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Die Meuterei in Kronstadt

aus DER SPIEGEL 6/1947

In Berlin läuft gegenwärtig der russische

Film »Wir von Kronstadt«. Er kommt aus der besten Tradition der großen russischen Revolutionsfilme. Um Revolution geht es auch hier.

Dumpfe nächtliche, unheilvolle Schwüle liegt über der Stadt. Die Matrosen meutern. Sie werden zunächst überwältigt. Sieben der Tapfersten werden gefangen genommen. Gefesselt und mit Steinen beschwert, werden sie von einem Felsen ins Meer gestoßen. Einer entkommt und schlägt sich zu den Genossen durch. Die Weißen werden besiegt.

Der Film ist gut zehn Jahre alt, aber keineswegs veraltet. Noch immer fesselt die Art, wie hier das revolutionäre Pathos des Films durch bildliche Mittel zum Ausdruck gelangt.

Diese Art ist realistisch, mit neuen, unvergeßlich eindringlichen Bildern, mit einem durchaus richtigen Gefühl für Wirkung der Bewegung, für charakteristisches Geschehen, für die innere Spannung der abenteuerlichen Vorgänge.

Der Regisseur heißt Dsigan. Man hat von ihm in neuerer Zeit leider nichts mehr gehört.

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