

Vizepräsident Bush, der sich während der Krise wie immer absolut taktvoll und loyal verhalten hatte, wollte Reagan seine Aufwartung machen. Auch Robert C. »Bud« McFarlane, der Berater für Nationale Sicherheit, drängte auf ein Gespräch mit dem Präsidenten in einer Angelegenheit, die er als von großer Wichtigkeit bezeichnete.

Die Sache war ganz offensichtlich dringend. Damals hatte ich keine Ahnung, daß McFarlane über eine mündliche Botschaft des israelischen Ministerpräsidenten diskutieren wollte, in der es um die Möglichkeit eines Dialogs zwischen Vertretern der US-Administration und Mitgliedern der iranischen Regierung ging. Ich setzte für Bush und McFarlane einen Besuchstermin für Montag an.

Nancy Reagan war wütend. Sie hatte gehört, daß Vizepräsident Bush und ich mit dem Hubschrauber nach Bethesda fliegen wollten. Die First Lady protestierte heftig gegen die Benutzung des Hubschraubers - dieses Transportmittel war ihrer Meinung nach allein dem Präsidenten vorbehalten. Ich hatte kaum aufgelegt, als Edward Hickey, im Weißen Haus für das Transportwesen zuständig, mich anrief und warnte: »An Ihrer Stelle, Don, würde ich den Hubschrauber abbestellen. Der Stab der First Lady redet schon darüber.«

»Ich versuche doch nur, Zeit zu sparen«, entgegnete ich. Die Fahrt mit dem Auto ins Krankenhaus und zurück dauerte anderthalb Stunden. »Ich muß jeden Tag zum Präsidenten, das sind über zehn verlorene Stunden in einer einzigen Woche.«

»Unter normalen Bedingungen«, antwortete Ed, »wäre das ein guter Grund. Aber die Bussarde kreisen schon. Seien Sie auf der Hut, Don.«

Seine Worte verblüfften mich - und ebenso die Erkenntnis, daß meine Handlungen vom Stab der First Lady überwacht und zum Gegenstand des Klatsches wurden. Das war etwas Neues in meinem Leben, das mir gar nicht gefiel. »Gut«, sagte ich, »streichen Sie den verdammten Hubschrauber.«

Am Montagmorgen kam ich gegen 7.15 Uhr ins Weiße Haus. Kurz darauf rief Nancy mich an, um gegen den Besuch von Bush und McFarlane zu protestieren. Ich erklärte ihr, McFarlane habe einen dringenden Grund, mit dem Präsidenten zu sprechen. »Was immer es auch sein mag«, entgegnete sie, »Bud kann es schriftlich formulieren. Ronnie kann lesen. Gespräche mit Besuchern würden ihn zu sehr anstrengen. Außerdem wäre es sehr schlecht, wenn jemand ihn sehen würde, solange er noch die Schläuche in der Nase hat.«

Die Situation drohte unhaltbar zu werden. In den Medien erschienen bereits erste Berichte, die andeuteten, ich würde McFarlane kaltstellen und läge mit Bush im Streit. Reporter fragten Mitglieder des Stabs, ob ich eine Art Ministerpräsident oder amtierender Staatspräsident geworden sei. Nancy Reagan und ich waren die einzigen, die sie je ins Krankenhaus kommen sahen.

Am Dienstagabend telephonierte Mrs. Reagan 45 Minuten lang mit mir; wieder sprach sie sich entschieden gegen einen Besuch des Vizepräsidenten aus. Ich sagte: »Nun mal langsam, Nancy. Heute ist der dritte Tag nach der Operation. Ich würde es George Bush nicht verübeln, wenn er sich mächtig aufregen würde. Warum kann er nicht für ein paar Minuten reingehen?« Ihre Antwort war ein unnachgiebiges Nein.

»Und wie steht es mit Bud McFarlane?« Sie erhob die Stimme. »Nein, nein, nein, der Präsident kann nicht durch die Besuchermangel gedreht werden. Es geht ihm zwar besser, aber alle diese Leute zu empfangen würde ihn überanstrengen.«

Gegen zehn Uhr rief Mrs. Reagan abermals an und sagte, sie habe ihre Meinung geändert. George Bush dürfe nun doch den Präsidenten besuchen. Ich telephonierte mit dem Vizepräsidenten und teilte ihm mit, der Präsident würde sich freuen, ihn am nächsten Vormittag zu sehen.

McFarlane allerdings blieb noch immer ausgeschlossen.

Falls Bushs oder meine Gesellschaft den Präsidenten ermüdete, so zeigte er es nicht. Eine Dreiviertelstunde sprachen wir über den Etat, das Steuerreformgesetz und die Zukunft der Sozialversicherung. Reagan erzählte Geschichten aus Kalifornien und riß ein paar Witze. Wir riefen den Photographen herein, während der Präsident einige Gesetze abzeichnete.

Ich fragte den Präsidenten, wann er am Abend zuvor zu Bett gegangen sei. Oh, ich bin lange aufgeblieben und habe mir Bogart und Bacall angesehen, antwortete er. Wißt ihr, der Unterschied zwischen heutigen Filmen und den Klassikern von gestern ist verblüffend. Wir hatten damals viel bessere Drehbuchautoren und bessere Regisseure. Die wußten, wie man Dinge andeutet und noch Raum für Phantasie läßt. Da gab es keine Schweinereien, nichts Schäbiges.

Das war eines der Lieblingsthemen des Präsidenten: Im Weißen Haus und in Camp David wurden nur sehr wenige nicht jugendfreie Filme vorgeführt. Es mußte als ein außerordentlich gutes Zeichen gewertet werden, daß er schon wieder bei seinen alten Themen gelandet war, als wäre überhaupt nichts geschehen.

Eine Wolke schwebte jedoch am ansonsten blauen Himmel: Die Zeitungen berichteten, der Präsident habe seit seiner Operation noch nicht mit seinen Kindern gesprochen. Mrs. Reagan verlangte, dieser Eindruck müsse korrigiert werden.

»Wie hätte er mit ihnen reden sollen?« fragte sie. »Er hatte Kanülen in der Nase, im Mund und im Arm. Er war gar nicht in der Lage, mit ihnen zu reden.« Ihr Mann habe nur nicken und murmeln können, behauptete sie, und nur sie allein habe verstehen können, was er sagte.

Am Donnerstag, dem 18. Juli, erteilte Mrs. Reagan schließlich auch McFarlane die Erlaubnis, den Präsidenten zu besuchen. Bud blieb 23 Minuten. Dieses Gespräch, das so verhängnisvolle Folgen haben sollte, schien damals eine reine Routineangelegenheit.

Ich war die ganze Zeit dabei. In meinen Notizen heißt es: »Mittlerer Osten/ Geiselbefreiung«, dann »Sowjetische/ Genfer Rüstungsverhandlungen«. Ich kann mich nicht erinnern, daß diesem Gespräch im Krankenhaus etwas Dramatisches anhaftete.

Der Präsident sagte später (als die Iran-Contra-Affäre losgetreten war), er könne sich an dieses Gespräch nicht erinnern. Das überraschte mich nicht. Ich habe Zweifel, ob ich mich noch daran erinnern würde, wenn ich nicht soviel Mühe gehabt hätte, seiner Frau die Erlaubnis für diese Begegnung abzuschwatzen.

Daß sich Nancy Reagan so intensiv mit ihrem Mann und dessen politischem Schicksal identifiziert, ist der Zufallsfaktor in Reagans Präsidentschaft. Mrs. Reagan sieht sich selbst nicht nur im ehelichen, sondern auch im politischen und offiziellen Bereich als das Alter ego des Präsidenten - als ob das Amt, das ihrem Gatten durch das Volk übertragen wurde, irgendwie zu den weltlichen Gütern gehörte, die durch den Ehevertrag abgedeckt sind.

Nachdem ich 1985 vom Finanzministerium ins Weiße Haus gewechselt war, blieb (der stellvertretende Stabschef) Michael Deaver noch drei Monate in seinem Büro, das dem Oval Office am nächsten lag, und befaßte sich weiterhin mit Termin- und Imagefragen. Für seinen Stil empfand ich keinerlei Bewunderung. Deaver war ein Mann, der sich selbst vorwärtsbrachte, indem er anderen einen Gefallen erwies. Aber er war den Reagans sehr nützlich und schien im Umgang mit ihnen sicherer zu sein als jedes andere Mitglied des Stabs.

Mir gegenüber war Deaver umgänglich und zuvorkommend - vor allem aber war er der führende Experte in Sachen Temperament und Methoden der First Lady.

Deaver hatte mit dem geheimnisvollen Management dieser weiblichen Schattenpräsidentschaft ebensoviel zu tun wie mit dem Aufputzen des Präsidenten-Images. Obwohl Mrs. Reagans Mitarbeiter ihre Angelegenheiten sehr effizient erledigten, war es Deaver, dem wichtige Aufträge anvertraut wurden. Aus langer Erfahrung wußte er, wie man Mrs. Reagan - zumindest für Augenblicke - etwas von der Sorge, dem Ärger und der Ungeduld nehmen konnte, die ihre ständigen Begleiter zu sein schienen.

Wenn es Mrs. Reagan nicht schaffte, den Präsidenten zu etwas zu überreden, dann brachte sie Deaver ins Spiel. Ich machte die bittere Erfahrung, daß er sich immer wieder Wege ausdachte, um dem Präsidenten Mrs. Reagans Wünsche zu übermitteln. Zum Beispiel lancierte er Geschichten an die Presse, die der Präsident dann lesen mußte.

Manchmal reichte schon Klatsch (etwa die Andeutung, daß jemand das Vertrauen des Präsidenten verloren habe), um das Problem zu lösen, ohne daß der

Präsident damit direkt zu tun bekam. Einige Leute gaben so ihren Job bei Reagan auf - in der Überzeugung, der Präsident wünsche, daß sie gingen, obwohl Reagan in Wirklichkeit davon aber kaum oder keine Ahnung hatte.

Als Deavers Ausscheiden näherrückte, bekam ich allmählich mehr mit Mrs. Reagan zu tun. Einige ihrer Wünsche schienen so fernab ihres Kompetenzbereichs zu liegen, daß ich geneigt war, sie zu ignorieren. Beispielsweise war ihr Mann praktisch unfähig, einen Untergebenen zu feuern, und ich nehme an, sie hatte sich daran gewöhnt, seine fehlende Entschlußkraft zu ersetzen.

Bevor ich ins Weiße Haus kam, hatte Mike Deaver die Horoskope von Mrs. Reagans Freundin in den Terminplan des Präsidenten eingearbeitet. Er tat dies mit äußerstem Takt.

Die vielen Menschen, die auf jede Terminentscheidung des Präsidenten warten mußten, hatten den Eindruck, daß er, Deaver, der Zauderer sei. Ich fand das merkwürdig, weil Deaver in allen anderen Angelegenheiten bemerkenswert pünktlich und effizient arbeitete.

Obwohl Deaver theoretisch dazu befugt war, jeden ihm sinnvoll erscheinenden Termin in den Kalender des Präsidenten einzutragen, stimmte er einem Reiseplan oder der Teilnahme an einer Veranstaltung außerhalb des Weißen Hauses nie sofort zu. »Laßt mich da noch ein bißchen herumjonglieren«, pflegte er zu sagen, »mal sehen, was man tun kann.«

Manchmal vergingen Wochen bis zu einer Entscheidung. Dies verursachte Unannehmlichkeiten und Unzufriedenheit. Aber Deaver wartete auf die Zustimmung von Mrs. Reagans Freundin. Es zeigt das Ausmaß seiner Diskretion und Loyalität, daß im Weißen Haus nur wenige vermuteten, Mrs. Reagan sei Teil des Problems - und daß noch weniger wußten, daß eine Astrologin in San Francisco über Details des Terminplans von Ronald Reagan befand.

Als ich Deaver nach ein paar Tagen in meinem neuen Job bat, mir die Verspätungen und Unklarheiten rund um den Terminplan des Präsidenten zu erklären, fühlte er sich offensichtlich unwohl. »Psst«, machte er, hob abwehrend die Hände und blickte verstohlen um sich. »Sprich nicht davon. Laß es, wie es ist.«

Eines Tages kam er dann doch und klärte das Geheimnis auf. Ich dachte zuerst, er mache einen Witz. Deaver erzählte mir, daß Mrs. Reagans okkultistische Neigungen zumindest bis in die Zeit zurückreichten, da ihr Mann Gouverneur von Kalifornien war. Damals verließ sie sich auf den Rat der berühmten Jeane Dixon.

Anscheinend hatte Deaver es längst aufgegeben, über die Befremdlichkeit dieser Art eingespielter Seance nachzudenken. Mike ist ein geborener Kammerherr, und für ihn handelte es sich einfach um eines der vielen kleinen Probleme im Leben eines Dieners der Großen. »Wenigstens ist diese Astrologin nicht so verrückt wie die vorige«, sagte er.

Ich wiederum mußte lernen, daß man keine andere Wahl hatte, als der First Lady in dieser Angelegenheit ihren Willen zu lassen. Der Terminplan des Präsidenten ist das stärkste Instrument im Weißen Haus, weil er bestimmt, was der mächtigste Mann der Welt tun wird und wann er es tun wird. Indem wir Frau Reagan ihren Willen ließen, überließen wir ihr dieses Instrument - genauer, wir überließen es einer unbekannten Frau in San Francisco, die glaubte, daß Tierkreiszeichen irdische Ereignisse und menschliches Verhalten bestimmen und daß sie die Geheimnisse der Zukunft an der Bewegung der Planeten ablesen könne.

Als das Gipfeltreffen mit Gorbatschow im November 1985 in Genf bevorstand, mußte ich daran denken, welch schwere Last auf der armen Frau ruhte. Sie war nicht nur aufgefordert, glückverheißende Zeitpunkte für das Zusammentreffen der beiden mächtigsten Männer auf unserem Planeten auszusuchen; sie mußte auch Horoskope entwerfen, die Aufschlüsse über den Charakter und das wahrscheinliche Verhalten von Gorbatschow geben sollten.

Mrs. Reagan, die mit ihrer Freundin vor allem an Samstagnachmittagen von Camp David aus telephonierte, beschwerte sich einmal bei mir, daß Änderungen im Terminplan sie teuer zu stehen kämen. »Ich wünschte, Sie könnten sich entscheiden«, sagte sie ein wenig gereizt. »Es kostet mich einen Haufen Geld, meine Freundin wegen all dieser Veränderungen anzurufen.«

Was der Präsident darüber dachte, wurde nie besprochen. Daß er alles zuließ und daß er die Interventionen seiner Frau nie abwehrte, galt als ausreichender Beweis dafür, daß er bereit war, den Zustand zu tolerieren.

Für das Gipfeltreffen in Genf hatten wir die Villa Saussure ausgeguckt, die Prinz Karim Aga Khan IV. zur Miete bewohnte.

Aga Khans Sohn Hussein hatte dem Präsidenten eine Notiz hinterlassen: Der Junge bat darum, seine Goldfische zu füttern. Reagan tat dies gewissenhaft, aber am zweiten Morgen - an dem Tag sollte er Gorbatschow zum erstenmal treffen - war einer der Fische verendet. Der Präsident machte einen bedrückten Eindruck, als ich ihn an diesem Morgen traf. Ich fragte ihn nach dem Grund. Ich habe ein Problem, sagte der Präsident und zeigte mir die kleine tote Kreatur.

Reagans Fachmann in Sachen Reisen, Bill Henkel, wurde herbeigerufen. »Wir müssen für diesen Jungen einen neuen Goldfisch besorgen«, sagte ich ihm. »Das ist Ihr Job, Henkel.« Als der Präsident und ich uns zum Treffen mit Gorbatschow aufmachten, schickte Bill einen seiner Leute, einen großen, findigen Iren namens Andrew Littlefair in die Stadt, um für den verstorbenen Goldfisch gleich doppelten Ersatz zu besorgen.

Littlefair hatte Erfolg. Der Präsident, nun etwas weniger schuldbewußt, hinterließ dem kleinen Prinzen eine Nachricht, in der er erklärte, was passiert war, und die Hoffnung ausdrückte, daß die neuen Goldfische ein akzeptabler Ersatz sein würden. Alle anderen Fische überlebten die Fütterung durch den Präsidenten.

Im Vorfeld des Gipfels war die Frage, wie denn wohl Reagan und Gorbatschow zusammenpassen würden, mit Abstand das wichtigste Thema gewesen. Gorbatschows Energie und Ausstrahlung hatten viele amerikanische Presseleute in ihren Bann gezogen. Zeitungen, Radio und Fernsehen brachten Spekulationen darüber, daß Reagan, der große Kommunikator, vielleicht auf seinem eigenen Feld von diesem dynamischen neuen Sowjetführer geschlagen werden könnte.

Würde der alte Filmschauspieler das Fernseh- und Zeitungsduell um die Herzen und Gedanken der Menschheit gegen diesen ansprechenden neuen Führungsmann der Sowjets verlieren? Würde Reagan durch Gorbatschows Härte und diplomatisches Geschick überwältigt werden und Wichtiges preisgeben? Die Medien machten Gorbatschow zum klaren Favoriten, der den alten Champion vom Thron stoßen werde. Ich war mir da nicht so sicher.

Am Tag der ersten Begegnung war es bewölkt und kühl. Die Journalisten und Kameraleute hatten sich außerhalb der Villa Fleur d'Eau versammelt und warteten auf Gorbatschows Ankunft. Er sollte exakt um zehn Uhr vormittags aus seinem

Auto steigen. In der Villa, einem Gebäude aus Naturstein, mit weitem Blick über den Genfer See, spielte sich folgendes ab: Der Präsident der Vereinigten Staaten versuchte sich zu entscheiden, ob er einen Mantel tragen solle oder nicht, wenn er zur Begrüßung des Sowjetführers hinausginge.

Sein persönlicher Assistent Jim Kuhn hatte den Mantel bei sich. Der Präsident war von seinen Beratern umgeben - Shultz, McFarlane, Regan, Henkel. Sie waren sich in ihrem Rat nicht einig. Einerseits war es draußen verflucht kalt, zwischen den wolkenverhangenen Bergen blies ein frostiger Wind über den See. Andererseits haßte der Präsident Mäntel. Als Kalifornier glaubte er, daß Mäntel nicht zu ihm paßten.

Niemand außer Kuhn - ein furchtloser Mann, wenn es um die Gesundheit und das Wohlergehen des Präsidenten geht - wollte sich für den Mantel aussprechen. Der Präsident sah aus dem Fenster auf die vorbeiziehenden Wolken, zog den Mantel an und zog ihn dann wieder aus. Sollte er ihn doch wieder anziehen?

Noch ehe ihm weitere Ratschläge angeboten werden konnten, verkündete ein Aufpasser: »Er ist da!«

Der 74 Jahre alte Präsident stürzte hinaus, ohne Hut und Mantel, lief die Freitreppe zur Auffahrt hinunter, schritt zur Limousine seines Gastes und streckte seine Hand zum Willkommensgruß aus. Gorbatschow, 20 Jahre jünger als Reagan, tauchte aus dem Wagen auf. Er trug einen Schal, einen Mantel und einen grauen Filzhut. Reagan ignorierte den frischen Wind, grinste und schüttelte heftig die Hand des Russen.

»Willkommen, Herr Generalsekretär!« Kameras surrten, Reporter schrieben in Windeseile, Kommentatoren murmelten. In einer reaganesken Geste spontaner und ungespielter Liebenswürdigkeit griff der alte Republikaner nach dem Ellbogen des jungen Kommunisten und half ihm die Stufen hinauf.

Kurz zuvor hatte ich mir noch ein bißchen Sorgen gemacht, der Präsident könnte sich eine Lungenentzündung holen. Aber jetzt war ziemlich klar, daß alles in Ordnung gehen würde.

In der Villa warteten weitere Kameras, und sobald Gorbatschow durch die Tür gegangen war, noch ehe er in die Nähe der Kameras kam, zog er den Mantel aus. Auf seinem Gesicht war nicht die Spur eines Lächelns zu entdecken - es war offensichtlich, daß er es bereute, an diesem Morgen seinen Mantel angezogen zu haben.

Es war Raissa Gorbatschowa, auf die die westlichen Beobachter, und vor allem Nancy Reagan, nicht vorbereitet waren. Auch wenn Mrs. Reagan in Genf die Gastgeberrolle innehatte, war Frau Gorbatschowa die Dirigentin der Dinner-Party - sie wechselte das Thema, wenn sich ihr Gatte lange genug über etwas verbreitet hatte. Sie schnitt neue Themen an und meldete sich auch quer über den Tisch zu Wort, um ihre Meinung zu sagen. Sie beschränkte sich nicht, wie es die meisten anderen Frauen von Staats- und Regierungschefs bei solchen Treffen tun, auf Small talk mit Mrs. Reagan über Repräsentationspflichten und andere harmlose Themen.

Während dieser Dinner-Party und bei der nachfolgenden in der sowjetischen Vertretung zögerte sie nicht, von der Gelegenheit Gebrauch zu machen, den Präsidenten der Vereinigten Staaten über die intellektuellen und philosophischen Grundlagen der sowjetischen Politik aufzuklären. Es war offensichtlich, daß sie ihr Thema voll beherrschteeine Intellektuelle mit wirklich eindrucksvoller Kenntnis eines Spezialgebiets, das sie als Schlüssel zum Verständnis der sowjetischen Gesellschaft und der Welt insgesamt ansah.

Reagan hörte Frau Gorbatschowa, die ihre Meinungen detailliert und leidenschaftlich vortrug, mit galanter Höflichkeit zu. Gorbatschow hielt sich zurück, wie jeder Ehemann in einer solchen Situation. Frau Reagan allerdings machte der Monolog nervös. Nachdem sich die Türen hinter den Gorbatschows geschlossen hatten, sagte sie: »Was glaubt denn diese Dame, wer sie ist?«

Am Dienstag, dem 4. November 1986, meldeten die Nachrichtenagenturen, die im Libanon erscheinende Zeitschrift »El-Schiraa« habe in ihrer jüngsten Ausgabe behauptet, die USA hätten Iran militärische Ersatzteile geliefert, und McFarlane habe zusammen mit vier anderen Amerikanern im September Teheran besucht, um über die Freilassung von im Libanon festgehaltenen Geiseln zu verhandeln.

Das Datum stimmte nicht - McFarlane war im Mai, nicht im September im Iran gewesen. Aber der Rest der Geschichte enthielt so viel Wahres, daß sie nur aus einer informierten Quelle stammen konnte.

Ich hielt es für unvermeidlich, daß die Geschichte Wellen schlagen würde, und riet dem Präsidenten, umgehend Stellung zu nehmen. »Ich glaube nicht, daß wir mauern können«, meinte ich. »Wir müssen schon irgendeine Erklärung rausbringen. Die Leute werden sich fragen, was Bud in Teheran zu suchen hatte.«

Der Präsident lehnte mit einem Kopfschütteln ab. Keinesfalls, sagte er in einem für ihn ungewöhnlichen, unnachgiebigen Ton, würde er öffentlich Methoden diskutieren, die wir anwendeten, um die Befreiung der Geiseln zu erreichen, oder auch nur kommentieren, ob Bud McFarlane nach Teheran geflogen sei oder nicht.

Wenige Tage später nahm ich meinen Mut zusammen. »Herr Präsident, wir sind da echt in der Zwickmühle. Es wird nichts nützen, den Mund zu halten. Wenn diese Geiseln nicht bald erscheinen, werden Sie sich erklären müssen.« In Augenblicken der Anspannung lehnt sich der Präsident gelegentlich nach vorn und läßt die Arme locker zwischen seinen Knien pendeln. Das tat er nun, die Augen auf einen imaginären Punkt gerichtet. Nun gut, sagte er schließlich. Setzen wir uns zusammen und sehen, wie es steht.

Am Abend rief mich die First Lady an, nachdem der Präsident nach oben in die Privaträume gegangen war. »Er wird nicht zur Presse sprechen«, befand sie. »Meine Freundin sagt, na, Sie wissen schon, reden sei für ihn im Augenblick völlig falsch.«

»Mein Gott, Nancy«, hielt ich dagegen. »Er wird den Bach runtergehen, wenn er nicht vor die Öffentlichkeit tritt.«

Sie aber hielt daran fest, daß der Zeitpunkt falsch gewählt sei. Ein Blick auf die in meinem Terminkalender rot und gelb markierten Tage belehrte mich, daß sie von ihrem Standpunkt aus recht hatte.

Am Montag, dem 15. Dezember 1986, brach CIA-Chef Bill Casey in seinem Büro zusammen. Drei Tage später operierten ihn Ärzte der Georgetown-Universitätsklinik, um einen Tumor im Gehirn zu entfernen, der sich als bösartig herausstellte. Ihre Prognose war düster.

Medien und Capitol Hill hatten Casey während des Iran-Contra-Skandals erheblich zugesetzt. Diese ganze Geschichte brachte Nancy Reagan zu der Ansicht, Casey sei eine schwere politische Belastung. Kruz vor Weihnachten rief sie mich zum dritten oder vierten Mal seit Caseys Operation an und fragte, was ich unternähme, um ihn als Direktor der CIA loszuwerden. »Nichts«,

sagte ich. »Warum nicht?« fragte Mrs. Reagan in ihrer gewohnten stotternden Sprechweise. »Er muß gehen, er kann seine Arbeit nicht mehr erledigen. Er ist eine Belastung für Ronnie. Er sollte abgelöst werden.«

»Aber Nancy, der Mann hatte vor weniger als einer Woche eine Gehirnoperation. Das ist nicht der Zeitpunkt, um ihm den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. Es ist Weihnachtszeit. Es wäre nicht richtig, wenn Ronald Reagan jemanden unter diesen Umständen feuert, am allerwenigsten Bill Casey. Wir werden das nicht tun.«

Mrs. Reagan, die schon vorher gereizt gewesen war, wurde nun richtig wütend: »Ihnen liegt mehr daran, Bill Casey zu schützen als Ronnie«, schrie sie. »Er schadet Ronnie. Niemand glaubt, was Casey sagt. Seine Glaubwürdigkeit auf dem Capitol Hill ist dahin.«

»Das mag ja stimmen«, antwortete ich, wohl wissend, daß sie teilweise recht hatte. »Aber Bill Casey hat dafür gesorgt, daß Ihr Mann gewählt wurde, und er hat noch vieles mehr für ihn getan. Er verdient etwas Dankbarkeit und einen besseren Abgang, als Sie ihm jetzt zugestehen wollen, Nancy.«

Schon Anfang November, gerade als der Iran-Contra-Skandal an die Öffentlichkeit kam, hatte die First Lady mir mitgeteilt, daß der Präsident eine vergrößerte Prostata habe. Die Sache solle durch eine Operation am 5. Januar 1987 behoben werden. Der Präsident sollte ungefähr vier Tage im Marinekrankenhaus Bethesda bleiben und dann sehr schnell wiederhergestellt sein.

Vor dem Eingriff rief mich Mrs. Reagan an, um den Terminkalender des Präsidenten mit mir abzustimmen. Sie sagte, er solle nach der Entlassung aus dem Krankenhaus als ein Mann präsentiert werden, der seinen Routine-Geschäften aktiv nachgehen konnte. Ich war einverstanden. »Er hatte seit dem 19. November keine Pressekonferenz mehr«, sagte ich. »Wie wäre es damit am 20. Januar?«

Die First Lady erhob ihre Stimme: »Nein«, sagte sie, »keine Pressekonferenzen, wenigstens drei Monate lang nicht.« Ihr Beschützerinstinkt war alarmiert, und ich nahm auch an, daß sie mit der Astrologin gesprochen hatte.

Wenige Tage später strich Mrs. Reagan plötzlich alle Reisen und größeren Auftritte im Freien bis April, obwohl sich der Präsident gut erholte. Daß sie sich um die Gesundheit ihres Mannes sorgte, konnte man verstehen, sogar bewundern. Aber diesmal schien sie zu übertreiben. Mrs. Reagans Freundin hatte ihr gesagt, daß der Januar ein schlechter Monat für ihn sei. So wurde der Präsident völlig lahmgelegt. In seinem Terminkalender herrschte Chaos.

Mrs. Reagans Entschlossenheit, Bill Casey aus dem Amt zu hebeln, hatte unterdessen nicht nachgelassen. Am Samstag, dem 24. Januar, rief sie mich von Camp David aus an: Sie habe erfahren, sagte sie, daß Bill auf unabsehbare Zeit arbeitsunfähig sein werde. Ich antwortete, der Präsident werde Casey wohl schon bald einen freundlichen Brief schicken und ihn bitten zurückzutreten.

»Schicken Sie den Brief an seinen Anwalt«, sagte Mrs. Reagan, »denn Sophia (Caseys Frau) würde nicht zulassen, daß Casey ihn erhält. Schicken Sie ihn Montag ab, Ronnie ist soweit, warum länger warten?« Später rief der Präsident selber aus Camp David an und fragte, ob ich ein Treffen mit Sophia Casey arrangiert hätte, um mit ihr über Bills Rücktritt zu sprechen.

Ed Meese und ich besuchten Casey am 29. Januar im Krankenhaus. Er war physisch und intellektuell zerstört. Er hatte stark abgenommen und alle seine Haare verloren. Er war unfähig, zusammenhängend zu sprechen. Er gab mit der Hand schwache Zeichen und stieß unartikulierte Laute aus als Antwort auf unsere Fragen. Sophia übersetzte sein Gestammel. Ich nahm sie beiseite und fragte, ob wir mit ihrem Mann nun über seinen Job sprechen könnten. Sie nickte. Ich ging zu Bills Stuhl zurück, stellte mich neben ihn und sagte: »Bill, ich würde gern über den Geheimdienst und über Sie sprechen.«

Ich hatte einen vom Präsidenten unterzeichneten Brief in der Tasche, der Casey seiner Pflichten enthob. Bill mag das geahnt haben. Er gab Handzeichen und stieß einen Schwall unverständlicher Laute aus. Sophia übersetzte: »Er sagt, nehmt den besten Mann, den ihr kriegen könnt.«

»Mit anderen Worten«, sagte ich, »Sie meinen, Sie wollen Ihrer Pflichten enthoben werden, und wir sollen einen Nachfolger suchen?«

Er schien zu nicken. Ich sagte: »Gut, Bill, dann werde ich dem Präsidenten Ihren Entschluß mitteilen. Aber wenn Sie wieder soweit sind, daß Sie zurücckommen können, will der Boß Sie als persönlichen Berater in seiner Nähe haben.«

Caseys Augen füllten sich mit Tränen. Er drückte meine Hand mit erstaunlicher Kraft.

Minuten nachdem ich in mein Büro zurückgekehrt war, läutete das Telephon. »Na, was gibt's Neues von Casey?« fragte Nancy Reagan. Ich erzählte ihr, daß er zugestimmt hatte, sein Amt niederzulegen. »Gut«, sagte die First Lady.

Am Samstag, dem 7. Februar, rief sie mich zu Hause an. Sie war unglücklich über die zunehmende Tendenz der Presse, dem Präsidenten Mangel an Tatkraft vorzuwerfen. Ich sagte ihr, ein öffentlicher Auftritt des Präsidenten wäre die beste Methode, um die aufgestaute Feindseligkeit und die unbegründete Kritik zurückzuweisen.

Einen vollen Monat nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus war sein Terminplan immer noch ein leeres Blatt, weil Mrs. Reagans Freundin noch keine Liste der glückbringenden Daten vorgelegt hatte.

»Bitte, Nancy«, sagte ich, »beschaffen Sie uns ein paar Daten. Er hat sich noch nicht einmal an seinem Geburtstag in der Öffentlichkeit gezeigt.«

Am folgenden Morgen war Mrs. Reagan dem Wunsch nachgekommen. Zuvor hatte die Freundin den 26. Februar als besonders günstiges Datum für eine Pressekonferenz vorausgesehen. »Ich hoffe, Sie haben über dieses Datum noch mit keinem Menschen geredet«, sagte Mrs. Reagan. »Ich bin nicht sicher, daß wir wirklich eine Pressekonferenz abhalten sollten.«

»Warum nicht, Nancy?« fragte ich. »Wir brauchen eine. Am 26. Februar werden über drei Monate seit der letzten Pressekonferenz vergangen sein. Wir können ihn keine Selbstgespräche im Westflügel (des Weißen Hauses) führen lassen. Das sieht so aus, als würden wir ihn abschirmen.«

»Was meinen Sie mit abschirmen?« fragte Nancy. »Wir schirmen Ronnie nicht ab, das schreibt doch nur die Presse. Ich wünschte, Sie hätten nie gesagt, daß er eine Pressekonferenz geben werde.«

»Aber ich habe es gesagt. Und es wird eine geben.« »Okay«, schrie Mrs. Reagan, »dann machen Sie eben Ihre verdammte Pressekonferenz!«

»Darauf können Sie wetten«, brüllte ich.

Die Zeitungen schrieben wenig später, ich hätte den Hörer aufgeschmissen und die First Lady einfach abgehängt. Das mag stimmen, aber wenn es wahr ist, dann nur, weil ich schneller war als Mrs. Reagan.

Donald T. Regan
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