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»Die größten Spinner«

Im Kampf um Arbeitsplätze im Osten greift Dresdens Regierungschef Kurt Biedenkopf Brüssel an und stellt sogar die Europäische Einigung in Frage - ein einmaliger Affront. Kein Zufall: Biedenkopfs Freistaat ist noch stärker als andere Ostländer auf die Industrie angewiesen, und der Landeschef weiß seine eigenwilligen Sachsen hinter sich.
aus DER SPIEGEL 32/1996

Bisher vermutete der deutsche Bundeskanzler die gefährlichsten Europagegner in Großbritannien. Seit voriger Woche weiß Helmut Kohl, daß ausgerechnet ein Parteifreund aus Sachsen seinen Traum von einem geeinten Europa stören könnte.

Ein Stück der Zukunft Europas, lernte Kohl, hängt an seinem alten Widersacher Kurt Biedenkopf und an einigen Millionen Mark Subventionen.

Kohls Lieblingsprojekt, der Wirtschafts- und Währungsunion, habe er nur unter einer Bedingung zugestimmt, so Sachsens Ministerpräsident vergangene Woche: Er sei davon ausgegangen, daß er die Unternehmen in seinem Freistaat ohne Rücksicht auf Europa subventionieren dürfe.

König Kurt macht sich stark. Der Landesherr, der in Dresden mit absoluter CDU-Mehrheit regiert, hatte für seine Attacke gegen Bonn und Brüssel Kräfte im Urlaubsdomizil am bayerischen Chiemsee gesammelt. Zwischen Spaziergängen, Segeltörns und einem Premierenbesuch bei den Salzburger Festspielen ließ der Sachsenherrscher wissen, die Brüsseler EU-Kommission solle sich besser nicht noch einmal erdreisten, Beihilfen seiner Regierung für Firmen und Konzerne zu verbieten.

142 Millionen Mark Staatsbeihilfen hat Biedenkopf jetzt dem Volkswagenwerk überwiesen, um 23 000 Arbeitsplätze in Sachsen zu sichern. Genau das aber hatten ihm die Eurokraten verboten.

Den Affront verkündete Jura-Professor Biedenkopf, 66, in einem ganzen Stapel blauer Briefe. EU-Kommissionspräsident Jacques Santer bekam einen, Bonns Wirtschaftsminister Günter Rexrodt und auch die deutschen EU-Kommissare Monika Wulf-Mathies und Martin Bangemann. Seinem Kontrahenten, dem für Wettbewerbsfragen zuständigen EU-Kommissar Karel van Miert, ließ Biedenkopf die Kampfansage sogar per Boten ins Haus tragen. Kanzler Kohl bekam seine Post ("Mit den besten Grüßen - Dein Kurt") handschriftlich.

Der Angriff löste ringsum blankes Entsetzen aus. Da hatte erstmals ein deutscher Ministerpräsident der Europabürokratie den Gehorsam verweigert, und zwar geradezu handgreiflich - der Freistaat als Freibeuter. »Flagrante Verletzung der europäischen Wettbewerbsregeln«, klagte der gewatschte Karel van Miert, ein Belgier.

Ursprünglich hatte die EU 779,8 Millionen Mark Staatsbeihilfe für die VW-Dependancen in Sachsen vorgesehen, wo auch der neue Passat montiert werden soll. Am 26. Juni aber kürzte Brüssel die Summe um rund ein Drittel. »Wenn man Europa gefährden will, dann wird man es durch diese Art von Zentralismus tun«, so Biedenkopf im SPIEGEL-Gespräch (Seite 34).

Van Mierts Begründung, der Autokonzern erweitere mit Staatsgeld vorschriftswidrig die Kapazitäten, wischte der Professor harsch beiseite: »In rechtlicher Hinsicht unhaltbar.« Die Sachsen »müssen verrückt sein, wenn sie glauben, daß sie damit durchkommen«, giftete ein Eurobürokrat zurück, Kommissionspräsident Santer kündigte Zwangsmaßnahmen gegen die Rebellen an.

Der »liebe Helmut« im Kanzleramt ließ seinen Wirtschaftsminister Rexrodt vorsichtig Bonner Mißfallen über den »mit der Bundesregierung nicht abgestimmten« Coup verkünden.

Den äußerst selbstbewußten Juristen Biedenkopf, einst Magnifizenz an der Bochumer Ruhr-Universität, kümmert das Geschrei wenig. Die Initiative überläßt er ungern anderen - und schon gar nichts dem Zufall. Sogar seine heimische Uhrensammlung stellt er für gewöhnlich höchstselbst auf die Sekunde genau ein, und hin und wieder regelt er an seiner Modelleisenbahn eigenhändig den Verkehr.

Daß ausgerechnet Biedenkopf mit seinen Sachsen gegen die EU antritt, ist kaum ein Zufall. Kein anderer der Ost-Ministerpräsidenten ist derart egostark wie der Christdemokrat. Zudem ist Sachsen wirtschaftlich auf vielen Gebieten Vorreiter im Osten und als altes Industrieland gleichzeitig noch abhängiger vom Wohlergehen der Fabriken als andere.

Westler Biedenkopf kann sich auf den Regionalstolz des eigensinnigen Volks verlassen, das vor allem von unternehmerischen Großtaten in der Vergangenheit zehrt. Sachsen war durch Jahrhunderte eine der führenden Wirtschaftsregionen Europas. Noch in den entlegensten Tälern des Erzgebirges und Winkeln der Lausitz ratterten im Zeitalter der Industrialisierung dampfgetriebene Webmaschinen und Sägewerke. Geht es um Arbeit, weiß Biedenkopf seine Sachsen deshalb geeint hinter sich - und wenn dabei die Eurokratie vor Wut platzt.

Biedenkopf, der den Handstreich gegen die Subventionsaufseher zwei Wochen lang hinter den hohen Zäunen seines bayerischen Retiros organisiert hatte, glaubt sich jedenfalls im Recht - den Bonner Kritikern wie auch besonders dem Eurokraten van Miert gegenüber. Denn der hatte briefliche Beschwerden des Dresdners über das Zahlungsverbot an VW nicht einmal beantwortet. Statt dessen erteilte er Biedenkopf etwa per Interview selbstherrlich den Rat, Sachsen könne »jederzeit zum Europäischen Gerichtshof gehen« (siehe Seite 60).

»Was würde es denn nützen, wenn wir nach Jahren vor dem EU-Gerichtshof recht bekommen, und inzwischen wird schon der Golf VII gebaut - in Bratislawa und nicht in Sachsen«, fragt Biedenkopfs Regierungssprecher Michael Sagurna. Wenn es anders nicht gehe, so die Devise der Freistaatler, müsse man eben einen Brüsseler Rechtsbruch mit einem Dresdner Rechtsbruch kontern.

Das kommt gut an in Sachsen. Schließlich hatte es Eindruck gemacht, als VW-Chef Ferdinand Piëch gleich nach der Subventionskürzung durch Brüssel in einem Brief an Biedenkopf das Ende seiner weiteren Investitionen in Sachsen bekanntgab: »Es versteht sich, daß wir die negativen Impulse sehr bedauern.« Sofort zog er von den Werksbaustellen in Mosel und Chemnitz seine Bagger ab. »Eine Subventionskürzung«, schrieb er, »würde die Herstellungskosten« für VWs aus Sachsen erheblich klettern lassen, und zwar um »ca. 530 DM pro Fahrzeug«.

Gleich nach Biedenkopfs Millionenzahlung erklärte VW vergangene Woche die Investitionsbedingungen für wiederhergestellt. Dem Ausbau der geschätzten 23 000 Arbeitsplätze, die VW direkt und indirekt in der Gegend installieren oder erhalten will, stehe vorerst nichts mehr im Wege.

Der Automobilbau war schon immer der Stolz der Region. Ein Drittel deutscher Produktion kam in Vorkriegszeiten aus Sachsen, hier plöterten die DKW-Zweitakter vom Band und trugen lange schon vor dem Trabi Sachsens blau qualmende Duftmarke hinaus in alle Welt.

Ehrensache für alle, die Restbestände des alten Ruhms zu verteidigen: Im Dresdner Parlament hatten alle Fraktionen das Brüsseler Veto verurteilt. Als der Streit jetzt eskalierte, vergatterte SPD-Landeschef Karl-Heinz Kunckel seine Genossen zur Solidarität mit Biedenkopf.

Auch die Gewerkschafter stehen hinter dem CDU-Regenten beim Kampf um VW. »Da kam eine Hoffnung, die man nun nicht wegnehmen kann, ohne tiefe Depressionen zu schaffen«, sagt Sachsens DGB-Chef Hanjo Lucassen.

Lucassen, sonst einer der schärfsten Kritiker Biedenkopfscher Wirtschaftspolitik, begründete seinen Schulterschluß mit dem Ministerpräsidenten mit der Volksweisheit, ihm sei hier »das Hemd näher als der Rock«. Die Düsseldorfer DGB-Zentrale mahnte bei den Dresdner Kollegen vergebens Behutsamkeit gegenüber der Brüsseler Entscheidung an. Lucassen: »VW brauchen wir, auch wenn es gegen eine europäische Richtlinie verstößt.«

Die Sachsen fürchten um ihre Bilanz im Jahr sechs der Einheit, denn die ist stark gefährdet. Bislang klingt sie noch ganz passabel, zumindest im Ostvergleich: Dort ist Sachsen das Land mit dem größten Wirtschaftspotential. Immerhin 109 Milliarden Mark betrug der Wert der im vergangenen Jahr produzierten Güter und Dienstleistungen - eine Bilanz, die der des bevölkerungsärmeren Agrarlandes Schleswig-Holstein entspricht.

Beim Wachstum liegen die Sachsen seit zwei Jahren an der Spitze der neuen Länder. Die Wirtschaft zwischen Dresden, Leipzig und Zwickau legte 1995 real um 7,4 Prozent zu. 5,6 Prozent sind es im Schnitt der neuen Länder.

Bei der Aufholjagd gelang es Biedenkopf, die Staatsfinanzen dank reichlicher Westhilfe halbwegs in Ordnung zu halten. Mit 3200 Mark pro Kopf ist der Freistaat weniger verschuldet als alle anderen neuen Bundesländer. Und nirgendwo sonst haben die öffentlichen Investitionen einen so großen Anteil an den Staatsausgaben.

Stolz verweisen die Dresdner Wirtschaftspolitiker auch auf die Arbeitslosenquote - mit 15,2 Prozent im Juni ist sie zwar viel zu hoch, aber immerhin ein wenig niedriger als der Durchschnittswert der neuen Länder (16 Prozent). Seit zwei Jahren steigt zudem die Beschäftigung wieder langsam an. 1,95 Millionen Sachsen hatten 1995 Arbeit. Das ist ein Drittel weniger als vor der Wende, aber es sind immerhin schon wieder 52 000 Jobs mehr als 1994.

Kein anderes Bundesland im Osten weist so viele Milliardeninvestitionen auf. In Dresden errichtet Siemens derzeit die größte Chipfabrik Europas - dort wo Erich Honecker den ersten volkseigenen 1-Megabit-Speicher vorstellte, der womöglich ein Bluff war, aber auf jeden Fall in Sachsen als »der größte der Welt« verspottet wurde. 2,7 Milliarden Mark steckt der Konzern bis zum Jahr 2004 in die High-Tech-Anlage - rund 800 Millionen davon kassiert er vorher vom Staat.

Ein zweites Megaprojekt soll das sächsische Silicon Valley komplettieren. Für 2,9 Milliarden Mark will der kalifornische Hersteller Advanced Micro Devices eine neue Fabrik für Mikroprozessoren bauen. Sachsen und der Bund lassen sich das 800 Millionen Mark Fördermittel kosten und bürgen für Kredite.

Geklotzt wurde auch in Leipzig. In der alten Handelsstadt gab die Messegesellschaft 1,4 Milliarden Mark für neue Ausstellungshallen aus. Am Stadtrand hat Quelle das modernste Versandzentrum Deutschlands hochgezogen.

Als internationale Wirtschaftsforschungsinstitute vergangenes Jahr die Wachstumsperspektiven europäischer Städte bis zur Jahrtausendwende ausloteten, setzten sie Leipzig und Dresden auf die Spitzenplätze.

Ordentliche Wachstumsraten können freilich nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch die Sachsen noch längst nicht den Anschluß an den Westen geschafft haben und vor allem stets in Gefahr stehen, wieder abzustürzen. Das Land hängt unverändert am Tropf westlicher Zahlungen. Gerade einmal 60 Prozent der Waren und Dienstleistungen, welche die Menschen in der Elbregion heute konsumieren, haben sie selbst produziert.

Die industrielle Basis ist noch viel zu klein, als daß sich der Aufschwung selber tragen könnte. Zum Gesamtumsatz der deutschen Industrie steuern die sächsischen Betriebe lediglich zwei Prozent bei. Ob in der Chemie, im Maschinenbau oder in der Metallbranche - in fast allen Wirtschaftszweigen liegt die Produktivität 40 bis 50 Prozent unter Westniveau.

Bislang wurde der mäßige Aufschwung an der Elbe vor allem vom Bauboom getragen. Der Anteil dieser Branche an der Wertschöpfung lag in Sachsen noch im vergangenen Jahr bei 18 Prozent und war damit dreimal so hoch wie im Westen. Eine Scheinblüte: Für viele der neuen Büropaläste und Gewerbeparks finden sich jetzt keine Mieter, der Gewerbebau schrumpft schon wieder.

Zum Jahresende laufen die großzügigen Steuergeschenke für die Bauherren von Wohnungen aus. Damit dürfte dann der exzessive Mietwohnungsbau weitgehend beendet sein.

Bereits jetzt gerät der Aufschwung ins Stocken. Das Ifo-Institut in München rechnet für das laufende Jahr mit einem Mini-Wachstum von nur noch 2,5 Prozent in den neuen Ländern. Auch wenn Sachsen wieder etwas besser abschneiden sollte, ist die sächsische Industrie noch viel zu schwach, um als Ersatzmotor anzuspringen. Die vergleichsweise hohen Löhne - im Osten immerhin 77 Prozent des Westniveaus - erweisen sich als das größte Handicap.

Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: »Das bestehende Mißverhältnis zwischen Lohnkosten und Arbeitsproduktivität hat sich wieder verfestigt«, heißt es in einer aktuellen Zwischenbilanz des sächsischen Wirtschaftsministeriums.

Fatale Folge: Viele Betriebe, die den Einzug der Marktwirtschaft zunächst überlebten, bleiben auf der Strecke, sobald der Subventionsfluß versiegt. Mit 1836 Firmenpleiten schoß die Zahl der Insolvenzen im vergangenen Jahr um 75 Prozent in die Höhe.

Der Trend hält an, 1150 weitere Zusammenbrüche registrierte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform im ersten Halbjahr 1996 - an der Elbe gehen mittlerweile mehr Betriebe pleite als in Thüringen oder Brandenburg.

Für bundesweites Aufsehen sorgte vor allem der Fall der Firma Foron in Niederschmiedeberg, die den ersten Kühlschrank ohne den Ozonkiller FCKW produzierte. Trotz innovativer Produkte und üppiger Beihilfen mißlang dem Hausgerätehersteller aus dem Erzgebirge der Durchbruch.

Das Vorzeigeunternehmen mußte im März Gesamtvollstreckung anmelden; zuletzt fand sich immerhin ein Investor, der einen Teil der Produktion, die Kühlgeräte, weiterlaufen lassen will. 175 von rund 600 Arbeitsplätzen sind damit zumindest vorerst gerettet.

Der Untergang von Foron traf das sächsische Nationalgefühl an einer besonders empfindlichen Stelle: Übermächtige Westkonkurrenten hatten die Foron-Technik zunächst nachempfunden und die kleine Sachsen-Firma dann an die Wand gedrückt.

Wie so oft in ihrer Geschichte fühlten sich die Sachsen da von Fremden übervorteilt - völlig zu Recht: Über Jahrhunderte wurden sie geteilt, in den Hunger getrieben und immer wieder besiegt: Das Elend fing damit an, daß die eigensinnigen Sachsen erstens gar keine Sachsen sind - die sitzen größtenteils ganz woanders - und daß sie zweitens in der Geschichte viel zu spät kamen. Als die meisten anderen später deutschen Stämme schon in ihrem künftigen Zuhause saßen, ging es in Sachsen noch zu wie auf Mallorca zur Ferienzeit - alle möglichen Leute trampelten durchs Gelände, nur von Einheimischen war nichts zu sehen. Langobarden, Hermunduren, Semnonen und Markomannen waren nur einige der Horden auf Durchreise.

Als sich die Hektik nach der Völkerwanderung etwas legte, drangen Slawen ins heutige Sachsen vor - Vorfahren von König Kurts Volk. Im Jahr 1120 nannte der tschechische Chronist Cosmas von Prag die Mark Meißen noch kurzerhand »Srbia«. Aus der Zeit stammen auch die sächsischen Ortsnamen auf -itz, eng verwandt mit den slawischen Ortsnamen auf -ic, etwa: Görlitz, Oelsnitz, Chemnitz.

Richtige Sachsen gab es zu der Zeit zwar auch schon, aber nicht in Sachsen. Herzog Widukinds Stamm ("sturmfest und erdverwachsen") saß weiter nordwestlich, vor allem im heutigen Niedersachsen. Ein paar von ihnen wanderten allerdings um 1100 Richtung Osten zusammen mit vielen Mainfranken, Oberpfälzern, Bayern und sogar einigen Niederländern.

Damit die Wessis die Slawen besser im Griff halten konnten, ließ der deutsche König Heinrich I. anno 929 auf einem Bergplateau an der Elbe eine Burg bauen und nannte sie Misni. Die heutige Region Meißen wurde der Kern Sachsens, und der Burgherr, Markgraf Heinrich von Eilenburg, der Ahn des Wettiner-Geschlechts, das Sachsen dann bis zum Ende des Ersten Weltkriegs beherrschte. Der letzte Wettiner dankte erst 1918 ab, angeblich mit dem Spruch: »Macht euern Dregg alleene.«

Doch zunächst gelang dem Volksgemisch unter Wettiner-Herrschaft eine ordentliche Karriere. Das heutige Thüringen gehörte bald dazu und Teile von Sachsen-Anhalt. Von 1485 an freilich ging es machtpolitisch schon wieder bergab. Denn einer der Wettiner hatte zwei Söhne: Ernst und Albrecht.

Die beiden zerstritten sich furchtbar, Albrecht nahm sich den Osten mit Dresden als Residenz, Ernst den Westen mit Wittenberg. Seine Nachfahren kabbelten sich weiter, und der Westen zerfiel in ein rundes Dutzend Zwergstaaten wie Sachsen-Jena oder Sachsen-Merseburg.

Die Kinder Albrechts hielten ihr Land besser beisammen, aber politisch und militärisch waren sie nahezu allesamt Nieten. Eine der wenigen Ausnahmen war Moritz von Sachsen (1521 bis 1553), ein skrupelloser Taktiker, der sich mit mehreren anderen Fürsten zusammen erfolgreich gegen Kaiser Karl V. verbündete und dabei sogar mit den Franzosen mauschelte: Um den König in Paris gegen den Habsburger Kaiser zu mobilisieren, überließ Moritz von Sachsens Fürstentruppe ihm die Städte Metz, Verdun und Toul.

Die meisten seiner Verwandten aber trugen gemütliche Beinamen wie »der Beständige«, »der Sanftmütige« oder »der Reiche«, und selbst einen Friedrich den Gebissenen hatten sie. »Aber keiner von ihnen war groß«, so der Sachsen-Schriftsteller Dieter Wildt, und »noch nicht einmal ihren Größten nennen sie so.«

Der hieß August der Starke. Der populärste Sachsen-Herrscher regierte von 1694 bis 1733 und war vor allem in einer Hinsicht Potentat: Über 360 leibliche Kinder werden ihm nachgesagt, und auch ansonsten liebte August die netten Seiten des Lebens. Während die preußischen Nachbarn ihr Geld ins Militär steckten, ließ Barockfürst August bauen - etwa die Frauenkirche, das Japanische Palais, den Zwinger. Für einen Schwung Porzellan, das die Sachsen da noch nicht selbst backten, überließ er den Preußen gar 600 Dragoner.

Sein Herz liegt heute in einer Bleikapsel in Dresdens Hofkirche, und die Dresdner hängen besonders an seinem Reiterstandbild. Kein Wunder: Bei der Zahl seiner Nachkommen, so spekuliert der Schriftsteller Claus Peter Müller-Thurau, müsse nach neun Generationen schließlich »rechnerisch jeder Sachse mit dem konsequenten Verehrer des weiblichen Geschlechts blutsverwandt sein"*.

Im Krieg standen die Wettiner meist auf der falschen Seite, obwohl sie sich opportunistisch in der Regel an die vermeintlich Stärksten hielten. Im Siebenjährigen Krieg etwa schlossen sie sich freudig einer großen Koalition gegen den alten Feind Preußen an. Das ging daneben: Friedrich der Große siegte gegen die Übermacht.

Schlau geworden, hängten sie sich später gegen Napoleon an den soliden preußischen Waffenrock. Doch als der Korse siegte und siegte, schwenkten die Sachsen um und schlossen sich dem Franzosenkaiser an. Die Sache ging bekanntlich ebenfalls schief; mitten in

Sachsen, bei der Leipziger Völkerschlacht, wurde Napoleon geschlagen. Seine sächsischen Verbündeten verloren beim Wiener Kongreß 1815 ihre ganzen nördlichen Provinzen an Preußen.

Ein militärisches Trauerspiel bieten Sachsen bis heute, Kommandos auf sächsisch klingen einfach nur nach Radeberger Pilsner. Selbst die Schikane-Anweisung sächsischer DDR-Grenzer ("Gennen se fleisch mal de Gofferraum uffmache") kam sanft geknödelt und meist als Frage daher.

Im großen Welttheater immer wieder aufs Haupt geschlagen, konzentrierten sich die Sachsen also auf das, was bis heute ihre Spezialität ist: Sie wurschteln sich fleißig durch und machen das Beste draus. »Meine Formel für Größe am Menschen ist amor fati«, schrieb Friedrich Nietzsche: Man müsse »das Notwendige nicht bloß ertragen ... sondern es lieben«. Der Philosoph war natürlich ein Sachse.

Seine Landsleute entwickelten ein Erfolgsprogramm für schwere Zeiten und nannten es »Fischelanz«, sächsisch für das französische »vigilant«, was soviel heißt wie wachsam, flink, clever.

Mit Fischelanz macht man Heiratspolitik statt Krieg - das belgische und das englische Königshaus haben sächsische Wurzeln, das bulgarische kam auch daher. Mit Fischelanz verdient man aber vor allem viel Geld.

Am Anfang war es schieres Glück; Bergleute scheffelten rund um Freiberg Silber zuhauf, von dem Zehnten lebten die Wettiner prächtig. Als das Erz abgebaut war, standen die Arbeiter da: viel zu viele Menschen auf zu engem Raum, von der Landwirtschaft konnten sie so nicht leben. Also wurden sie Erfinder und Handwerker.

Sachsen bauten die erste gute deutsche Lokomotive ("Saxonia"), dazu die erste richtige Strecke (Leipzig-Dresden) mitsamt der ersten Eisenbahnbrücke, dem ersten Eisenbahntunnel und dem ersten deutschen Dampfschiff. Sachsen erfanden fischelant künstliches Gummi, August Horch (lateinisch: »Audi") baute dort seine ersten Autos. Sachsen konstruierten die ersten mechanischen Tuchwebstühle, am Ende des 19. Jahrhunderts kamen zwischen 80 und 90 Prozent aller maschinengewirkten Strümpfe weltweit aus Sachsen.

Sachsen schraubten die weltbesten Uhren zusammen und die erste industriell hergestellte Rechenmaschine der Welt. Porzellan, die Mundharmonika, die Ansichtspostkarte und das Skatspiel - alles aus Sachsen, ebenso wie die erste illustrierte Zeitung (1843 in Leipzig). Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Revier im Osten produktiver als das Ruhrgebiet.

Weil man für die Industrie gute Arbeiter braucht, war den Sachsen Bildung heilig, und ganz nebenbei sprangen solche Geistesgrößen dabei heraus wie Johann Gottlieb Fichte, Gottfried Wilhelm Leibniz oder Gotthold Ephraim Lessing, Johann Sebastian Bach dazu und Martin Luther zuvor, er ein besonders typischer Sachse, deftig und Protz hassend.

Sachsen seien aber auch »die größten Spinner der Deutschen«, schrieb der Kenner Dieter Wildt. Wer gut träumt und Geld hat, kommt über den Mangel an Ruhm besser hinweg: Typische Sachsen waren also die Fabulierer Hedwig Courths-Mahler und Karl May - Richard Wagner, der Heroen-Komponist, auch er ein Sachse.

Wo es Arbeiter und Intellektuelle zuhauf gibt, mußten sie sich früher oder später zusammentun. In Leipzig gründete Ferdinand Lassalle den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein, im damals sächsischen Eisenach entstand die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, Vorläufer der SPD. In Sachsen erschien zum erstenmal das SPD-Parteiorgan Vorwärts.

Der SPD-Vormann Herbert Wehner kam aus Sachsen wie vor ihm Karl Liebknecht. Die ersten kommunistischen Landesminister gab es dort und ein sinnreiches Mittel, um das notorische Geschrei ihrer Abgeordneten notfalls zu übertönen: eine Lärmanlage im Landtag, die sogenannte Kommunistentute.

Mit den Nazis arrangierten sich die Sachsen, aber nur wenige machten richtig Karriere. Der hochrangigste Sachse im Hitler-Regime war Reinhard Heydrich, Vize-Reichsprotektor in Böhmen und Mähren.

Um so weiter brachten sie es in der DDR. Der erste SED-Chef Walter Ulbricht war ein Sachse und mit ihm viele hochrangige Funktionäre. Das Parteichinesisch werde zunehmend zum Parteisächsisch, spottete der Publizist Rudolf Walter Leonhardt weit vor der Wende.

Ob auf Ibiza oder im Prenzlauer Berg, ob auf Hiddensee oder hinter dem Mikrofon, stets sind die Menschen aus Zittau und Riesa, Plauen und Chemnitz nicht nur als Deutsche auszumachen. So schwer es sein mag, einen Holsteiner von einem Pommern zu unterscheiden, einen Brandenburger vom Berliner - der Sachse kann nie verleugnen, aus welchem Teil Deutschlands er stammt. Genauer: Er kann es nicht verleuschnen.

An den Grenzübergängen des Honecker-Staates prägten sich vor allem diejenigen Teile der Grenzorgane ein, die im schönsten Sächsisch die Gäste aus dem Westen nach den Pässen fragten: »De Doggumende bidde.«

Dresden und Leipzig waren zudem Vorzeigestädte der SED. In Dresden ließ Erich Honecker die Semper-Oper wiederaufbauen, Dresdner Künstler wie Trompeter Ludwig Güttler und Sänger Theo Adam spielten auf ihren Westreisen fleißig Devisen ein.

Doch für den Ausbau Ost-Berlins zur 750-Jahr-Feier 1987 wurden auch aus Sachsen Bauarbeiter samt Baumaterial abgezogen. Und so schimpften die Sachsen über die Hauptstädter, die müßten immer auf dem Bauch schlafen, weil ihnen nachts der Zucker hinten reingeblasen werde. Bis heute schwelt der sächsisch-preußische Konflikt in Witzform weiter. So wird das Dresdner Autokennzeichen DD in Berlin und Brandenburg als »Doppel-Doof« gedeutet.

Wie zum Ausgleich dafür, daß die Sachsen in der DDR von Mecklenburgern und Brandenburgern als Besatzungsmacht empfunden wurden, waren es die Sachsen, die dem System dann aber den Garaus machten.

Dresden und Leipzig waren eben nicht nur rote Hochburgen, in beiden Städten fanden sich auch frühzeitig Oppositionelle und Ausreisewillige zusammen, sächsische Christen machten sich bereits Anfang der achtziger Jahre für einen sozialen Friedensdienst stark. Renitente Sachsen spotteten, durch ihren Dialekt unangreifbar für die Staatsmacht: »Der Sozialismus siecht.«

Und sie waren es, die im Herbst 1989 ihrem Ärger über die senile Parteiführung nicht nur mit politischen Witzen Luft machten. Im vogtländischen Plauen, scheinbar tiefste Provinz, begann die Mobilmachung gegen den Sozialismus schon im September. In Leipzig demonstrierten Zehntausende die Stasi in die Knie. Zwei Tage nach dem 40. Jahrestag der DDR, am 9. Oktober 1989, läutete die große Montagsdemonstration den Untergang des Honecker-Staates ein. Ohne diesen 9. Oktober hätten die Berliner ihren 9. November, die Maueröffnung, nie erlebt.

Doch nicht nur Deutschland feierte danach Auferstehung, auch das Sachsentum wurde in den Wendetagen neu belebt. Grünweiße Fahnen flatterten auf den Plätzen des Landes, das im Herbst 1989 noch in mehrere Bezirke geteilt war.

Sachsens Wiedergeburt brauchte nicht viele Wehen. Denn nicht zuletzt die Abneigung der anderen DDR-Bürger hatte das ohnehin sehr eigene Zusammengehörigkeitsgefühl der Sachsen gefördert - mitsamt ihrer zweiten Nationaltugend, der »Gemütlichkeit«.

Sachsen, nunmehr nach Bayern-Vorbild »Freistaat« getauft, ist der sinnenfreudigste Teil Ostdeutschlands mit halbwegs trinkbaren Weinen, bestem Bier und einer der prominentesten Ostbands, den Prinzen. Die Eiskunstläuferin Katarina Witt kommt aus Sachsen, und dort entstand nach der Wende auch das größte ostdeutsche Volksfest, nach dem Oktoberfest das zweitgrößte deutsche Volksfest überhaupt: Der »Tag der Sachsen«, für den ein Tag natürlich nicht ausreicht, wurde 1992 von Biedenkopf per quasiköniglicher »Bekanntmachung« ins Leben gerufen und fand sofort Anklang beim versammlungsfreudigen Sachsenvolk.

Gezielt baute die Landesregierung das Wir-Gefühl auf, um den Platz zwischen verlorener DDR-Identität und dem noch nicht gewonnenen Bundesbürger-Bewußtsein zu besetzen. So entschloß sich die Stadt Dresden, die eigentlich ganz andere Sorgen hat, die im Krieg zerstörte Frauenkirche wiederaufzubauen, allerdings überwiegend mit privaten Spenden.

Dresden war schon früh eine Kunst- und Kulturstadt. Hier lebte Erich Kästner, hier überlebte eine der bürgerlichsten Existenzen die DDR, der Erfinder Manfred von Ardenne. In Dresden traf sich die Kunstwelt, auch zu DDR-Zeiten, zu zentralen Kunstausstellungen. Dresdner, die sich zum besseren Teil der Gesellschaft rechnen, geben ihre Söhne in den Kreuzchor.

Doch die Grenzen zwischen Zusammengehörigkeit und Provinzialität, Strebsamkeit und Strebertum, Selbstachtung und Größenwahn sind auch in Sachsen fließend. So fanden sich nach dem Untergang der DDR nicht nur feierwütige und aufbauwillige Sachsen zusammen, sondern auch sächsische Separatisten.

»Sachsen den Sachsen«, schrieb der überkandidelte Sachsenbund in seinen Flugblättern angesichts all der Politiker aus Westdeutschland, die den Regierungssitz Dresden fest in der Hand haben. Die Sachsen-Extremisten drohten indirekt sogar mit Gewalt: »Es gibt interessante Parallelen in der Sowjetunion und Jugoslawien.«

Und allen Ernstes kämpfen diese Obersachsen für den Anschluß von Ortschaften anderer Bundesländer an Sachsen - Seelenverwandte in Halle hörten den Ruf und wollen nun von Sachsen-Anhalt herüberwechseln (siehe Interview Seite 32).

Kurt Biedenkopf hat es trotz seiner West-Vergangenheit geschafft, die Sachsen-Begeisterung zu nutzen, teilweise gar auf sich zu übertragen. Kein ostdeutscher Ministerpräsident außer vielleicht der Brandenburger Manfred Stolpe findet soviel Zustimmung in der Bevölkerung, keiner kann es sich leisten, so mimosenhaft königlich selbst bei behutsamer Kritik zu reagieren.

Landtagsabgeordnete etwa, die es riskieren, ihm zu widersprechen, werden wegen »offensichtlich unsinnigen« Redens abgekanzelt.

Wenn ihn jemand angreift, verläßt er auch schon mal einfach den Plenarsaal oder schlägt erfrischend hart zu: Als der SPD-Wirtschaftsexperte Friedemann Tiedt über »Ratlosigkeit und Politikschwäche« der Staatsregierung im Landtag herzog, konterte Biedenkopf mit einem Hinweis auf Tiedts Nebenjob als Unternehmensberater. Anschließend übersandte er SPD-Chef Kunckel eine Rechnung Tiedts über 402 000 Mark, die der Sozialdemokrat von einer Plauener Firma für Auftragsbeschaffung haben wollte.

Überspannt hat Biedenkopf den Bogen beim sächsischen Polizeigesetz, das der Verfassungsgerichtshof in weiten Teilen kassierte. Das Verdikt der Richter war eine Ohrfeige für seine Regierung: Das Werk sei schlampig ausgearbeitet und in wesentlichen Teilen schlichtweg verfassungswidrig.

Möglich auch, daß Biedenkopf es mit dem Subventionsstreit übertrieben hat. Die EU-Kommission, der er wegen der Beihilfen für VW den Fehdehandschuh hingeworfen hat, könnte Bonn anweisen, Sachsen zur Rückforderung der ausgezahlten Subventionen zu zwingen - ohne den Europäischen Gerichtshof einzuschalten. VW würde dann womöglich dagegen klagen, mutmaßen sächsische Politiker.

Außerdem, spekuliert das Düsseldorfer Handelsblatt, könnte der sächsische Alleingang zur »grundsätzlichen Überprüfung der Beihilfepraxis in Ostdeutschland führen«. Sollten dann die Sonderbestimmungen für die neuen Bundesländer eingeschränkt werden, hätten die Dresdner »Ostdeutschland insgesamt einen Bärendienst« erwiesen.

Doch bislang spielt Biedenkopf auf der politischen Bühne im Freistaat noch immer den Alleinunterhalter. Die sächsische SPD, mit 16,6 Prozent der Bonsai der deutschen Sozialdemokratie, hadert mit sich selbst und füllt das Dresdner Sommerloch mit Personalquerelen.

Seine eigene Fraktion hat Biedenkopf in die Hände »des lieben Fritz« gegeben. Der gottesfürchtige Fritz Hähle, der jeden Tag mit einer Losung der Herrnhuther Brüdergemeine beginnt, führt Partei und Fraktion geräuschlos. Vor dem Mann muß Biedenkopf sich nicht ängstigen.

Auch die Minister wissen sich zu benehmen. Kein schlagzeilenträchtiger Profilierungsversuch mehr - wenn ein Sachse in Bonn von sich reden macht, ist es Biedenkopf und sonst niemand.

Der Polterer Heinz Eggert, immerhin mal Kohl-Stellvertreter, ist nach seinem Fall als Innenminister als politische Größe zumindest vorerst erledigt. Schulterklopfen findet er jetzt bei Touristen, die ihn auf der Brühlschen Terrasse in Dresden oder im Café schon mal mit einem Schauspieler verwechseln ("Guten Tag, Herr Löwitsch") und sich mit ihm für ein Erinnerungsfoto ablichten lassen.

Von Sachsens Justizminister Steffen Heitmann, kurzzeitig vom Kanzler sogar fürs Amt des Bundespräsidenten auserkoren, nehmen außerhalb Sachsens nur noch wenige Notiz. Der gebürtige Thüringer Arnold Vaatz, jener Ex-DDR-Bürgerrechtler, mit dem der damalige CDU-Generalsekretär Volker Rühe nach der Wende der Ost-CDU die Blockflötentöne austreiben wollte, muß sich als Umweltminister von aufgebrachten Bürgern wegen der Abwassergebühren anzählen lassen.

Unangefochten kann Biedenkopf so das Reich der Wettiner weiterführen. Dabei könnte er sich als Erbe des letzten Sachsenkönigs fühlen - wenn da nicht ein Maler aus Genf in Dresden aufgekreuzt wäre.

Der etwas kauzige alte Herr heißt Maria Emanuel, Markgraf von Meißen und Herzog zu Sachsen. Der 70jährige Prinz, Enkel des letzten Wettiner-Herrschers, möchte jetzt heim ins Reich und will vor allem das Schloß Wachwitz in Dresden und allerhand Kunst wiederhaben. Finanzminister Georg Milbradt kämpft hartnäckig, um die Ansprüche des Wettiners juristisch abzuwehren.

Nur eins wird Biedenkopfs Getreuer der Gestalt aus der Geschichte kaum nehmen können: Im Unterschied zu König Kurt läßt sich Maria Emanuel auch entsprechend anreden - ganz einfach mit »Königliche Hoheit«.

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Industrierevier Sachsen

Sachsen: Bruttoinlandsprodukt

Sachsen: Arbeitslosenquote

Territoriale Veränderungen in Sachsen

Sächsische Bezirke von 1952 bis 1990

[GrafiktextEnde]

* Am 8. September 1992 beim Tag der Sachsen in Freiberg.* Erstes Bild des neuen Passat.* Claus Peter Müller-Thurau: »Die Sachsen kommen - einPsychogramm der neuen Macher«. Goldmann-Verlag, München; 204Seiten, 12,90 Mark.

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