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NEU IN DEUTSCHLAND Die Halbstarken (Deutschland).

aus DER SPIEGEL 42/1956

Gemeint

sind nicht nur die Lieblingskinder der neueren Soziologie, die halberwachsenen Rowdies und Frechlinge, sondern auch hochkriminelle Teenagers, die Uhren stehlen und Postautos überfallen. Der Regisseur und Dokumentarfilmspezialist Georg Tressler, der seinen ersten Spielfilm inszenierte, führt zu Beginn einige Halbstarken-Bräuche unterhaltend und kennerisch vor. Später, bei den umständlichen und zerfahrenen Raub- und Schießaffären, ermattet seine Kraft. Der Bundesfilmpreisträger Horst Buchholz bemüht sich, mit stechendem Blick und Angebergesten die übertünchte Schwäche seiner Generation darzutun. Die fünfzehnjährige schlitzäugige Karin Baal hat ihr Ziel, die Marina Vlady vom Wedding zu werden, einigermaßen erreicht. (Inter West-Film.)

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