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Diego Riviera

aus DER SPIEGEL 16/1952

Diego Riviera, 65, mexikanischer Maler, hat im Auftrage der mexikanischen Regierung für eine im Mai in Paris stattfindende mexikanische Kunstausstellung ein Kolossalgemälde abgeliefert, das jedoch vom mexikanischen Kunstmuseum abgelehnt wurde. Diego nannte sein Werk »Der Alpdruck des Krieges und der Traum vom Frieden«. Es zeigte einen profitgierigen John Bull (England), einen blassen und abgewirtschafteten Uncle Sam (USA), eine dirnenhafte Marianne (Frankreich) und einen den Frieden predigenden Stalin mit einer weißen Taube auf der ausgestreckten Hand. Neben Stalin stehen Mao Tse-tung mit frommem Augenaufschlag und ein gekreuzigter, bluttriefender Koreaner. Darunter ist die Massenerschießung von Menschen durch ein Exekutionskommando in amerikanischen Uniformen dargestellt.

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