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Die Umstandsbombe aus dem Baader-Meinhof-Nachlaß

aus DER SPIEGEL 30/1972

gilt dem Chef des Bundeskriminalamts Horst Herold als »das Ordinärste, Gemeinste und gleichzeitig technisch Genialste, was ich seit langem gesehen habe«. Der auf der Wäsche zu tragende Explosiv-Set, von Fahndern in einem Versteck der »Rote Armee Fraktion« sichergestellt, bietet Doppeleffekt: Neben Sichtschutz darf die verkleidete Attentäterin auf zusätzlichen Sympathievorschuß rechnen. Dank dieser physischen wie psychologischen Tarnung bleibt die Schein-Schwangere unbeargwöhnt und täuscht etwaige Objektschützer nach Deponierung des Sprengsatzes auf dem Rückweg gleich ein zweites Mal: Die Stelle der Halbkugel-Bombe nimmt dann ein aufblasbarer Gummiball ein -- ihn diskret aufzupumpen erlaubt ein Verbindungsschlauch, dessen Mundstück in greifbare Nähe des Kleiderausschnitts verlegt werden kann.

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