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DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

aus DER SPIEGEL 7/1974

Montag, 11. 2.

20.15 Uhr. ARD. Report

Moderator: Franz Alt. Berichte zum Tarifstreit sowie ein Porträt der Jungdemokraten anläßlich ihres Bundeskongresses. Ferner Filme über den »liberalen, bremischen Konservativen Karl Carstens« und über mangelhafte Brandschutz-Bestimmungen auch in der Bundesrepublik.

20.15 Uhr. ZDF. Querschnitt

Hoimar von Ditfurth erklärt an Studio-Experimenten die Problematik von Intelligenz-Tests und der IQ-Bestimmung. 21.00 Uhr. ARD. Die Montagsmaler Zweite Ausgabe des Fußballer-Quiz, diesmal mit Spielern vom HSV und Eintracht Frankfurt.

21.00 Uhr. Bayern III. Multinationale Konzerne im Kreuzverhör

Diskussion mit Vertretern von IBM und BP sowie Staatssekretär Matthöfer, Mitglied der Uno-Kommission »Multinationale Konzerne«.

21.15 Uhr. ZDF. Im Zeichen der Kälte

Nach seinem esoterischen Krimi »Kopf oder Zahl« sucht Filmemacher Uwe Brandner in seinem neuen Fernsehstück »Tatort«-Nähe: Ein Anarchist (Harry Baer) hat sich mit Dynamit in einem Hotelzimmer verschanzt und wird über ein verstecktes TV-Auge beobachtet. Psychologische Tricks sollen ihn zur Kapitulation bringen.

21.35 Uhr. Nord III. Solschenizyns Archipel GULAG

Open-end-Gespräch mit dem Politologen Richard Löwenthal, dem Schriftsteller Horst Bienek und· Sowjet-Experten. Leitung: Hans Werner Richter. 21.45 Uhr. ARD. Stationiert in Germany

TV-Journalist und Bestseller-Autor Gerhard Herrn ("Die Phönizier") berichtet über Integrations-Schwierigkeiten amerikanischer Gis.

22.50 Uhr. ARD. Für Vaterland und Sozialismus

Reportage des Warschauer ARD-Korrespondenten Klaus Bednarz über »30 Jahre polnische Volksarmee«.

Dienstag, 12. 2.

20.15 Uhr. ARD. Sterns Stunde In der 15. Folge seiner provokanten Natur-Feuilletons warnt Horst Stern davor, »die Alpen zu einem Siedlungsbrei zwischen München und Mailand zu vermanschen«.

21.15 Uhr. ARD. Lohn und Liebe Der zweite Arbeiter-Spielfilm des Berliner Teams Marianne Lüdeke und Ingo Kratisch ("Die Wollarids") will klarmachen, »daß es für die Frau keine individuellen Möglichkeiten zur Veränderung ihrer Situation gibt«. in volkstümlichrealistischer Machart ("Die Zuschauer sollen sich unterhalten fühlen") wird die allmähliche Politisierung einer jungen Fließbandarbeiterin illustriert, die sich -- nach einer enttäuschenden Affäre mit einem leitenden Angestellten -- im Lohnkampf mit ihrer klassenbewußten älteren Kollegin solidarisiert.

21.15 Uhr. ZDF. Kennzeichen D Moderator: Hanns Werner Schwarze. Geplant sind ein Gespräch mit Arbeitsminister Arendt sowie eine Bilanz der DDR-Erfahrungen mit der (1972 eingeführten) Fristenlösung. Zur Kontroverse um den Grundvertrag soll der Prozeß-Bevollmächtigte der bayrischen Regierung, Dieter Blumenwitz« gehört werden. Ferner -- am Beispiel der Berliner-Kreisel-Affäre -- eine kritische Analyse derzeitiger Berlin-Förderung.

Mittwoch, 13. 2.

20.15 Uhr. ARD. Fußball-Länderspiel Spanien gegen Jugoslawien Das letzte Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft wird live aus dem Frankfurter Waldstadion übertragen. 20.15 Uhr. ZDF. Bilanz

Geplant sind Reportagen zum« Tarifkonflikt und über die Werbeaufträge für die bundesdeutsche WM-Fußballmannschaft. Ferner werden Chancen für eine Benzinpreis-Senkung untersucht.

20.15 Uhr. Nord III. The Major and the Minor (sw)

Billy Wilders Kino-Komödie von 1942 persifliert nebenbei den offiziellen amerikanischen Patriotismus während der Kriegsjahre. Ginger Rogers spielt eine stadtmüde New Yorker Kosmetikerin, die -- als Zwölfjährige verkleidet -- mit einem Kinderfahrschein heim nach Iowa will.

20.15 Uhr. Südwest III. Der dritte Mann

Carol Reeds Krimi-Klassiker von 1949. 20.15 Uhr. West III und Hessen III. Auf in den Westen (sw)

Der Mae-West-Film (1936) von Henry Hathaway brachte Amerikas »Statue of Libido« Ärger mit der Zensur, weil sie auf dem Hintern ihres Partners den Takt zu einer Tanzmusik klopfte. 20.25 Uhr. Bayern III. Maria von Schottland (sw)

Der amerikanische Kostümfilm von 1936 (mit Katherine Hepburn) gehört zu den kaum bekannten Nebenwerken des Western-Spezialisten John Ford. 21.15 Uhr. ARD. Heute abend in Warschau

Dem »TV-Bummel« durch Studententheater, Kabaretts, Museen und Nachtklubs in der polnischen Hauptstadt sollen Unterhaltungssendungen aus Budapest und Belgrad folgen. 21.15 Uhr. ZDF. Aspekte

Moderator: Reinhart Hoffmeister. Berichte von der Bochumer Premiere des D. H. Lawrence-Stückes »Freitagabend eines Bergmannes« und über ein Kulturzentrum für Kumpel im Ruhrgebiet. Anschließend ein Interview mit dem amerikanischen Bestsellerautor Robert Crichton zu seiner Familien-Saga »Die Camerons«.

21.45 Uhr. Nord III. Das Kino der Chinesen

Zwei Berichte über die Welle brutaler Hongkong-Filme, meist blutige Ritterspektakel und Heldenmythen, die den bundesdeutschen Markt überflutet hat. 22.00 Uhr. ZDF. Eisenwichser

Das Erstlingsdrama des einstigen Malergesellen Heinrich Henkel -- ein Dialog zwischen zwei Rohranstreichern (Fachjargon: Eisenwichser) über Ehe, Fußball, Fernsehen und Lohn -- in der TV-Inszenierung von Franz Peter Wirth. Wiederholung. 22.15 Uhr. ARD. Kompaß

Moderator: Kurt Stenzel. Berichte von Gerhard Konzelmann und Peter Miroschnikoff zum Nationalkongreß der Palästinenser in Kairo. Außerdem ein Film über die Wirtschaftskrise in Japan und von Dieter Gütt ein »Psychogramm amerikanischer Football-Zuschauer«. Motto: »Saat der Gewalt«.

Donnerstag, 14. 2.

8.58 Uhr. ARD und ZDF. Debatte über die verfassungsmäßige Ordnung in der Bundesrepublik (sw)

Live-Übertragung aus dem Bundestag. Ausschnitte zeigt die ARD um 20.15 Uhr, das ZDF gegen 21.15 Uhr. 20.15 Uhr. West III. Der Kaufmann von Venedig (sw)

Otto Schenks Shakespeare-Inszenierung (1968) mit Fritz Kortner in seiner berühmtesten Rolle: »Es gibt keinen, der ihm gleicht«, schrieb Alfred Kerr schon 1927 über Kortners Juden Shylock. 22.00 Uhr. ZDF. Nirwana in Deutschland

Der indische ZDF-Mitarbeiter Georges T. Paruvanani will »den Großteil der hier lehrenden Gurus und Wanderprediger als Scharlatane und Geschäftemacher entlarven«. Seine Reportage zeigt auch Mitschnitte von einer Londoner Massenveranstaltung für den 16jährigen »Kindgott« Maharaj.

22.10 Uhr. ARD. Zwei Liebende und die Mächtigsten dieser Erde

In diesen »Gesprächen über das Bedürfnis, Mario Simmel zu lesen« werden Karin Struck und Günter Wallraff zu »neuen Möglichkeiten des Schreibens für ein Massenpublikum« befragt.

Freitag, 15. 2.

17.10 Uhr. ARD. Joker

Neues ARD-Jugendmagazin. in der ersten Ausgabe porträtiert der· Berliner Filmemacher Horst Schwaab ("Kohlen für die Naunynstraße«, »Komm, geh'n wir Türken verhauen") Gastarbeiterkinder in Kreuzberg.

20.15 Uhr. ARD. Die Nacht, als Minsky aufflog

Der harmlos komische Revueflim (1968) des »French Connection«- und »Exorcist«-Regisseurs William Friedkin schildert die Abenteuer einer durchgebrannten Predigertochter (Dritt Ekland), die in einer »Burlesque-Show« im New York der 20er Jahre auftritt und dabei aus Versehen den Striptease erfindet. Deutsche Erstaufführung. 21.00 Uhr. Nord III. Der Irrtum der Futurologen

Ein Gespräch mit dem Politologen Ossip K. Flechtheim« dem Journalisten Claus Grossner sowie Politikern, Managern und Wissenschaftlern.

21.30 Uhr. ZDF. Mein lieber Robinson In dem drögen Defa-Film (1970) über Generations- und Pubertätsprobleme eines jungen DDR-Paares entdeckte das »Neue Deutschland« eine »innere Heiterkeit und Gelöstheit, die viel mit dem Lebensgefühl sozialistischer Zeitgenossen zu ·tun hat«. Regie: Roland Gräf.

21.55 Uhr. ARD. Bericht aus Bonn Leitung: Friedrich Nowottny.

Samstag, 16. 2.

18.00 Uhr. ZDF. Direkt

Unter anderem wird dafür plädiert, die Jugendvertreter in den Betrieben während ihrer Amtszeit vom Wehrdienst freizustellen.

21.00 Uhr. Nord III. Florentiner 73 (sw)

Mit der TV-Komödie des Ost-»Deutschen Fernsehfunks« will der NDR Impressionen aus dem DDR-Alltag vermitteln.

21.45 Uhr. West III. Der Weg, der zum Himmel führt (sw)

Bunuels lustigster Film (1951) aus seiner mexikanischen Kommerz-Serie. 22.05 Uhr. ARD. Western-Patrouille Amerikanischer Kavallerie-Western (1965) von Earl Bellamy.

23.30 Uhr. ZDF« Seid nett zu Mr. Sloane

Grobschlächtige Kino-Verfilmung (1969, Regie: Douglas Hickox) des Erstlingsstücks von Joe Orton. Mit sinistrer Komik hatte der (1967 von einem homosexuellen Freund ermordete) englische Dramatiker die Geschichte eines Strich jungen erzählt, der einen Greis tottritt und sich von dessen lüsternen Kindern hätscheln läßt.

Sonntag, 17. 2.

15.35 Uhr. ZDF. Tarzan bei den Affen (sw)

Dieser erste Urwaldfilm, 1917 vor einem enthusiastischen Publikum im New Yorker Broadway-Theater uraufgeführt, ist heute nur noch als 40-Minuten-Stummfilmfragment erhalten. Das ZDF zeigt den Ur-Tarzan, in dem Mitglieder des »New Orleans Athletic Club« als Affen verkleidet auftraten; mit deutschen Zwischentiteln.

17.40 Uhr. ARD. Die große Charie-Chaplin-Show (sw)

Mit zwei Kurzfilmen von 1915 wird die Reihe fortgesetzt: dem Zweiakter »The Champion« und dem »Tramp«, in dem erstmals Chaplins »sanfte Freundlichkeit zu Frauen« sichtbar wurde. 20.15 Uhr. ZDF. Man spielt nicht mit der Liebe

Regisseur und Bühnenbildner Jean-Pierre Ponnelle hat Alfred de Mussets Dreiecksgeschichte (1837) als »psychologische Komödie mit überraschender Wendung zur Tragödie« inszeniert. Koproduktion mit dem ORF.

20.15 Uhr. Nord III. Vor vierzig Jahren (sw)

Im Anschluß an eine patriotische französische Wochenschau werden ein US-Propagandafilm (von Frank Capra) und alte amerikanische Wochenschauen gezeigt.

21.45 Uhr. ARD. Suchdienst '74 Der Münchner TV-Journalist Eckhard Garczyk demonstriert am Beispiel einer 67jährigen Polin, die in ihm ihren vermißten Sohn zu erkennen glaubte, die Problematik des derzeitigen Kindersuchdienstes.

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