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Diese Woche im Fernsehen

aus DER SPIEGEL 14/1979

Montag, 2. 4.

20.15 Uhr. ZDF. Das Leben geht weiter

Thema des »Magazins für Lebensfragen": »Hilfe für trauernde Menschen«.

21.15 Uhr. ARD. Kontraste

»Betrachtungen im 30. Jahr zweier deutscher Staaten": Was wissen west- und ostdeutsche Schulkinder voneinander, was halten DDR-Bürger und Bundesbürger von der deutschen Frage? 21.15 Uhr. West III. Nachtasyl (sw)

Jean Renoirs Gorki-Verfilmung (1936) mit Jean Gabin und Louis Jouvet.

21.20 Uhr. ZDF. Die Tatarenwüste

Ein Fort am Rande der Wüste, endloses Warten auf einen Feind, den es vielleicht gar nicht gibt, die perfekt reglementierte Alptraumwelt einer Soldaten-Kaste, die ihren absurden Alltag mit Militär-Ritualen verbringt und auf die große Bewährung hofft -- Dino Buzzatis Parabel (1940) vom »Vergehen der Zeit« hat Regisseur Valerio Zurlini 1976 in halluzinatorische Bilder umgesetzt. »Ein großes, leises Meisterwerk« ("SZ"), mit Max von Sydow, Fernando Rey, Giuliano Gemma, Vittorio Gassman, Philippe Noiret, Helmut Griem, Jean-Louis Trintignant. 23.00 Uhr. ARD. Rollenspiele

»Nicht sehr neuartig, wenn auch hübsch erzählt«, fand der »Nouvel Observateur« diesen siebten Spielfilm des Schweizers Michel Soutter ("Die Landvermesser«, »Der Seitensprung"). Sein Thema: die Krisen und Seelennöte eines Regisseurs (Jean-Louis Trintignant), der sich in einem Badehotel mit drei Schauspielerinnen (Photo: Lea Massari, Valérie Mairesse, Delphine Seyrig) zu Probengesprächen für eine Tschechow-Verfilmung trifft.

Dienstag, 3. 4.

19.30 Uhr. ZDF. Miss Marple: 16 Uhr 50 ab Paddington (Wh., sw)

Für Margaret-Rutherford-Fans: Das ZDF wiederholt (einmal im Monat, jeweils dienstags) vier Agatha-Christie-Krimis mit der schrulligen Alten, die bei der Erstsendung Rekord-Einschaltquoten brachten.

21.00 Uhr. ARD. Monitor

Geplant sind Beiträge über den vor Jahren vergrabenen Chemie-Müll, der jetzt vielerorts entdeckt wird, über die Patenschaften für Kinder in der Dritten Welt und über die Chancen der Grünen bei der Wahl in Schleswig-Holstein.

21.20 Uhr. ZDF. Schießt das Zeug doch auf die Sonne!

40-Minuten-Dokumentation zum Streit um die Entsorgungsanlage Gorleben. Leitung: Detlef Sprickmann.

Mittwoch, 4. 4.

20.15 Uhr. ARD. Die Quelle

TV-Spiel von Rainer Erler ("Die Delegation«, »Das blaue Palais«, »Plutonium") um einen Touristen, der bei einem Insel-Urlaub in düstere Geschäfte verwickelt wird.

20.15 Uhr. ZDF. Bilanz

Filmbeiträge und Interviews aus Frankreich, Großbritannien, Italien und der Bundesrepublik zur Frage, ob »Europa eine Gemeinschaft für Unternehmer oder für Arbeitnehmer ist«. Moderator: Gerhard Schröder.

22.05 LEhr. Nord III. Willkommen in Los Angeles (Wh.)

US-Regisseur Alan Rudolph schildert (1976) mit manieriertem Schick das süße, fade Leben kalifornischer »beautiful people«.

22.10 Uhr. ZDF. Alltag am Rande des Chaos

Türkei-Reportage von Wolfgang Büsgen.

22.10 Uhr. West III. Napoleon vom Broadway (sw)

Howard Hawks' »sophisticated comedy« von 1934.

22.45 Uhr. ARD. Titel, Thesen, Temperamente

Geplant sind kritische Anmerkungen zum monumentalen Berliner Congress-Centrum und ein Beitrag über den Film »Albert -- warum?«, eine Außenseiterstudie von Josef Rödl.

22.55 Uhr. ZDF. Trotzki in Coyoacan (Wh.)

Hartmut Langes Drama über die letzten Stunden des sowjetischen Revolutionärs wurde bei Bühnen-Inszenierungen als »Schulfunk« abgetan. Nach der TV-Aufführung (Regie: Rolf Busch) diskutieren Autor Lange, der trotzkistische Wirtschaftswissenschaftler Mandel sind Eugen Kogon über die »hypothetische Zukunft des Trotzkismus«.

Donnerstag, 5. 4.

20.15 Uhr. ARD. Im Brennpunkt Geplant ist eine NDR-Dokumentation über Gorleben.

20.20 Uhr. Nord III. Kuß mich Dummkopf (Wh., SW)

Billy Wilders Ehe-Komödie (1964) mit Kirn Novak und Dean Martin. 21.20 Uhr. ZDF. Kennzeichen D

Bürger von Lüchow-Dannenberg ziehen Bilanz ihrer jüngsten Demonstrationen. Außerdem ein Beitrag über Entsorgungsprobleme in der DDR und eine Untersuchung, warum es in den USA keine Wiederaufbereitungsanlagen für Atommüll gibt.

21.45 Uhr. ARD. Verkaufskanonen

Feature über Marktschreier, billige Jakobs und andere »Entertainer an der Verkaufsfront«.

22.05 Uhr. ZDF. Der Architekt der Sonnenstadt

TV-Spiel des Berliner Autors Renke Korn, der »Kreuzberg liebt und das Märkische Viertel haßt«. Er schildert die Frustration eines jungen Architekten, der freundliche, humane Häuser bauen will.

23.00 Uhr. ARD. Schneeglöckchen blühn im September (Wh.)

Christian Ziewers Lehrstück (1974) über Lohnkampf und Klassen-Solidarität.

Freitag, 6. 4.

20.15 Uhr. ARD. Sarah T., eine jugendliche Alkoholikerin

Mit »Exorzist«-Star Linda Blair (Photo), kürzlich wegen Kokain-Handels in den USA vor Gericht, drehte »Superman«-Regisseur Richard Donner 1975 diese Studie eines Teenagers, der nach der Scheidung seiner Eltern alkoholsüchtig wird.

21.50 Uhr. ARD. Plusminus

Geplante Themen: »Faule Tricks im EG-Handel«, »die Zuverlässigkeit« des index für Lebenshaltungskosten und »gefährliche Warentermingeschäfte«.

22.20 Uhr. ZDF. Aspekte

Ein Interview mit Herbert von Karajan über den Boom von Live-Musikübertragungen im Fernsehen.

22.30 Uhr. Bayern III. In der Hitze der Nacht

US-Thriller (1966) von Norman Jewison mit Rod Steiger, Warren Oates und Sidney Poitier.

23.15 Uhr. ZDF. SWD -- Der Bund der großen Tat (Sw)

Der wiederentdeckte Stummfilm der sowjetischen Regisseure Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg, 1927 als »romantisches Melodram mit historischem Hintergrund« gedreht und in der Stalin-Zeit als »formalistisch« verpönt, rekonstruiert eine Episode des russischen Dekabristen-Aufstands von 1825.

Samstag, 7. 4.

20.15 Uhr. ZDF. Indiskret (Wh.) Stanley Donens leichte Gesellschaftskomödie (1958) mit Ingrid Bergman und Cary Grant.

20.15 Uhr. West III. Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe

Das Bühnenstück (1976) des DDR-Dramatikers Peter Hacks hat Niels-Peter Rudolph fürs Fernsehen bearbeitet.

21.20 Uhr. Nord III. Elvis 1968 (Wh.) NBC-Show vom Dezember 1968, mit der Elvis Presley sein Comeback startete.

21.30 Uhr. DDR 1. Das malvenfarbene Taxi

Französischer Wettschmerz-Krimi (1977) mit Philippe Noiret, Fred Astaire, Charlotte Rampling und Peter Ustinov. Regie: Yves Boisset.

21.45 Uhr, ARD, und 21.55 Uhr, ZDF.

Europa-Forum der CSU

Berichte und Interviews aus Nürnberg.

22.05 Uhr. ARD. Opera Curiosa

Aufzeichnung einer Jux-Revue (Photo oben) mit Freaks, Punks, Transvestiten und Horrormenschen, von der einstigen Schwabing-Wirtin Marianne Segebrecht in einem Münchner Zirkuszelt inszeniert.

23.05 Uhr. ARD. Geburten verboten

Amerikanischer Science-Fiction-Film (1971) von Michael Campus mit Geraldine Chaplin

Sonntag, 8. 4.

10.30 Uhr. ZDF. Christus lebt -- Kreuzwegstationen aus Mexiko und Leipzig

Der französische Kino-Ästhet Francois Reichenbach zeigt seine eigenwillige Film-Version von Bachs Johannes-Passion.

15.45 Uhr. ZDF. Charlie Chaplin: Die Geschichte meines Lebens

Mit diesem US-Dokumentarfilm (1975) über Chaplin beginnt »eine der wichtigsten und schönsten Retrospektiven, die eine Fernsehanstalt je anbieten konnte« (ZDF).

19.30 Uhr. ZDF. Die Kleber-Kolonne von Frisco

Wolfgang Ebert berichtet über eine Gruppe junger Amerikaner, die aus Ramsch und Krimskrams »Kunst zur Freude der Menschen« macht.

21.15 Uhr. ZDF. Verschollen im Weltraum

Western-Profi John Sturges drehte diesen Astronautenfilm 1969 mit Gene Hackman und Gregory Peck.

21.55 Uhr. ARD. Menschen und Straßen

Thomas Reimer, vor zehn Jahren Korrespondent in Vietnam, filmte jetzt wieder fünf Wochen lang an der »freudlosen« Straße Nr. 1 von der chinesischen zur kambodschanischen Grenze.

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